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"Keinohrhasen" und "Traumfabrik" Tom Zickler mit 55 Jahren gestorben

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Kino war sein Leben - Tom Zickler.

(Foto: imago/Mike Schmidt)

Filmproduzent Tom Zickler ist tot - die deutsche Kinowelt trauert um einen ihrer renommiertesten Kollegen. Er sei nach "sehr kurzer, schwerer Krankheit" verstorben, teilt sein Traumfabrik-Babelsberg-Partner Christoph Fisser mit.

Tom Zickler hat für sehr viele schöne Stunden im Kino gesorgt: "Knockin' on Heaven's Door" (1997), "Keinohrhasen ("2007), "Zweiohrküken" (2009), die beiden "Kokowääh"-Filme (2011 und 2013) und "Honig im Kopf" (2014) - ohne Tom Zickler wären die Erfolge dieser Filme kaum denkbar gewesen. Und mit "Friendship!" hatte er 2010 seine eigene Lebensgeschichte verarbeitet. Als Produzent begleitete er zahlreiche Projekte, zuletzt als Geschäftsführer seiner eigenen Produktionsfirma Traumfabrik Babelsberg GmbH. Heute gab das Studio Babelsberg bekannt, dass Tom Zickler "am 2. September nach sehr kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 55 Jahren verstorben ist".

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Anfang des Jahres bei der Verleihung des Ernst-Lubitsch-Preises.

(Foto: imago/Photopress Müller)

"Wir sind fassungslos, bestürzt und tief traurig", erklärt Christoph Fisser, der die Traumfabrik Babelsberg gemeinsam mit Zickler führte. "Die deutsche Filmlandschaft verliert einen der größten Filmproduzenten und leidenschaftlichsten Geschichtenerzähler, der wie kein anderer wusste, wie man Zuschauer begeistert. Kino war sein Leben."

Ein Leben für den Film

2017 gründete Zickler gemeinsam mit Studio Babelsberg die Produktionsfirma Traumfabrik Babelsberg mit dem Ziel, wieder vermehrt deutsche Kinofilme in Babelsberg zu entwickeln und zu produzieren. Hier entstanden u.a. "25 km/h" mit Lars Eidinger und Bjarne Mädel oder der Berlin-Thriller "Steig! Nicht! Aus!" mit Wotan Wilke Möhring. Zusammen mit Til Schweiger hatte er Anfang der 1990er Jahre das Produktionsunternehmen Mr. Brown Entertainment, später Barefoot Films, gegründet. Bis 2016 war er dort Geschäftsführer.

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Keinohrhasen und Zweiohrküken ...

(Foto: dpa)

Bereits während des Studiums sammelte Zickler erste Erfahrungen als Aufnahmeleiter bei der DEFA in Babelsberg. Dort war er bis zur Wende angestellt. Seine Erlebnisse während dieser Zeit inspirierten seinen letzten Film, "Traumfabrik", der 2019 mit Emilia Schüle und Dennis Mojen in den Hauptrollen ins Kino kam und nun sein Vermächtnis ist. Über das Projekt sagte er: "Es war immer mein Ziel, genau diesen Film zu machen - und diesen Lebenstraum habe ich mir mit 'Traumfabrik' erfüllt."

Quelle: n-tv.de, soe/spot

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