"Schumis" Ex-Manager ausgeraubtMutmaßliche Räuber nach Überfall auf Willi Weber gefasst

Gefesselt, geknebelt und beraubt: Ex-Formel-1 Manager Willi Weber wird in seinem Haus von vier Männern brutal überfallen. Nun sollen die mutmaßlichen Serientätern aufgespürt worden sein.
Im Dezember wurde der frühere Formel-1-Manager Willi Weber gemeinsam mit seiner Frau in seiner Stuttgarter Villa von drei Männern brutal überfallen. "Die waren zu dritt, ich war gerade beim Abendessen", fasste der Mentor von Michael Schumacher die damaligen Ereignisse gegenüber der Bild"-Zeitung zusammen. Die Täter hätten von ihm den Code für den Tresor verlangt. Zunächst habe er sich geweigert, ihn zu verraten, aber: "Dann haben sie mir immer wieder mit der Faust ins Gesicht geschlagen."
Fotos, die die "Bild"-Zeitung nach dem Überfall veröffentlichte, zeigten, was die Räuber dem 83-Jährigen angetan hatten. Webers rechtes Auge war blau, seine Lippe geschwollen, auf Stirn und Nase hatte er blutunterlaufene Hämatome davongetragen. "Es geht mir beschissen. Ich bin völlig unter Schock", erklärte er.
Nun meldet die Polizei einen Fahndungserfolg. Vier Männer im Alter zwischen 32 und 55 Jahren stehen in Verdacht, die Taten im süddeutschen Raum begangen zu haben. Sie wurden in Rumänien verhaftet. Auch für einen weiteren Überfall auf ein älteres Ehepaar in seinem Stuttgarter Haus einen Monat zuvor und eine Tat in Bayern soll die mutmaßliche Bande verantwortlich sein.
"Vorgehensweise war von Brutalität geprägt"
Nach Angaben der Polizei gingen die Täter stets auf ähnliche brutale Weise vor: Sie überwältigten die Paare zu Hause und raubten Schmuck, Geld und Wertgegenstände. "Ihre Vorgehensweise war von Brutalität geprägt", teilte die Polizei mit. "Sie sollen ihre Opfer gefesselt, bedroht, zum Teil verletzt und stundenlang eingesperrt haben, um an ihre Beute zu gelangen." Allein bei den beiden Stuttgarter Überfällen geht die Polizei von einer Beute in Millionenwert aus. Auch im Landkreis Neu-Ulm sollen die Männer im vergangenen Juni zugeschlagen haben.
In Zusammenarbeit mit Europol - der zentralen Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union - wurden Experten für Eigentumsdelikte im Laufe der Ermittlungen nach Rumänien entsandt. Auch rumänische und französische Polizisten und deren Spezialeinheiten waren an der Festnahme im Bereich des Kreises Vaslui in Rumänien beteiligt. Zeitgleich wurden Wohnungen in Frankreich und Neu-Ulm durchsucht.