Unterhaltung

Entscheidung von Trump egal US-Rapper droht trotz Begnadigung Haft

imago0110502089h.jpg

Kodak Black soll 2016 eine 18-Jährige vergewaltigt haben. Er selbst war damals 19 Jahre alt.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Der US-Rapper Kodak Black ist einer der Inhaftierten, die Donald Trump kurz vor Ende seiner Amtszeit als US-Präsident begnadigt hat. Helfen wird ihm das aber vermutlich nicht, denn er ist aktuell auch noch wegen Vergewaltigung angeklagt.

Als eine der letzten Amtshandlungen gewährte Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten 143 Personen Begnadigungen oder Strafmilderungen. Neben seinem früheren Chefstrategen Steve Bannon waren darunter auch die Rapper Lil Wayne, der wegen illegalem Waffenbesitz einsaß, sowie dessen Musikerkollege Kodak Black. Auch der ist jetzt wieder auf freiem Fuß, allerdings wohl nicht sehr lange.

Wie das US-Promiportal "TMZ" meldet, hat die Staatsanwaltschaft in South Carolina bekannt gegeben, dass auf den 23-Jährigen noch eine Anklage wegen eines sexuellen Übergriffs offen sei, die "aggressiv" weiterverfolgt werde. Kodak Black, der gebürtig Dieuson Octave hieß, ehe er seinen Namen 2018 in Bill K. Kapri änderte, soll wegen eines Sexualverbrechens ersten Grades der Prozess gemachte werden. Das Verfahren wurde laut "TMZ" aufgrund der Corona-Pandemie allerdings unterbrochen. Ein neuer Gerichtstermin ist laut Staatsanwalt Ed Clements derzeit noch nicht geplant.

"Aggressive Strafverfolgung?"

Zuletzt saß der Musiker eine 46-monatige Haftstrafe ab, die Trump durch seine Begnadigung um die Hälfte verkürzte. Weil der US-Präsident so etwas nur auf Bundesebene entscheiden kann, hat das jedoch wohl keine Auswirkung auf den neuen, vor einem staatlichen Gericht abgehaltenen Prozess.

Kodak Black soll sich nach einem Konzert im Februar 2016 einer 18-jährigen Frau in einem Hotelzimmer aufgedrängt und sie vergewaltigt haben. Außerdem biss er ihr angeblich in den Hals und die rechte Brust. "TMZ" liegt die entsprechende Anklageschrift vor, heißt es weiter.

Die Seite zitiert außerdem den Anwalt des Rappers: "Aggressive Strafverfolgung? Es sind vier Jahre vergangen. Das spricht Bände. Kodak war zwei Jahre lang in Haft und auf Tour, bevor sein Bundesverfahren überhaupt begann. Ed ist ein sehr guter und erfahrener Staatsanwalt, und ich freue mich darauf, noch einmal mit ihm über diesen Fall zu sprechen. Es ist eine Weile her." Wird er verurteilt, muss Kodak Black mit bis zu 30 Jahren Haft rechnen.

Quelle: ntv.de, nan