Unterhaltung

"We will continue to f***!" "The Artist"-Regisseur schreibt dem IS

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Vor und hinter der Kamera: Das erfolgreiche Ehepaar Hazanavicius und Bejo.

(Foto: imago/Xinhua)

"Ihr werdet nicht gewinnen. Und die, die übrig bleiben, werden immer weiter f***en, trinken, gemeinsam essen, sich an die erinnern, die gestorben sind, weiter f***en," schreibt der Regisseur des Oscar-prämierten Streifens "The Artist", adressiert an die Killer von Paris.

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Produzent Thomas Langmann, Jean Dujardin, Michel Hazanavicius, James Cromwell, Berenice Bejo, Penelope Ann Miller, Missy Pyle und Hund Uggie bei der Oscar-Verleihung 2012 mit dem Preis für den besten Film.

(Foto: REUTERS)

Am Dienstagnachmittag hielt es ihn nicht mehr. Auf Facebook postete Michel Hazanavacius einen sehr offenen Brief, gerichtet an die Terrororganisation ISIS. Dabei bezog er sich auf die Attacken, die 129 Menschen das Leben gekostet und an die 400 körperlich verletzt haben - von den seelischen Verletzungen ganz zu schweigen. Hazanavacius schreibt sich geradezu in Rage.

Er beginnt seine sexuell explizite Ansprache folgendermaßen: "Männer und Frauen des Islamischen Staates: Das ist die Lage - ihr habt einen Krieg angefangen. Was mich jedoch frustriert, ist die Tatsache, dass ihr keine Uniformen anhabt, keine eindeutigen Kennzeichen, das macht es so schwer, euch zu erkennen. Da könnte es passieren, dass wir uns eines Tages den Falschen rauspicken und beschuldigen. Für euch ist ohne Zweifel jeder Tod ein Zeichen des Sieges, aber ihr müsst wissen: Uns kriegt ihr nicht unter! Selbst wenn es unmöglich erscheint - denn egal, was ihr tut, ihr werdet uns nicht ändern!"

Hazanavicius wird konkreter: "Hier in Frankreich lieben wir das Leben! Und die Vergnügungen, die damit einhergehen. In dem Zeitraum zwischen unserer Geburt und unserem Tod - möglichst spät - ist unsere Idealvorstellung, möglich viel zu f***en, zu lachen, zu essen, zu spielen, zu f***en, zu geben, zu f***en, zu trinken, zu lesen, ein Nickerchen zu machen, zu f***en, zu schlafen, Filme anzusehen, uns die Eier zu kraulen, zu furzen und unsere Freunde zum Lachen zu bringen, aber vor allem zu f***en."

Er wird noch deutlicher: "Und gerne lassen wir uns zwischendurch einen runterholen. Wir sind eher die Nation des Genusses als die von Moralaposteln. Eines Tages benennen wir vielleicht sogar einen Platz nach Monica Lewinsky, und das wird uns zum Lachen bringen."  

Quelle: ntv.de, soe

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