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Vip, Vip, Hurra! Von Prinzen, Politikern und Titanen

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Thomas Gottschalk: Der Show-Titan ersetzt den Pop-Titan in den "DSDS"-Live-Shows

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Welfenprinz empört sich, Nena dankt Kassel und Merkel entschuldigt sich. Diese Woche war viel los in unserer Republik. Wer denkt, dass das schon alles war, hat die Rechnung ohne "The Hoff" gemacht. Willkommen zu "Vip, Vip, Hurra!", dem Promi-Rückblick.

"Finger weg von mir!", sagt Prinz Ernst August von Hannover, der sich in dieser Woche vor Gericht verantworten musste. Egal, wo man hinschaut, da ist dieses subjektive Gefühl, dass der Adel mit all seinen Prinzen und Prinzessinnen auch nicht weniger Probleme als die bürgerliche Anne-Kathrin hat. Fast scheint es, reich und berühmt zu sein, mache alles nur noch viel schlimmer. Der Welfenprinz, der mehr Schlagzeilen ob seiner Wutausbrüche und Eskapaden hatte als schillernde, soll auf seinem Wohnsitz, einem Jagdschloss, randaliert haben.

Dessen nicht genug hatte er schließlich auch noch die herbeigerufene Polizei mit einem Baseballschläger bedroht. Das Gerichtsurteil: zehn Monate Haft auf Bewährung für den Urenkel des letzten deutschen Kaisers. Von nun an dürfe er sich außerdem nicht mehr auf dem Anwesen aufhalten. Zu viel für den an Krebs erkrankten 67-Jährigen, der verteidigend erklärte, im oberösterreichischen Almtal seit mehr als fünfzig Jahren zu wohnen. Man wünscht dem Gatten von Prinzessin Caroline von Hannover künftig weniger cholerische Anfälle.

"Freiheit, Menschlichkeit und Liebe"

Auch sonst war diese Woche, man kann es nicht anders sagen, eine denkwürdige. Vor allem aber auch ihretwegen: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Man kann von der ersten Frau im Amt halten, was man will. Sich beim Volk so aufrichtig zu entschuldigen, dazu gehört Größe. Selten hat man Merkel so angeschlagen und müde gesehen. Diese Pandemie ist, das wissen wir, kräftezehrend. Und natürlich sind alle Lockdown-müde. Das Chaos der Bundesregierung, man kann es kritisieren. Genauso wie das Verhalten all jener, die das Virus noch immer für eine Kleinigkeit, gleich einem Schnupfen halten und damit jene verhöhnen, die daran gestorben sind oder auf den Intensivstationen um ihr Leben kämpfen.

Die Gesellschaft ist tief gespalten. Wut, Verzweiflung, all diese Gefühle haben ihre Daseinsberechtigung. Eine Demokratie muss auch die Meinungen jener aushalten können, die gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren - friedlich und ohne andere zu gefährden. Nena jedoch hat sich in dieser Woche bei den Demonstranten einer Demo in Kassel bedankt, bei er es auch zu Übergriffen auf Polizisten und Journalisten gekommen war. Dafür musste sie viel Kritik einstecken. Dabei sei Nena, wie ihr Management erklärt, gegen Hass und Gewalt und stehe für "Freiheit, Menschlichkeit und Liebe".

Wie aber soll man ihre Worte: "Danke, Kassel" deuten? Bei der Demonstration marschierten viele ohne Maske. Ernüchternd in diesem Zusammenhang sind die oft gehörten Ausreden wie: Man könne schließlich nichts dafür, wenn neben einem ein paar Menschen QAnon-Fahnen schwenken.

Hofer und Shatner noch lange kein altes Eisen

Zurück zu den positiven News: Jan Hofer, aktuell herzerwärmender Tanzbär bei "Let's Dance", gehört noch lange nicht zum alten Eisen und hat schon wieder ein neues Projekt. Hofer wird Anchorman in einer Nachrichtensendung bei RTL. Der eine arbeitet noch mit 69, der andere sieht fast zwanzig Jahre jünger aus. Der kanadische Schauspieler und Science-Fiction-Veteran William Shatner - für "Star Trek"-Fans nur "Captain James T. Kirk" - feiert seinen 90. Geburtstag. Während es um viele seiner Weggefährten längst ruhig geworden ist, steht Shatner nach wie vor vor der Kamera. Und: Wussten Sie, dass der Umtriebige im vergangenen Jahr sogar ein Blues-Album als Musiker veröffentlichte?

Umtriebigkeit hat nichts mit dem Alter zu tun. Wichtig ist, auch wenn man den Stress als positiv empfindet, sich Auszeiten zu gönnen. Denn wie gefährlich das Leben auf der Überholspur ist, berichtete in dieser Woche Schlagersängerin Michelle. Die 49-Jährige hatte bereits mit 31 Jahren einen Schlaganfall. Er sollte ein Warnschuss sein, den Stresspegel und die vielen, vielen Auftritte etwas herunterzufahren.

Doch die quirlige Frau mit der eingängigen Stimme hatte auch danach die Signale ihres Körpers ignoriert. Es folgten Schwächeanfälle und emotionale Achterbahnfahrten. 2017 saß sie übrigens neben Dieter Bohlen in der Jury von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS). Somit könnte sie Neu-Juror Thomas Gottschalk sicher ein paar wertvolle Tipps geben. Der ersetzt den Poptitan nämlich in den anstehenden Live-Shows. Bohlen musste seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Und was war sonst so los die Woche?

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Barbara Becker gibt offen zu, unter dem Empty-Nest-Syndrom zu leiden und sich seit dem Auszug ihrer Kinder oft allein im großen Haus zu fühlen. Sie müsse lernen, die Dinge für sich selbst schön zu machen und auch Mahlzeiten für eine Person zu zelebrieren. Ob Peter Doherty weiß, wie das geht? Der Musiker ist auf neuesten Fotos kaum wiederzuerkennen. Die "Bild"-Zeitung spottet: "Früher Koks, jetzt Kekse". Der 42-Jährige spazierte mit kugelrundem Bauch durchs französische Étretat, scheint aber ausgeglichener und zufriedener als je zuvor.

Zufrieden kann auch der Streaming-Dienst TVNOW sein. "The Hoff" und der Schauspieler Henry Hübchen spielen nämlich gemeinsam in einem neuen TV-Projekt. In der RTL-Serie "Ze Network" soll der einstige "Baywatch"-Rettungsschwimmer einen Agenten mimen. RTL verspricht: "eine Geschichte mit Wahnsinnstempo, fantastischen Darstellern, waghalsigen Wendungen und so viel schwarzem Humor, dass einem fast schwindelig werden kann."

Quelle: ntv.de

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