Unterhaltung

Stinkefinger für AfD-Politiker Udo Lindenberg droht hohe Strafe

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Hamburger Ehrenbürger ist und bleibt er natürlich trotzdem: Udo Lindenberg.

(Foto: IMAGO/Future Image)

Als Udo Lindenberg in der Hamburger Bürgerschaft zum Ehrenbürger der Hansestadt gekürt wird, wettert für die AfD Alexander Wolf gegen die Auszeichnung. Lindenberg kommentiert dies wiederum auf seine Weise: mit dem Stinkefinger. Doch das könnte den Panikrocker nun teuer zu stehen kommen.

Dass Udo Lindenberg und die AfD nicht dieselbe Wellenlänge haben, kann kaum verwundern. Als dem Sänger am 7. September in der Hamburger Bürgerschaft die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde, prallte die gegenseitige Abneigung jedoch direkt aufeinander.

So führte der Abgeordnete Alexander Wolf für die AfD aus, weshalb seine Partei - im Gegensatz zu allen anderen im Stadtparlament - Lindenberg die Eignung zum Ehrenbürger abspricht. Unter anderem warf der Politiker dem Sänger vor, das starke AfD-Ergebnis bei der jüngsten Landtagswahl in Thüringen kritisiert zu haben. Dies zeige, dass Lindenberg "Schwierigkeiten hat, demokratische Wahlergebnisse zu akzeptieren".

Kein "Uns Udo"?

Doch damit nicht genug. Wolf unterstellte dem Panikrocker auch "eine Einstellung und eine Sprache, die, so meine ich jedenfalls, eines Ehrenbürgers unwürdig ist". Schließlich bemühte der AfD-Abgeordnete auch noch einen Vergleich mit der kurz zuvor verstorbenen Hamburger Fußball-Ikone Uwe Seeler. "Verglichen mit 'Uns Uwe', fürchte ich, wird Udo Lindenberg nicht 'Uns Udo' werden", wetterte er während der Zeremonie zu Ehren Lindenbergs.

Der Musiker, der selbst in der Bürgerschaft anwesend war, ließ sich von diesen Worten prompt provozieren und reagierte auf seine Weise darauf. Mit der rechten Hand simulierte er Drehbewegungen, um an der linken Hand den Stinkefinger auszufahren.

Für die AfD war dies offenbar Anlass genug, den Eklat weiter zu eskalieren. So machte bereits kurz darauf die Meldung die Runde, die Partei erwäge nun eine Anzeige gegen Lindenberg.

Wolf stellte Strafanzeige

Mittlerweile ist klar: Die Staatsanwaltschaft ermittelt tatsächlich wegen Beleidigung und Beleidigung politischer Personen gegen den Sänger. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hatte Wolf noch am Tag des Stinkefingers-Vorfalls Strafanzeige gegen den 76-Jährigen gestellt. Die Ermittlungen habe die für den Staatsschutz und alle Fälle, die Politiker beträfen, zuständige Stelle beim Landeskriminalamt übernommen.

Wie die "Bild"-Zeitung weiter erfahren haben will, werde tatsächlich von einer öffentlichen Beleidigung des AfD-Politikers durch Lindenberg ausgegangen. Sollte es zur Anklage kommen, drohten dem Sänger bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe. Anzunehmen sei, dass es bei einer Geldstrafe bliebe. Die könne jedoch saftig ausfallen. Als Promi und mit seinem mutmaßlich hohen Einkommen müsse Lindenberg im Falle einer Verurteilung wohl mindestens 20.000 Euro berappen, so die Vermutung.

Quelle: ntv.de, vpr

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