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"Ich habe Angst" Selena Gomez trotzt Trump-Politik

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Selena Gomez will anderen Menschen eine Stimme geben.

(Foto: Vianney Le Caer/Invision/AP)

Ihre Familie kam aus Mexiko in die USA - nicht alle auf legalem Weg. Deswegen ist es Selena Gomez ein besonderes Anliegen, dass sich an der Einwanderungspolitik im Land etwas ändert. In einem Essay findet sie klare Worte.

Seit US-Präsident Donald Trump im Amt ist, hat sich die Situation für illegale Einwanderer in den Vereinigten Staaten extrem verschärft. Selena Gomez will nicht länger hinnehmen, wie mit den Menschen umgegangen wird. Die Sängerin hat im Magazin "Time" einen Essay zum Thema Migration veröffentlicht und über ihre persönliche Familiengeschichte geschrieben.

Ihre Tante sei in den Siebzigern "versteckt in einem LKW" von Mexiko in die Staaten gekommen, berichtet Gomez, später seien ihre Großeltern gefolgt. Ihr Vater sei in Texas geboren worden und 1992 schließlich auch die Sängerin selbst.

Mitglieder ihrer Familie hätten hart dafür gearbeitet, die amerikanische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Wenn sie nun die aktuellen Schlagzeilen und Diskussionen sehe, mache sie sich Sorgen um Menschen in ähnlichen Situationen, so die 27-jährige Gomez. "Ich habe Angst um mein Land", schreibt Gomez. Sie sei weder Expertin noch Politikerin, "aber wir müssen uns daran erinnern, dass dieses Land von Leuten geformt wurde, die aus anderen Ländern hierher kamen. Es ist Zeit, den Leuten zuzuhören, die direkt von der Migrationspolitik betroffen sind."

"Scham und Unsicherheit"

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"Living Undocumented", eine neue Netflix-Dokumentation, die Gomez mitproduziert hat, erzählt die Geschichten von acht Familien, die aus unterschiedlichen Ländern und mit unterschiedlichen Hintergründen nach Amerika eingewandert sind und ihre mögliche Abschiebung fürchten. "Ich sah Auszüge dieser ganz persönlichen Reisen und weinte. Es fängt die Scham, die Unsicherheit und Angst ein, mit der auch meine Familie kämpfte. Aber es zeigt auch die Hoffnung, den Optimismus und den Patriotismus, den so viele illegal Eingewanderte immer noch in ihren Herzen tragen, obwohl sie durch die Hölle gehen."

Weiter schreibt Gomez, dass sie sich, als mexikanisch-amerikanische Frau in der Verantwortung sähe, ihre Stimme für die Menschen zu erheben, die Angst haben zu reden. Die Kritik, die ihr dafür entgegenschlagen würde, sei nicht damit zu vergleichen, wie sich die betroffenen Personen jeden Tag fühlen würden. "Angst sollte uns nicht davon abhalten, uns einzumischen und uns über die Probleme zu informieren, die Millionen in unserem Land betreffen."

Quelle: n-tv.de, ame/spot