Unterhaltung

"Ich kannte den Mann nicht" Spaceys "House of Cards"-Kollegin packt aus

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Fünf Staffeln lang spielten sie in "House of Cards" Seite an Seite: Robin Wright und Kevin Spacey.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Rund ein dreiviertel Jahr ist es her, dass in Hollywood die "MeToo"-Debatte aufgeflammt ist. Kevin Spacey kosteten die Vorwürfe sexueller Übergriffe seinen Job bei "House of Cards". Nun nimmt erstmals seine Kollegin Robin Wright dazu Stellung.

Robin Wright hat ihr Schweigen über ihren ehemaligen "House of Cards"-Co-Star Kevin Spacey gebrochen. In der "Today"-Show des US-Senders NBC spricht sie erstmals über das Verhältnis zu ihrem Schauspielkollegen. Spacey wurden im Zuge der "MeToo"-Debatte zahlreiche Fälle sexueller Belästigung zur Last gelegt. Der Streamingdienst Netflix, der für "House of Cards" verantwortlich zeichnet, kündigte dem 58-Jährigen auf Grund dieser Vorwürfe.

Wright erklärt in dem Interview, sie und Spacey hätten eine reine Arbeitsbeziehung gehabt. "Kevin und ich kannten uns zwischen 'Action' und 'Cut' und zwischen den Einstellungen, wo wir oft gekichert haben", so die Claire-Underwood-Darstellerin in einem kurzen Clip, den "Today" auf Twitter postete. "Ich wusste wirklich nichts - ich kannte den Mann nicht. Ich kannte nur den unglaublichen Schauspieler, der er ist."

Außerhalb der Arbeit hätten sie nie etwas miteinander zu tun gehabt, so Wright in dem Gespräch weiter. "Wir waren Kollegen, wirklich", erklärt sie ihr Verhältnis zu Spacey. Zwischen ihnen sei es "respektvoll, professionell" zugegangen, zu ihr sei der Schauspieler "großartig" gewesen. Dies sei ihre persönliche Erfahrung. Sie glaube nicht, dass sie das Recht habe, mit Blick auf Spacey über etwas anderes zu sprechen. Die Enthüllungen über ihren Kollegen hätten aber gleichwohl "alle natürlich überrascht und letztendlich traurig" gemacht.

Kein Kontakt seit Spaceys Rauswurf

Seit Spaceys Entlassung durch Netflix habe sie keinen Kontakt zu ihm, so die 52-Jährige. Es habe auch keine Versuche einer Kontaktaufnahme gegeben. "Ich wüsste auch gar nicht, wie ich ihn erreichen sollte", erklärt die Schauspielerin, die zuletzt etwa auch in "Blade Runner 2049" zu sehen war.

Vor acht Monaten war der Schauspieler Anthony Rapp der erste, der den zweimaligen Oscar-Preisträger wegen unangemessenen Verhaltens öffentlich beschuldigte. Demzufolge hatte Spacey in den 1980er-Jahren versucht, sich dem damals gerade erst 14 Jahre alten Rapp sexuell zu nähern.

Im Herbst erscheint die sechste und finale Staffel von "House of Cards" bei Netflix. Es wird die erste ohne Spacey als US-Präsident Frank Underwood sein. An dessen Stelle rückt nun Wrights Figur in den Fokus.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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