Tod mit 78 JahrenTrauer um "Jurassic Park"-Star Sam Neill

Im April verkündet Schauspieler Sam Neill, endlich krebsfrei zu sein. Nun ist der Star aus "Jurassic Park" im Alter von 78 Jahren gestorben. Sein Tod kam laut seiner Familie "plötzlich und unerwartet".
Als Dr. Alan Grant im Blockbuster "Jurassic Park" wurde Sam Neill einem Millionenpublikum bekannt. Auch in den Fortsetzungen "Jurassic Park III" und "Jurassic World: Dominion" kehrte er als Paläontologe, der sich plötzlich mit lebendigen Dinosauriern konfrontiert sieht, zurück. Nun ist der Schauspieler, der in Irland geboren wurde und als Kind mit seiner Familie nach Neuseeland zog, im Alter von 78 Jahren in Sydney gestorben. Erst im April hatte Neill bekannt gegeben, dank einer ungewöhnlichen Therapie krebsfrei zu sein.
Seine Angehörigen machten seinen Tod am 13. Juli unter anderem bei Instagram öffentlich. Neill sei umgeben von seiner Familie "mit der Würde von uns gegangen, die sein ganzes Leben geprägt hat", heißt es dort in einem Statement. Sein Tod sei "plötzlich und unerwartet" gekommen: "Ein Trost ist jedoch, dass Sam bis zuletzt krebsfrei geblieben war."
Drei Jahre zuvor hatte der Schauspieler seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. In seiner Autobiografie "Did I Ever Tell You This?" erklärte er, dass bei ihm eine Form des Non-Hodgkin-Lymphoms diagnostiziert worden war. Er habe "eine Chemotherapie gemacht, eine ziemlich schreckliche Angelegenheit, aber sie hat mich am Leben gehalten". Doch irgendwann sei die klassische Behandlung an ihre Grenzen gestoßen. Die Ärzte entschieden sich daher für eine sogenannte CAR-T-Zelltherapie - ein Verfahren, bei dem körpereigene Immunzellen entnommen, im Labor genetisch verändert und anschließend wieder in den Körper zurückgeführt werden, um gezielt Krebszellen zu bekämpfen. Bei einem Scan seien in seinem Körper keine Krebszellen mehr gefunden worden, freute sich Neill im April: "Das ist wirklich außergewöhnlich."
Neben den "Jurassic Park"-Filmen wurde Neill vor allem auch durch seine Rolle in Jane Campions "The Piano" (1993) sowie den Science-Fiction-Film "Event Horizon" (1997) bekannt. Wenn er nicht vor der Kamera stand, kümmerte sich der Schauspieler in Neuseeland um sein Weingut.
Dem Sender "7News" erklärte Sam Neill, dass er keine Angst vor dem Sterben habe und es ihm "ziemlich egal" sei. Es würde ihn aber "ärgern", jetzt schon gehen zu müssen: "Ich habe meine wundervollen kleinen Enkelkinder. Ich möchte sehen, wie sie groß werden."