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Begnadigung durch Ex-Präsidenten US-Rapper bedanken sich bei Trump

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Kodak Black wird bald trotzdem der Prozess gemacht - er soll eine 18-Jährige vergewaltigt haben.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit gewährt Ex-Präsident Trump 143 Menschen Begnadigungen und Strafmilderungen - darunter auch Lil Wayne und Kodak Black. Den beiden US-Rappern bleiben dadurch mehrjährige Haftstrafen erspart. Auf Twitter bedanken sie sich nun bei dem Republikaner.

Lil Wayne hat sich beim ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump dafür bedankt, dass er ihn kurz vor dem Abschied aus dem Weißen Haus begnadigt hat. Der Rapper gehörte zu den 143 Personen, denen Trump in einer seiner letzten Amtshandlungen Begnadigungen oder Strafmilderungen gewährte.

Dem 38-Jährigen drohten bis zu zehn Jahre Gefängnis, nachdem er sich im Dezember in Florida wegen illegalen Waffenbesitzes schuldig bekannt hatte. Auf Twitter erklärte der Künstler nun: "Ich möchte Präsident Trump dafür danken, dass er erkannt hat, dass ich meiner Familie, meiner Kunst und meiner Gemeinde so viel mehr zu geben habe."

Dwayne Michael Carter Jr., wie Lil Wayne bürgerlich heißt, hatte Trump zuvor im Wahlkampf unterstützt. Kurz vor den Präsidentschaftswahlen im November teilte der Rapper auf Twitter ein Foto mit dem Ex-Präsidenten und erklärte, dass die beiden ein "großartiges Treffen" gehabt hätten. Der Musiker hat fast 35 Millionen Follower bei Twitter.

Die öffentliche Unterstützung hat sich für Lil Wayne nun offensichtlich ausgezahlt - bei Afroamerikanern sorgte sie jedoch für massive Kritik. Ihm wurde vorgeworfen, ein "ungebildeter Rapper" zu sein, der sich von Trump im Wahlkampf benutzen lasse. Eine Afroamerikanerin twitterte an schwarze Menschen aus der Mittelschicht gerichtet: "Wir müssen verstehen, dass Schwarze, sobald sie reich sind, nicht mehr auf unserer Seite sind." Lil Wayne sei ein "Verräter", sie werde seine Musik löschen.

"Bedeutet mir mehr, als ihr wissen könnt"

Auch Rapper Kodak Black, der unter anderem ebenfalls wegen illegalen Waffenbesitzes bereits eine Haftstrafe absaß, wurde von Trump begnadigt. Der 23-Jährige bedankte sich via Twitter "für die Verkürzung meiner Strafe" und fügte hinzu: "Ich möchte auch allen für eure Unterstützung und Liebe danken. Es bedeutet mir mehr, als ihr jemals wissen könnt. Ich möchte weiterhin etwas zurückgeben, lernen und wachsen."

Der Künstler soll noch am 20. Januar aus dem Gefängnis entlassen worden sein. Ihm droht aber eine weitere Haftstrafe. Der 23-Jährige soll sich nach einem Konzert im Februar 2016 einer 18-Jährigen in einem Hotelzimmer aufgedrängt und sie vergewaltigt haben. Außerdem biss er ihr angeblich in den Hals und die rechte Brust. "TMZ" liegt die entsprechende Anklageschrift vor, heißt es weiter. Da Trumps Begnadigung nur für Anklagen auf Bundesebene gilt, kann Kodak Black in dem US-Bundesstaat vor Gericht gestellt werden.

Quelle: ntv.de, lri/spot