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Schlagerstar tobt auf Telegram Wendler vergleicht Corona-Regeln mit KZ

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KZ steht im Wendler-Kosmos für "Krisen Zentrum".

(Foto: imago images/Revierfoto)

Mit wilden Verschwörungstheorien sorgt Michael Wendler seit Wochen für Aufsehen. In seiner jüngsten Entgleisung vergleicht er die neuen Corona-Maßnahmen mit Zuständen in einem Konzentrationslager. Der Schlagerbarde rudert schnell zurück - alles sei nur ein großes Missverständnis.

Schlagersänger Michael Wendler sorgt mit einem kruden Vergleich auf Telegram für Empörung. Die neuen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verglich er mit den Zuständen in einem Konzentrationslager. Auf Telegram veröffentlichte Wendler einen Artikel der "Bild"-Zeitung, der die Einschränkung des Bewegungsradius für Risikogebiete thematisiert. Darunter kommentierte er: "KZ Deutschland??? Es ist einfach nur noch dreist, was sich diese Regierung erlaubt! Das Einsperren von freien und unschuldigen Menschen ist gegen jegliche Menschenwürde!!!"

Auf Instagram erklärte er dazu: "Ich möchte hiermit klarstellen, dass ich niemals die menschenverachtende neue Corona-Regelung der Sektorengrenzenplanung mit Konzentrationslagern beschrieben habe." KZ sei eine Abkürzung für "Krisen Zentrum". Den Eintrag auf Telegram hatte Wendler entsprechend abgeändert.

Kritik kam umgehend von Intimfeind und Comedian Oliver Pocher. Er bezeichnete Wendlers Vergleich als "dreist, widerlich und asozial". "Dieser Vergleich hinkt auf ALLEN Ebenen", schrieb Pocher auf Twitter. "Wenn es noch sowas wie letzte "Sympathien" gab, verspielst Du sie hiermit komplett!"

Wendler wird keine Rolle mehr spielen - "weder bei DSDS noch bei RTL"

Wendler hatte im Oktober seinen Rückzug aus der Jury der Erfolgssendung "Deutschland sucht den Superstar" erklärt, nachdem erste Folgen bereits abgedreht waren. Der Skandal war seine Begründung. Er warf der Bundesregierung "grobe und schwere Verstöße gegen die Verfassung" in der Corona-Krise vor. Zudem beschuldigte er Fernsehsender - darunter RTL - "gleichgeschaltet" zu sein. Der Sender distanzierte sich sofort und nannte Wendler einen Verschwörungstheoretiker. Auf Wendlers Instagram-Kanal sind immer noch Begriffe wie "Fake Pandemie" und "Medienzensur" zu lesen.

Aus DSDS komplett rausgeschnitten wird Wendler allerdings nicht. Es gehe dabei auch um die Fairness den Sängern gegenüber, die wegen seines Urteils weiterkamen oder nicht, erklärte RTL. Auch die neueste Entgleisung des Ex-Jurors wird nichts an der Ausstrahlung ändern. "Wir lassen uns eine erfolgreiche Show nicht von einem Verschwörungstheoretiker zerstören. Die 13 Castingfolgen waren abgedreht, bevor Michael Wendler seine befremdlichen Aussagen tätigte", schrieb der Sender auf Twitter. Nach den Castingepisoden spiele Wendler keine Rolle mehr - "weder bei DSDS noch bei RTL".

Quelle: ntv.de, mba/dpa