Fünf Jahre nach Tod des SohnesSimone Ballack reist an den Ort der Tragödie zurück

Knapp fünf Jahre sind vergangen, seit Simone Ballacks Sohn Emilio bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. Jetzt unternimmt die 50-Jährige einen mutigen Schritt zur Trauerbewältigung: Sie reist nach Portugal - an den Ort, an dem das Unglück damals geschah.
Im August 2021 hat sich die Welt für Simone und Michael Ballack für immer verändert. Ihr gemeinsamer Sohn Emilio kam in Portugal im Alter von nur 18 Jahren bei einem Quad-Unfall ums Leben. Die Ex-Frau des ehemaligen Fußballprofis ist jetzt in das Land gereist, in dem sich die Tragödie ereignete.
Bereits am Donnerstag dokumentierte Simone Ballack ihren Schritt zur Trauerbewältigung mit einem ersten Video in einer Instagram-Story. Darin zu sehen ist, wie sie an einem Strand sitzt. Sie zeigt in dem kurzen Clip die Umgebung, viel wichtiger sind jedoch die Worte, die sie dazu schreibt.
"Versuche meinen Frieden mit diesem wunderschönen, aber für mich so schicksalsträchtigen Land zu machen ...", erklärt Ballack nicht ganz fünf Jahre nach dem Tod ihres Sohnes. "Drei Tage nur Portugal und ich ...", fährt sie fort. "Wir müssen uns nach fünf Jahren aussprechen." Den Clip versah sie mit dem Hashtag "#healing" ("Heilung").
Ein Frühstück allein
Am Freitag legte die 50-Jährige mit einem weiteren kurzen Video nach. Es zeigt einen für eine Person gedeckten Frühstückstisch im Freien. "Breakfast for one" ("Frühstück für eine"), merkt Ballack dazu an.
Bereits im April 2024 hatte sie gegenüber dem Magazin "Gala" erklärt: "Ich versuche, jeden Tag möglichst viel Positives für mich und meine Familie rauszuziehen, immer wieder Neues zu versuchen." Für sie dürfe es "auf keinen Fall Stillstand" geben. "Es muss immer weitergehen." Sich stets neue Aufgaben zu setzen, sei ihrer Auffassung nach "die beste Medizin gegen Trauer", sagte sie damals.
Auf Instagram erinnert Simone Ballack, die mit ihrem Ex-Mann zwei weitere Söhne hat, immer wieder an Emilio. Im vergangenen September teilte sie etwa ein Video mit alten Bildern ihres verstorbenen Sohnes und schrieb dazu auf Englisch: "Alles Gute zum 23. Geburtstag im Himmel, Emilio. Vermisse dich so sehr."
"Es ist ein Verdrängungsprozess"
Auch Michael Ballack sprach vor wenigen Monaten offen über Emilios Tod. Im Sky-Format "Meine Geschichte - Das Leben von Michael Ballack" erklärte er auf die Frage, wie man lernen könne, mit so einem Verlust zu leben: "Schwierig. Schwierig. Es ist schwierig, weil, wer so was mitmacht, das kann man sich nicht vorstellen, das kann man auch nicht in Worten beschreiben. Es ist ein Verdrängungsprozess."
Er könne wenig bis gar nicht über seinen Sohn sprechen, würde es aber gerne viel mehr, sagte der Ex-Fußballer sichtlich bewegt. Man versuche "durch Sachen, die einen motivieren, Arbeit, die Familie, die anderen Söhne, damit klarzukommen".