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Bau eines Teleskops auf Hawaii "The Rock" demonstriert mit Ureinwohnern

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"The Rock" verbrachte Teile seiner Kindheit auf Hawaii.

(Foto: imago images / Future Image)

Die Spitze des höchsten Berges von Hawaii liegt über den Wolken, ganz oben kann man Kontakt zu den Toten aufnehmen - zumindest dem Glauben einiger Ureinwohner-Gruppen zufolge. Dort soll nun ein riesiges Teleskop gebaut werden. Das löst massive Proteste aus.

Der Schauspieler und Ex-Profi-Wrestler Dwayne Johnson, auch als "The Rock" bekannt, hat sich Demonstranten in Hawaii angeschlossen, die den Bau eines riesigen Teleskops auf dem schlafenden Vulkan Mauna Kea (Weißer Berg) verhindern wollen. Mit dem "TMT" (Thirty Meter Telescope) wollen Astronomen unter anderem das Licht der ältesten Sterne und Galaxien auffangen und analysieren. Zudem sollen die Planeten naher Sterne untersucht und physikalische Gesetze überprüft werden. Der Mauna Kea auf Big Island ist mit etwa 4205 Metern der höchste Berg Hawaiis.

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Gruppen hawaiianischer Ureinwohner glauben, dass der Vulkan heilig ist. Der Sage nach ist es auf dem Berg, dessen Spitze über den Wolken liegt, möglich, in Kontakt mit den Toten zu treten. Außerdem sollen in dem Vulkan verschiedene Gottheiten leben. Bereits jetzt stehen einige Teleskope darauf, jedoch keine so großen wie das geplante "TMT". 

"The Rock" verbrachte dem Sender CNN zufolge Teile seiner Kindheit auf Hawaii. "Das ist ein entscheidender Moment und ein entscheidender Zeitpunkt, weil die Welt jetzt zuschaut", verkündete er auf der Demonstration. Der Schauspieler soll angeboten haben, zwischen Regierung und Demonstranten zu vermitteln.

Zuvor hatte sich bereits "Aquaman"-Darsteller Jason Momoa gegen den Bau des "TMT" eingesetzt. Momoa wurde im Inselstaat geboren. Auf Instagram hatte er Mitte Juli ein Video veröffentlicht, das laut seiner Aussage die Festnahme von mehr als 20 Demonstranten zeigte. "Ich dachte, ich zeige euch das wirkliche Hawaii. Mein Herz ist so schwer. Steht auf", schrieb er dazu. Auch Videoaufnahmen davon, wie "The Rock" einigen Demonstranten bei der Aufführung traditioneller Tänze zusah, teilte Momoa auf Instagram.

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Quelle: n-tv.de, agr/dpa

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