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"Ist schwer, gehasst zu werden" "Stranger Things"-Star musste in Therapie

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"Ich fühlte mich sehr verletzlich", so Millie Bobby Brown.

(Foto: IMAGO/Future Image)

"Es ist wirklich schwer, gehasst zu werden, wenn man noch nicht weiß, wer man ist", sagt Millie Bobby Brown. Die "Stranger Things"-Darstellerin weiß, wovon sie spricht. Denn seit sie mit zwölf Jahren schlagartig berühmt wurde, wird sie im Netz mit Hass konfrontiert.

Mit gerade einmal zwölf Jahren wurde Millie Bobby Brown durch ihre Rolle in der Netflix-Hitserie "Stranger Things" über Nacht zum Star. Doch obwohl sie seit 2016 bereits vier erfolgreiche Staffeln gedreht hat - an den kometenhaften Ruhm hat sie sich in all den Jahren noch immer nicht gewöhnt.

Mit der Zeitschrift "Allure" sprach die 18-Jährige nun über die Schattenseiten ihrer Berühmtheit. Dabei verriet sie unter anderem, nicht mehr ohne Security shoppen gehen zu können. Außerdem sei sie in den sozialen Medien ständigem Mobbing ausgesetzt. Nicht nur das: Auch mit Sexualisierung, Belästigung, hasserfüllten Drohungen und anzüglichen Nachrichten von erwachsenen Männern sei sie seit Jahren konfrontiert. Der Druck sei irgendwann so groß geworden, dass sie sich in Therapie begeben habe.

Sie frage sich oft, warum sie von Fremden im Netz so angefeindet werde. "Es ist wirklich schwer, gehasst zu werden, wenn man noch nicht weiß, wer man ist", so Brown. Egal, was sie tue - sie habe das Gefühl, dass sie es niemandem recht machen könne. "Dann fängst du einfach an, abzuschalten, weil du denkst: 'Wer soll ich sein? Wer soll ich für sie sein?'" Freunde und Verwandte hätten ihr aber dabei geholfen, "zu verstehen, dass ich nichts sein muss, was sie sagten, was ich sein muss. Ich muss mich nur in mir selbst entwickeln. Das ist, was ich getan habe. Das ist, was ich tue."

Rechtliche Schritte gegen Ex-Freund

Den schmerzhaftesten Höhepunkt erreichte Millie Bobby Brown im vergangenen Jahr, als der Tiktoker Hunter Ecimovic intime Details über seine Beziehung mit der Schauspielerin öffentlich machte. Laut "TMZ" wurde ihm danach Grooming - also die gezielte Kontaktaufnahme Erwachsener mit Minderjährigen mit Missbrauchsabsichten - vorgeworfen, da sie zu dem Zeitpunkt erst 16 und er 20 Jahre alt war. Brown leitete rechtliche Schritte gegen Ecimovic ein.

Es habe sie viel Kraft gekostet, sich von dem Tiktoker zu trennen, sagte Brown nun gegenüber "Allure". "Ich fühlte mich sehr verletzlich. Außerdem wusste niemand am Set, dass ich das durchmache. (...) Dann war es schwieriger, als die ganze Welt davon erfuhr." Durch die öffentliche Demütigung sei sie sich "so außer Kontrolle und machtlos" vorgekommem.

Mittlerweile fühle sich die "Enola Holmes"-Darstellerin aber "ermächtigt" und schütze sich, indem sie ihre Tiktok- und Twitter-Profile komplett gelöscht und die Facebook- und Instagram-Apps von ihrem Handy verbannt habe. Um deren Contents kümmerten sich nun Angestellte. Sie bevorzuge es stattdessen, durch tagebuchähnliche Blogeinträge auf ihrer Webseite "Florence by Mills" zu kommunizieren, auf der sie auch ihre eigenen Hautpflegeprodukte vertreibt, denn: "Niemand kann kommentieren", so die 18-jährige Britin.

(Dieser Artikel wurde am Freitag, 12. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, lpe

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