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Er prägte Ära des New HollywoodUS-Regisseur Bogdanovich gestorben

06.01.2022, 22:03 Uhr
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Seine größten Erfolge als Regisseur feierte peter Bogdanovich Anfang der 1970er-Jahre während der Phase des New Hollywood. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Mit dem Film "Die letzte Vorstellung" holt Peter Bogdanovich 1971 zwei Oscars und schafft endgültig den Durchbruch als Regisseur. Nun ist der US-Amerikaner mit 82 Jahren gestorben. Für Schlagzeilen sorgte er nicht nur mit seinen Filmen, sondern auch mit seinem Privatleben.

Der mit dem Film "Die letzte Vorstellung" berühmt gewordene US-Regisseur Peter Bogdanovich ist tot. Der wichtige Vertreter der Ära des New Hollywood, der auch mit seinem Privatleben für Schlagzeilen sorgte, starb im Alter von 82 Jahren, wie sein Agent mitteilte. Eine Todesursache wurde nicht genannt.

Die Schauspielerin Barbra Streisand schrieb auf Twitter zu Schwarz-Weiß-Fotos von Dreharbeiten mit Bogdanovich: "Peter hat mich immer zum Lachen gebracht! Er wird die dort oben auch weiterhin zum Lachen bringen. Möge er in Frieden ruhen."

Weitere Weggefährten wie Regie-Legende Francis Ford Coppola zeigten sich erschüttert über Bogdanovichs Tod. "Er war ein wunderbarer und großartiger Künstler", erklärte Coppola. "Ich werde nie vergessen, wie ich einer Premiere von 'Die letzte Vorstellung' beigewohnt habe." Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro bezeichnete Bogdanovich auf Twitter als "lieben Freund und Meister des Kinos". Als Regisseur habe Bogdanovich "Meisterwerke" erschaffen.

Bogdanovich wurde 1939 in Kingston im US-Bundesstaat New York geboren. Er war ein einflussreicher Filmkritiker, bevor er hinter die Kamera wechselte und 1968 mit "Bewegliche Ziele" seinen ersten Spielfilm drehte. Seinen größten Erfolg hatte er 1971 mit "Die letzte Vorstellung", eine Ode an das Amerika der 50er-Jahre. Der Film wurde für acht Oscars nominiert und in zwei Kategorien ausgezeichnet. Er gilt als Hollywood-Klassiker und wurde mit dem Meisterwerk "Citizen Kane" von Orson Welles verglichen.

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Bogdanovich drehte unter anderem mit Barbra Streisand und Ryan O'Neal. (Foto: picture alliance / United Archives)

Weitere Erfolge waren die Komödie "Is' was, Doc?" mit Barbra Streisand und "Paper Moon" mit Ryan O'Neal. Im Laufe seiner Karriere drehte Bogdanovich aber auch einige Flops wie "Daisy Miller".

Mit seinem Privatleben sorgte der Regisseur ebenfalls für Aufsehen. Er hatte eine Affäre mit der als Playboy-Model bekannt gewordenen Schauspielerin Dorothy Stratten, mit der er die Komödie "Sie haben alle gelacht" (1981) drehte und die vor dem Kinostart des Films von ihrem Ehemann ermordet wurde. Später heiratete Bogdanovich Strattens jüngere Halbschwester.

Nach einem Bankrott zog er von Los Angeles nach New York zurück und schrieb wieder Filmkritiken. Immer wieder trat er auch als Schauspieler in Filmen und Serien auf, unter anderem in der Mafia-Serie "The Sopranos".

Quelle: ntv.de, chf/AFP

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