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"Game of Thrones"-Rolle futsch Tamzin Merchant war "nackt und ängstlich"

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Sie sagt, sie bereut nichts: Tamzin Merchant.

(Foto: imago images / Starface)

Mit ihrer Rolle als Drachenkönigin Daenerys Targaryen in "Game of Thrones" bringt es Emilia Clarke zu Erfolg und Ruhm. Doch eigentlich hätte mit Tamzin Merchant eine ganz andere Schauspielerin den Part übernehmen sollen. Ärgerlich für die Ausgebotete, oder?

Keine Frage, "Game of Thrones" hat Seriengeschichte geschrieben. Doch beinahe wäre die TV-Adaption von George R.R. Martins Buchreihe "Das Lied von Eis und Feuer" nicht mit Emilia Clarke in der Rolle der Daenerys Targaryen angelaufen. In einer ersten, nie veröffentlichten Pilotfolge von "Game of Thrones" spielte nämlich noch eine Frau namens Tamzin Merchant die spätere Mutter der Drachen.

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Es dürften Szenen wie diese mit Emilia Clarke als Daenerys Targaryen sein, die Merchant Probleme bereiteten.

(Foto: imago/Landmark Media)

Gegenüber der US-Seite "Entertainment Weekly" bezog Merchant nun erstmals zu der verpassten Gelegenheit Stellung, in der Erfolgsserie mitzuwirken. Angeblich bereut sie bis heute nicht, die Rolle an Clarke verloren zu haben.

Unbehagen bei Nacktszenen

Dass sie 2009 als damals 21-Jährige nicht Teil von "Game of Thrones" geblieben sei, habe mit bestimmten Szenen in der Pilotfolge zu tun gehabt, erläutert Merchant. Zu Beginn der Geschichte wird Daenerys Targaryen schließlich dem Barbaren Khal Drogo verkauft. Noch in der Hochzeitsnacht kommt es zu einer Vergewaltigung.

Sie habe sich schon unwohl gefühlt, noch bevor sie sich vor der Kamera ausgezogen habe, so die heute 33-Jährige. Aber "ich wurde von überzeugenden Personen überredet, es doch zu tun. Und so fand ich mich nackt und verängstigt in Marokko auf einem Pferd reitend wieder, das eindeutig mehr Freude daran hatte, da zu sein, als ich", fügt sie hinzu.

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In einer Serie wie "Salem" machte sie trotzdem Karriere.

(Foto: imago images/Everett Collection)

Zu jeder Sekunde sei sichtbar gewesen, wie unbehaglich die Situation für sie gewesen sei, erklärt Merchant. Deshalb hätten die Szenen mit ihr nicht funktioniert. Wenig später sei sie informiert worden, dass ihre Rolle neu besetzt werde. Es sei eine "Lehrstunde" für sie gewesen, zukünftig nicht mehr ausschließlich auf die Meinungen anderer zu hören und stattdessen nach ihrem ersten Bauchgefühl zu handeln.

Kein beruflicher Schaden

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Im Gegensatz zu Emilia Clarke sei es einfach nicht ihre Bestimmung gewesen, die Rolle zu verkörpern. Umso mehr schätze sie ihre Kollegin dafür, daraus eine so "ikonische Figur" gemacht zu haben.

Beruflichen Schaden hat Merchant von den Ereignissen ohnehin nicht davongetragen. Die Schauspielerin, die vor "Game of Thrones" auch schon aus "Die Tudors" bekannt war, ergatterte in den vergangenen zehn Jahren immer wieder größere Serienrollen. Von 2014 bis 2017 spielte sie in der US-Serie "Salem" mit. Sie war aber auch in "Supergirl" zu sehen und ist seit 2019 Teil der Fantasyserie "Carnival Row" mit Orlando Bloom und Cara Delevingne.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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