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46. American Music Awards Taylor Swift entthront Whitney Houston

Bei den diesjährigen American Music Awards hat Taylor Swift allen Grund zu strahlen. Nicht nur erreicht die Popsängerin einen Meilenstein in ihrer eigenen Karriere, sie schreibt nebenbei auch noch Geschichte.

Taylor Swift und Camila Cabello räumen mehrere Preise ab, die legendäre Soulsängerin Aretha Franklin wird knapp zwei Monate nach ihrem Tod geehrt: Bei einer Gala mit großem Staraufgebot sind in der Nacht in Los Angeles die 46. American Music Awards (AMA) verliehen worden. Popstar Taylor Swift setzte sich in der Top-Sparte "Künstler des Jahres" gegen Drake, Imagine Dragons, Post Malone und Ed Sheeran durch.

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Taylor Swift ist nun die ungekrönte Königin der AMAs.

(Foto: imago/Runway Manhattan)

Die Sängerin gewann zudem die Trophäen für das beste Pop/Rock-Album ("Reputation") und für die Tournee des Jahres. Mit bislang 23 Trophäen erreichte Swift einen Meilenstein in ihrer Karriere: Sie ist nun die am meisten ausgezeichnete Sängerin in der Geschichte der American Music Awards. Sie entthronte damit die verstorbene Sängerin Whitney Houston.

Die amerikanisch-kubanische Sängerin Camila Cabello holte mit ihrem Hit "Havana" den Preis für den besten Pop/Rock-Song, zudem wurde sie zur besten Nachwuchskünstlerin gekürt. In den Country-Sparten gewannen Carrie Underwood und Kane Brown, auch Sänger Post Malone, Shawn Mendes und Khalid, das Duo Migos und Rapperin Cardi B holten Preise. Cardi B's Auftritt war ihr erster seit der Geburt ihrer Tochter mit Ehemann und Rapper Offset.

Taylor Swift wird politisch

Taylor Swift eröffnete die Show mit dem Song "I Did Something Bad" von ihrem Hit-Album "Reputation". Es war das erste Mal seit drei Jahren, dass die Sängerin bei einer Award-Show live performte. Auch Stars wie Jennifer Lopez, Mariah Carey, Post Malone und Carrie Underwood standen auf der Bühne. Am Ende würdigte Sängerin Gladys Knight mit weiteren Soul- und Gospel-Künstlern die im August gestorbene "Queen of Soul" Aretha Franklin.

Doch nicht nur auf musikalischer Ebene machte Swift von sich reden: Sie wurde auch noch kurz politisch. Bereits vor wenigen Tagen hatte sie ihr politisches Schweigen gebrochen, als sie für die kommenden Kongresswahlen für den demokratischen Kandidaten Phil Bredesen aussprach und seine republikanische Gegnerin Marsha Blackburn verurteilte. In ihrer dritten Dankesrede bei den American Music Awards sagte die Sängerin: "Was die AMAs so besonders macht, ist, dass sie von den Zuschauern gewählt werden. Und wisst ihr, was noch von den Menschen bestimmt wird? Die Zwischenwahlen am 6. November. Geht raus und wählt."

Die Musikpreise werden seit 1973 verliehen. Die Nominierungen basieren auf Albumverkaufszahlen der Musiker, über die Gewinner können Fans im Internet abstimmen.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa