Abspacken in WackenÜber den Metal-Fans lacht (noch) die Sonne

Alle Jahre wieder: In Schleswig-Holstein fällt der Startschuss zum legendären Wacken Open Air - und Zehntausende Metal-Fans sind mit dabei. Neben Bands wie Judas Priest und Def Leppard erwartet sie zunächst auch viel Sonnenschein. Doch zum Wochenende hin könnte sich das ändern.
Mit erwarteten 85.000 Metalfans und vielen Interpreten der musikalisch härteren Gangart beginnt im schleswig-holsteinischen Wacken das weltbekannte Heavy-Metal-Festival. Den inoffiziellen Startschuss gibt am Mittwochmittag die Wackener Feuerwehrkapelle auf einer der etwas kleineren Bühnen. Am Nachmittag folgt dann mit dem Öffnen des Infields, wie der Bereich vor den beiden großen Bühnen genannt wird, der offizielle Startschuss für das 35. Wacken Open Air (W:O:A).
Zu den Bands und Künstlern, die in diesem Jahr auf dem bis Samstag dauernden Festival auftreten, zählen neben Def Leppard und Judas Priest auch Powerwolf, Hämatom, In Flames und Saxon oder aber Heavysaurus, Uli Jon Roth, Arch Enemy, Yngwie Malmsteen und Rose Tattoo.
Die Anreise zum W:O:A hat bereits vor Tagen begonnen. So machten sich schon am Sonntag und Montag Tausende Fans auf den Weg zum Festivalareal. Am Dienstag hieß es seitens der Veranstalter: "Die Hälfte aller erwarteten Gäste ist inzwischen auf dem Gelände." Natürlich ist das Wacken Open Air auch in diesem Jahr wieder restlos ausverkauft.
Ab Donnerstag drohen Gewitter
Die Wetteraussichten für die Metalheads, wie sich die Fans selbst nennen, sind dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zum Start erst einmal gut. Am Mittwoch wurden bei sonnigem Wetter Höchstwerte von 29 bis 30 Grad erwartet, zum Donnerstag hin sollte es noch etwas heißer werden mit 30 bis 31 Grad.
Allerdings warnte DWD-Meteorologe Patrick Suter auch: "Ab Donnerstagnachmittag wird das Potenzial für Gewitter zunehmen." Schauer und Gewitter könnten sich auch am Freitag sowie in der Nacht zum Samstag fortsetzen. Es soll dann mit 22 bis 23 Grad wieder angenehm warm sein. Für den Samstag erwartet der DWD ruhigeres Wetter: "Mit ein bisschen Glück bleibt es trocken."
Die Veranstalter haben unterdessen Konsequenzen aus den Wetterkapriolen des vergangenen Jahres gezogen. Sie haben viele Wege befestigt, unter anderem einen 850 Meter langen Schotterweg, vor allem für Rettungskräfte. Auch mehr Schutzmöglichkeiten vor Sonne und Regen und mehr Sitzgelegenheiten soll es geben. Die Ausgaben bezifferten die Veranstalter im Vorfeld auf deutlich mehr als 500.000 Euro. 2025 hatten tagelange Regenfälle Teile des Geländes unter Wasser gesetzt.
Bierpreis gesenkt
Das 1990 gegründete Festival ist bislang nur zweimal ausgefallen - 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie. Den Bierpreis haben die Veranstalter in diesem Jahr um 70 Cent je Liter auf 13,80 Euro gesenkt. Bei der neuen Bechergröße von 0,5 Liter sind es damit passend zum Jubiläum 35 Cent weniger. "Das soll ein Signal an unsere Fans sein, damit einer richtigen Party nichts im Wege steht", kündigte Festival-Gründer Thomas Jensen an.
Bargeld ist schon seit Jahren kein Thema mehr auf dem W:O:A. Fans zahlen digital mit einem Chip, der in ihr Festivalbändchen integriert ist. Damit das klappt, müssen sie vorher Guthaben online, mit dem Handy oder an speziellen Stationen auf dem Gelände aufladen.
Somit sollte einem gelungenen Wacken Open Air 2026 eigentlich nichts im Wege stehen. In diesem Sinne: Pommes-Gabel raus und ab in den Moshpit!