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"Klone dir Prinz Philip" Unfallteile bei Ebay angeboten

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Überreste von Prinz Philips Unfall - ein Ebay-Nutzer hat sie eingesammelt.

(Foto: REUTERS)

Der Autounfall von Prinz Philip bringt einen Ebay-Nutzer auf eine skurrile Geschäftsidee: Er bietet Teile des Unfallwagens zur Auktion an. "Vielleicht ist noch Philips DNA dran, falls Sie ihn klonen wollen", scherzt er. Nur Ebay findet das nicht so witzig.

Eigentlich war es keine allzu große Sache. Jedenfalls wurde bei dem Autounfall, in den Prinz Philip vergangenen Donnerstag verwickelt war, niemand schwerer verletzt. Trotzdem erregt der Crash auch eine Woche später noch die Gemüter. Sei es wegen der Sorge um zunächst unerkannte Folgen bei dem 97-Jährigen. Sei es, weil sich der Mann der Queen nicht für den Unfall entschuldigt hat. Oder sei es, weil er sich schon wieder hinters Steuer gesetzt hat - ohne Gurt.

Für Aufsehen sorgte in Großbritannien in den vergangenen Tagen zudem eine reichlich skurrile Aktion eines Ebay-Nutzers, der offensichtlich aus dem Unfall Kapital schlagen wollte, wenn auch nicht für sich selbst, wie er versicherte.

"Nicht gestohlen"

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Der Gemahl der Queen kam bei dem Unfall mit dem Schrecken davon.

(Foto: imago/PA Images)

So bot der Verkäufer namens "morbius777" Teile des Wagens, mit dem Prinz Philip der Unfall widerfahren war, bei dem Online-Auktionshaus zum Ersteigern an. "Diese Dinge sind nicht gestohlen, sie wurden viel zu lange einfach auf der Straße liegengelassen", rechtfertigte sich der Nutzer. "Mich verwundert, dass sie nicht noch am selben Tag eingesammelt wurden. Wie das Abstauber so machen, habe ich sie deshalb eingesackt", scherzte "morbius777" in seiner Anzeige.

Und auch sonst gab sich der Verkäufer humorig. So warb er für die zerbrochenen Glas- und Plastikteile, die zur Auktion standen, unter anderem mit den Worten: "Vielleicht ist noch Philips DNA dran, falls Sie ihn klonen wollen." Zugleich versprach "morbius777", dass er den Erlös der Versteigerung nicht behalten, sondern für die Krebsforschung spenden wolle.

Gebote bis zu 65.900 Pfund

Bei einigen Bietern schienen diese Argumente zu fruchten. Jedenfalls gab es bald schon 139 Gebote, die sich bis zu einem Höchstgebot von 65.900 Pfund (ca. 75.712 Euro) nach oben schraubten. Dann jedoch wurde die Anzeige von Ebay gelöscht. Das Angebot habe den Leitlinien der Plattform widersprochen, laut derer keine Gegenstände verkauft werden dürften, "die aus menschlichem Leid oder einer Tragödie Kapital schlagen möchten", erklärte ein Sprecher des Online-Auktionshauses.

Tja, "morbius777" bleibt damit wohl auf seinem Schrott sitzen. Aber viel wichtiger ist am Ende doch, dass Prinz Philip wieder fahren kann - wenn er sich anschnallt.

Quelle: n-tv.de, vpr

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