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"Habe seltsame Dinge gesehen" Sheryl Crow über Arbeit mit Michael Jackson

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Bei der "Bad"-Welttournee stand Sheryl Crow jeden Abend für ein Duett mit Michael Jackson auf der Bühne.

(Foto: imago stock&people)

In den 1980er-Jahren ist Sheryl Crow Background-Sängerin bei Michael Jackson. In einem Interview berichtet sie jetzt über Beobachtungen, die sie seinerzeit angeblich gemacht hat und die bei ihr einen Verdacht aufkommen ließen.

Sängerin Sheryl Crow begleitete Michael Jackson auf seiner "Bad"-Welttournee in den 1980er-Jahren als Background-Sängerin, ehe sie selbst zum Star wurde. Jetzt spricht die 57-Jährige darüber, was sie damals gesehen und gefühlt haben will.

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"Wirklich seltsame Dinge" seien es gewesen, die ihr seinerzeit Unbehagen bereiteten. Aus diesem Grund werde sie sich auch die "Leaving Neverland"-Dokumentation über die Vorwürfe des sexuellen Kindesmissbrauchs gegen Jackson nicht anschauen, sagte sie jetzt im Interview mit der britischen Zeitung "The Telegraph". "Ich habe die Doku nicht gesehen und werde sie mir auch nicht anschauen. Ich war bei einigen Dingen dabei, die ich als sehr seltsam empfand, und ich hatte viele Fragen dazu."

"Es ist einfach tragisch"

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Crow ist heute dick im Country-Business.

(Foto: imago images / Ritzau Scanpix)

Dem "Guardian" sagte Crow bereits Anfang des Monats, dass sie glaube, ein "riesiges Netzwerk" habe den Missbrauch damals einfach zugelassen. "Ich denke, es wurden viele Ausnahmen gemacht, wegen des Schadens ... ich meine, er hat es nicht absichtlich ausgestrahlt, aber es war Teil seiner Aura - eine fast nicht greifbare und fast Alien-ähnliche Figur. Und, ja, ich meine, ich bin traurig und ich bin auf viele Menschen sauer. Ich denke, dass es einfach ein riesiges Netzwerk von Menschen gab, das zuließ, dass das alles weiter ging. Es ist einfach tragisch."

Allerdings sei sie selbst in der Zeit, die sie für Jackson arbeitete, auch völlig geblendet von ihm, dem King of Pop, gewesen, wie es bei "The Telegraph" weiter heißt. Ebenso geblendet wie von dem Umstand, an seiner Seite auf der Bühne vor Tausenden Zuschauern zu stehen. "Es war eine verrückte Erfahrung. Ich meine, er ist der größte Star einer Generation, und ich darf 18 Monate lang jeden Abend mit ihm ein Duett singen", so Crow.

"Surreales Erlebnis"

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Dem britischen Musikmagazin "Q" gegenüber erzählte Crow kürzlich: "Die Tour war ein surreales Erlebnis. Ich war erst seit sechs Monaten in Los Angeles, und als Nächstes eröffnete ich eine Welttour vor 75.000 Menschen im Yokohama Stadium in Japan. Als wir nach Europa kamen, eröffneten wir in Rom. Elizabeth Taylor war dort mit Sophia Loren und Liza Minnelli. Das waren seine Freunde, und ich war eine Country-Blume, die diese Menschen nur im Fernsehen gesehen hat." Einmal mietete Jackson nach Feierabend sogar ganz Disneyland für die Crew. "Wir gingen in den Park um 22 Uhr und fuhren all die Fahrgeschäfte bis 4 Uhr früh am Morgen. Das war ziemlich verrückt. Das heißt es, ein Rockstarleben zu leben."

Anlass für die zahlreichen Interviews, die die Country-Sängerin gerade gibt, ist die für Ende August geplante Veröffentlichung ihres neuen Albums "Threads", für das sie unter anderem mit Sting, Eric Clapton und Stevie Nicks zusammenarbeitete.

Quelle: n-tv.de, nan

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