Unterhaltung

Vom Moderator zum Helfer Tobias Schlegl ist jetzt Seenotretter

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Erst Viva-Moderator, dann Rettungssanitäter, jetzt Seenotretter: Tobias Schlegl

(Foto: imago/Hoffmann)

Die Älteren kennen Tobi Schlegl noch als Moderator der ersten Stunde beim Musiksender Viva. Vor fünf Jahren beschließt er, aus dem Medienbusiness auszusteigen. Schlegl wird Rettungssanitäter. Nun heuert er außerdem auf der "Sea-Eye 4" als Seenotretter an.

Der Hamburger Moderator und Notfallsanitäter Tobias Schlegl hat erneut seinen Job gewechselt - und hilft nun an Bord der "Sea-Eye 4" vor der Küste Libyens als Sanitäter. "Ich bin dann mal weg. Und zwar richtig. Tausche RTW gegen Schiff. Bin gerade in Burriana, Spanien, an Bord der #SEAEYE4, auf der ich als Paramedic/Notfallsanitäter bei der Seenotrettung Geflüchteter vor der Küste Libyens helfe. Manchmal braucht es mehr als Worte", schrieb er in einem Post auf Twitter. Es sei unerträglich, dass Menschen in Not im Mittelmeer ertrinken. Deshalb wolle er konkret helfen. Er sei nun für mehrere Wochen oder auch Monate unterwegs.

Er gehe mit "gemischten Gefühlen" in diese Mission, schrieb der 43-Jährige weiter. Er sei "aufgeregt und habe Respekt" vor dem Einsatz. "Aber die Motivation könnte nicht höher sein. ... #LeaveNoOneToDie."

Am Samstag aufgebrochen

Das neue Seenotrettungsschiff "Sea-Eye 4" hat am Samstag den Einsatz zur Bergung von in Not geratenen Migranten im Mittelmeer aufgenommen. Mitte der Woche soll es nach Angaben der Betreiberorganisation Sea-Eye das Such- und Rettungsgebiet im zentralen Mittelmeer erreichen. Der humanitäre Einsatz der "Sea-Eye 4" wird von United4Rescue, dem Bündnis für die zivile Seenotrettung, und der Hilfsorganisation German Doctors unterstützt. Mehr als 600 Menschen sind dem Sea-Eye-Vorsitzenden Gorden Isler zufolge allein in den vergangenen vier Monaten an Europas Außengrenze ertrunken.

Seine TV-Karriere startete Schlegl 1995 beim Musiksender Viva. Später arbeitete er unter anderem für Sendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wie "Aspekte" und "Extra3". Vor fast fünf Jahren aber warf er seinen Medienjob hin und ließ sich drei Jahre lang zum Notfallsanitäter ausbilden. Im Sommer hatte er seinen Debütroman "Schockraum" veröffentlicht. Darin geht es um einen Notfallsanitäter, der wegen eines traumatischen Einsatzes sein Leben nicht mehr auf die Reihe bekommt.

Quelle: ntv.de, nan/dpa

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