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Bei den Royals geht die Angst um Was können Harrys Memoiren anrichten?

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Was führt er im Schilde? Prinz Harry.

(Foto: picture alliance/dpa/Apple TV+)

Prinz Harry und Herzogin Meghan sind weiter mitteilungsbedürftig. So kündigt der 36-Jährige nun an, schon bald weitere Details aus dem Innenleben des britischen Königshauses preiszugeben. Harrys Pläne, seine Memoiren zu schreiben, sollen die Royals mit Argusaugen verfolgen.

Prinz Harry hat ein Buch angekündigt. Aber nicht irgendein Buch, sondern seine Memoiren. In ihnen will er über sein Leben in der Öffentlichkeit berichten - von seiner Kindheit, über seinen Militärdienst bis hin zu seiner Rolle als Vater und Ehemann. Und womöglich auch über das Leben als Teil der Königsfamilie?

"Ich schreibe dies nicht als Prinz, der ich geboren wurde, sondern als der Mann, der ich geworden bin", kündigte er auf der Webseite "Archewell.com" an. Er sei "zutiefst dankbar für die Gelegenheit, das zu teilen, was ich im Laufe meines bisherigen Lebens gelernt habe" und freue sich, "dass die Menschen einen Bericht aus erster Hand über mein Leben lesen, der genau und absolut wahrheitsgetreu ist".

Bislang ist über das Buchprojekt bekannt, dass es Ende 2022 beim Verlag Random House in den USA und Kanada sowie dem Ableger Transworld in Großbritannien erscheinen soll. Weitere Verlagsgebiete würden zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt, heißt es weiter. Auch als Hörbuch will Prinz Harry seine Memoiren veröffentlichen, an denen er dem US-Portal "Page Six" zufolge seit rund einem Jahr arbeitet. Der erste Entwurf des Manuskripts soll laut britischer "Daily Mail" bereits im Oktober fertig sein.

Unterstützung von Ghostwriter?

Zudem soll Journalist, Pulitzer-Preis-Gewinner und Ghostwriter J. R. Moehringer dem Prinzen angeblich unter die Arme greifen. Der 56-Jährige hat bereits mit Tennis-Legende Andre Agassi an dessen Buch "Open: Das Selbstporträt" gearbeitet.

Moehringers eigene Autobiografie "The Tender Bar" (2005) wiederum soll im kommenden Jahr mit George Clooney als Regisseur und Produzent und mit Ben Affleck als Schauspieler verfilmt werden. Die Geschichte dreht sich um den Autor, der als kleiner Junge einen Ersatz für seinen Vater, einen New Yorker DJ, sucht. Dieser war verschwunden, ehe sein Sohn sein erstes Wort sprechen konnte. Clooney soll angesichts des Projekts den Autor und Prinz Harry einander vorgestellt haben.

Der Hollywood-Star gilt als enger Freund von Herzogin Meghan. Zusammen mit seiner Ehefrau, der Menschenrechtsanwältin Amal Clooney, gehörte er auch zu den Hochzeitsgästen von Harry und Meghan.

"Großer Schaden"

In einem TV-Interview mit Talklegende Oprah Winfrey hatten Harry und seine Frau der königlichen Familie im März schwere Vorwürfe gemacht. Seitdem gilt das Verhältnis als angespannt. Verwunderlich ist es daher nicht, dass laut "Daily Mail" Harrys Familie nichts von den geplanten Memoiren gewusst haben soll, allen voran Vater Prinz Charles und Bruder Prinz William. Informanten aus ihrem näheren Umfeld zufolge sollen beide von Harrys Buchverkündung "überrascht" gewesen sein.

Im Interview mit "Daily Mail Femail" erklärt der Royal-Experte Robert Jobson, dass das Buch nur "zu Konflikten führen" und "dem Haus Windsor und der Monarchie als Institution großen Schaden zufügen" werde. Harry sei bereits "reich und berühmt", das Buch diene lediglich dem Zweck, "Schaden anzurichten", so Jobson weiter. "Wie können Brücken gebaut werden, wenn er so etwas tut?" Experte Richard Fitzwilliams fügt an, es sei wichtig, dass zwischen der königlichen Familie und den Sussexes bis zur Veröffentlichung "eine Einigung erzielt wird".

"Auf unterschiedlichen Pfaden"

Welche genauen Inhalte könnten zu einem noch tieferen Riss in der Königsfamilie führen? Im Winfrey-Interview vom 7. März hatte Herzogin Meghan erklärt, im Kreise der Royal Family seien vor der Geburt ihres Sohnes Archie Bedenken zu dessen Hautfarbe geäußert worden: "Es gab Gerede, wie dunkel die Haut unseres Babys sein würde." Wer die entsprechenden Aussagen gemacht haben soll, wollte die Ehefrau von Prinz Harry jedoch nicht verraten, das wäre "zu schädlich" für die betreffende Person. Ob Prinz Harry in seinem Buch darauf eingehen wird, ist bisher nicht bekannt.

Auch könnte der Royal die Gründe für das zerrüttete Verhältnis zu Bruder William thematisieren. "Ich liebe William sehr. Er ist mein Bruder. Wir sind zusammen durch die Hölle gegangen. Aber weißt du, wir sind auf unterschiedlichen Pfaden", führte Harry gegenüber Winfrey aus. Auch sein schlechtes Verhältnis zu seinem Vater ließ er anklingen, der sogar aufgehört habe, seine Anrufe entgegenzunehmen.

Weitere Inhalte des Interviews, die Harry ausführlicher schildern könnte, sind die psychischen Probleme seiner Frau während ihrer Zeit in London, Meghans Parallelen zu seiner Mutter, Prinzessin Diana (1961-1997), und ein angeblicher Streit zwischen Meghan und Herzogin Kate. Auch seine Rückkehr nach England für die Beerdigung seines Großvaters Prinz Philip (1921-2021) und die Enthüllung einer Statue zu Ehren seiner verstorbenen Mutter bieten Stoff.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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