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Bei Oscars nicht vor OrtSean Penn: Lieber Ukraine als Los Angeles

16.03.2026, 14:16 Uhr
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Ihm sind andere Dinge wichtiger als Glanz und Glamour: Sean Penn. (Foto: IMAGO/imageSPACE)

Es ist nichts Neues, dass Sean Penn kein großer Freund von Award-Shows ist. Und so fehlt er auch bei den diesjährigen Oscars, obwohl er als bester Nebendarsteller nominiert ist und sogar den Preis gewinnt. Doch der 65-Jährige hat auch einen guten Grund für seine Abwesenheit.

Sean Penn ist bei den Oscars als bester Nebendarsteller ausgezeichnet worden, war bei der Verleihung jedoch nicht vor Ort. Für seine Leistung in "One Battle After Another" erhielt er am frühen Montagmorgen deutscher Zeit in Los Angeles den begehrten Preis.

Da der Schauspieler fehlte, nahm Vorjahressieger Kieran Culkin, der die Kategorie präsentierte, die Trophäe stellvertretend entgegen. "Sean Penn kann heute Abend nicht hier sein - oder will es nicht -, deshalb nehme ich den Preis in seinem Namen an", sagte Culkin.

Wie die "New York Times" berichtet, hielt sich Sean Penn während der Oscarverleihung nicht in Los Angeles, sondern in Europa auf. Demnach soll der politisch engagierte Schauspieler Ende vergangener Woche geplant haben, in die Ukraine zu reisen. Penn setzt sich bereits seit längerer Zeit für das vom Krieg gezeichnete Land ein. Schon im November 2022 war er in die Ukraine gereist und überließ Präsident Wolodymyr Selenskyj damals einen seiner Oscars, der dort bis zum Ende des Krieges gegen Russland bleiben soll.

Penn kein Fan von Preisverleihungen

Sean Penn gewann seine beiden ersten Oscars für die Hauptrollen in "Mystic River" (2003) und "Milk" (2008). Zuvor war er in derselben Kategorie bereits dreimal nominiert gewesen, ging jedoch leer aus - für "Dead Man Walking", "Sweet and Lowdown" und "Ich bin Sam". Bei allen drei Verleihungen blieb der Schauspieler fern.

In seiner Dankesrede für "Mystic River" machte der heute 65-Jährige deutlich, dass es in der Schauspielerei aus seiner Sicht kein "Bestes" gebe. Auf Bitte von Regisseur Clint Eastwood nahm er damals erstmals an der Oscarverleihung teil. Auch bei seinem Oscar-Erfolg für "Milk" war der Schauspieler vor Ort.

Schon BAFTAs geschwänzt

In der aktuellen Awards-Saison hatte Sean Penn bereits die Verleihungen der BAFTAs und der SAG Awards geschwänzt. Dabei wurde er bei beiden Events für seine Schurkenrolle in "One Battle After Another" als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Bei den Golden Globes, wo er Stellan Skarsgård für "Sentimental Value" unterlag, war Penn hingegen anwesend. Dort sorgte er für Schlagzeilen, als er im Publikum rauchte.

Mit seinem dritten Oscar ist Sean Penn erst der vierte männliche Schauspieler, dem das gelungen ist. Den Anfang machte Walter Brennan, der 1937, 1939 und 1941 dreimal den Academy Award als bester Nebendarsteller gewann. Jack Nicholson gewann wie Sean Penn zwei Oscars als bester Hauptdarsteller und einen als bester Nebendarsteller. Daniel Day-Lewis ist bis heute der einzige Schauspieler, der drei Goldstatuen als bester Hauptdarsteller erhielt.

Quelle: ntv.de, nan/spot

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