Alle drei Monate zur KontrolleThomas Gottschalk ist "momentan krebsfrei"

Showlegende Thomas Gottschalk macht vergangenen November seine Krebserkrankung öffentlich. Es folgen zwei Operationen und Dutzende Bestrahlungen. Nach seiner letzten Untersuchung hat er nun "eine gute Nachricht".
Thomas Gottschalk gibt ein positives Update in seinem Kampf mit dem Krebs. "Nach Auskunft der Ärzte bin ich momentan krebsfrei", sagt der Entertainer in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Meine letzte Untersuchung im PET [Positronen-Emissions-Tomographie, Anm. d. Red.] hat ergeben, dass ich keinerlei Krebszellen mehr im Körper habe. Das ist eine gute Nachricht, und ich bin natürlich entsprechend froh, dass ich diese Auskunft geben kann."
Gottschalk hatte im vergangenen November eine Krebserkrankung öffentlich gemacht. "Ich glaube, es wird Zeit, dass wir die Karten auf den Tisch legen. Ich habe Krebs", sagte er damals in einem Interview, das er wie nun erneut zusammen mit seiner Ehefrau Karina der "Bild" gab.
Bei seiner Erkrankung, einem epitheloiden Angiosarkom, handelt es sich um einen sehr seltenen bösartigen, rasch wachsenden Tumor, der sich aus den Zellen entwickelt, die die Blutgefäße auskleiden. Angiosarkome können überall im Körper auftreten. Die epitheloide Variante gilt als besondere Form, sie tritt überwiegend bei Männern auf und betrifft vor allem die tiefen Weichteile. Therapie der ersten Wahl ist die Entfernung des Tumors, gefolgt von Strahlen- und teils Chemotherapie.
Teilnahme an Forschungsgruppe
Zwei mehrstündige Operationen und 33 Betrahlungen sollen auch zur Therapie des 76-Jährigen gehört haben. Alle drei Monate müsse er zur Kontrolle, heißt es in dem Interview. Medikamente nehme er derzeit keine. Zusätzlich nehme er an einer Forschungsgruppe der Kinderklinik Greifswald teil, die eine spezielle Impfung erprobt.
Gottschalk berichtet auch von seinem Trainingsprogramm, um seinen Körper zu stärken: "Ich mache Krafttraining, zwei- bis dreimal pro Woche kommt ein Personaltrainer. Karina und ich gehen viel spazieren und schwimmen in unserem Pool. Ich muss die Zähne mit der linken Hand putzen, weil es gut für die Koordination des Hirns und des Stehvermögens ist. Ich folge den Ärzten und meinem Personaltrainer, wo es geht."
Die Bühne vermisse er nicht. "Mir fehlt gar nichts", sagt er "Bild"-Showchefin Tanja May. "Ich habe mich nie so richtig wichtig genommen. Ich habe nie so das Gefühl gehabt: Ohne mich geht es nicht."