Unterhaltung
Nathalie Volk (L.) und ihre Mutter verlassen im März 2017 das Amtsgericht Soltau.
Nathalie Volk (L.) und ihre Mutter verlassen im März 2017 das Amtsgericht Soltau.(Foto: picture alliance / Philipp Schul)
Freitag, 09. Februar 2018

Krank zum Dschungelcamp gereist: Volk-Mutter droht Beamtenstatus zu verlieren

Die Mutter von Dschungelcamp-Kandidatin Nathalie Volk reist 2016 trotz Krankschreibung nach Australien. Die Landesschulbehörde suspendiert die Studienrätin deswegen. Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht stimmt der Entscheidung zu.

Die Mutter von RTL-Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk ist zu Recht vorläufig vom Dienst suspendiert worden. Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht entschieden. Damit darf die Studienrätin bis zum Abschluss des Disziplinarverfahrens gegen sie nicht mehr als Lehrerin arbeiten und bekommt nur noch einen Teil ihrer Bezüge, wie eine Sprecherin mitteilte. "Seit der fünften Stunde des heutigen Tages unterrichtet sie nicht mehr", sagte ein Sprecher der Landesschulbehörde nach dem Urteil.

Die Pädagogin war trotz Krankschreibung Anfang 2016 zu den Dschungelcamp-Dreharbeiten nach Australien gereist. Der 3. Senat wies Eilanträge der Lehrerin zurück. Anders als zuvor das Verwaltungsgericht in Lüneburg hielt der Senat eine Entfernung aus dem Beamtenverhältnis für wahrscheinlich. Das Vertrauen in Zuverlässigkeit und Integrität der Frau sei erschüttert.

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg wirft der Lehrerin den Gebrauch eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses vor. Vor der Krankschreibung hatte sie vergeblich einen Urlaubsantrag eingereicht. Das Land will die Lehrerin komplett aus dem Beamtenverhältnis entfernen. Nachdem das Amtsgericht Soltau die Frau im vergangenen März zu einer Geldstrafe verurteilt hatte, legte die Verteidigung Berufung ein. Seine Mandantin sei tatsächlich krank gewesen, betonte der Anwalt.

Die mündliche Verhandlung hat das Verwaltungsgericht Lüneburg für den 28. Juni angesetzt. Zuvor wird sich vom 22. Februar an das Landgericht Lüneburg mit dem Fall beschäftigen.

Quelle: n-tv.de