Schockdiagnose im Juli Thomas Gottschalk macht Krebs-Erkrankung öffentlich

Zuletzt macht der Entertainer mit irritierenden Auftritten von sich reden. Nun gibt Thomas Gottschalk in einem Interview bekannt, dass er an Krebs erkrankt ist. Trotz zweier Operationen muss er starke Schmerzmittel einnehmen.
Der Entertainer Thomas Gottschalk hat in einem Interview eine schwere Krebserkrankung öffentlich gemacht. Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung erklären er und seine Ehefrau Karina, dass er im Sommer die Diagnose erhielt: Epitheloides Angiosarkom. Dabei handelt es sich um eine seltene, aggressive Form von Krebs.
Gottschalk habe sich vor rund vier Monaten einer ersten Operation unterzogen, heißt es im Interview. "Sie mussten sowohl einen Teil der Harnleiter als auch von der Blase wegnehmen", erklärt seine Ehefrau. Damit war es jedoch nicht getan. Nach dem Befund aus der Pathologie musste er erneut operiert werden. Es sei "noch viel mehr Gewebe vom Krebs befallen" gewesen als zunächst vermutet.
Nach einigen Tagen habe er die Klinik verlassen können und weiter gearbeitet, "fest zugesagte Engagements und Verträge" erfüllt. Das sei "rückblickend wohl mein größter Fehler" gewesen, so der Entertainer. Bis heute müsse er starke Schmerzmittel einnehmen. Doch, dass diese Opiate Nebenwirkungen haben, das hätten sie bei der Bambi-Verleihung festgestellt. Dort hatte Gottschalk der Sängerin Cher einen Preis überreicht und mit seiner Laudation für Irritationen gesorgt. "Er hatte einen Blackout. Als er das sagte, war es nicht gelogen", erklärt Ehefrau Karina im Gespräch mit "Bild".
Gottschalk selbst erklärt die Situation so: "Ich war nicht darauf vorbereitet, dass mir jemals so etwas passieren könnte. Mit diesen Tabletten fühle ich mich, als würde ich mit meinem Kopf in einer Waschmaschine stecken. Ich kannte mich so selbst nicht. Inzwischen weiß ich, das sind die Schmerzmittel."
Auf die Frage, warum er die anschließende Romy-Verleihung nicht absagte, entgegnet er: "Dann wäre noch mehr Häme über mich hereingebrochen. Außerdem bin ich alte Schule und erfülle meine Verpflichtungen. Ich hatte überlegt, die Medikamente vor dem Auftritt wegzulassen. Aber das haben mir die Ärzte verboten."
Mit dem österreichischen TV-Preis Diamant-Romy wurde Gottschalk selbst ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung wirkte er, wie zuvor beim Bambi, verwirrt, die Stimme zitterte und er verhaspelte sich in seiner Dankesrede.
Karina Gottschalk habe sich am Geraune bei den Veranstaltungen und der anschließenden Häme sehr geärgert, sagt sie "Bild". Das sei für sie die "Hölle" gewesen, da sie die Wahrheit gekannt habe. "Am liebsten hätte ich jeden angeschrien: Nein, es geht uns nicht gut. Vor allem Thomas geht es nicht gut. Er ist schwer krank!" Nach der Romy-Verleihung sei für den Entertainer klar gewesen, es habe keinen Sinn, weiterzumachen. "Ich kann nicht mehr auftreten. Ich muss gesund werden."