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Lockvogel für Warlord Wie Angelina Jolie fast Agentin wurde

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In ihrem Kampf für Menschenrechte scheint Angelina Jolie bereit, große Risiken einzugehen.

(Foto: AP)

Viele Stars widmen sich wohltätigen Zwecken, doch die meisten belassen es bei einer Spende oder ein paar medienwirksamen Auftritten. Angelina Jolie geht weiter. Aus geleakten Dokumenten soll hervorgehen, dass sie sogar ihr Leben aufs Spiel setzen würde.

Schon seit mehr als 15 Jahren setzt sich Angelina Jolie als prominentes Gesicht für die Flüchtlingshilfe ein. Wie viel Mut die Star-Schauspielerin im Dienste ihrer humanitären Überzeugungen vor ein paar Jahren bewiesen hatte, ist dann aber doch eine Überraschung - zumindest, falls ein aktueller Bericht der "Sunday Times" der Wahrheit entspricht.

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Angelina Jolie wollte angeblich helfen, Joseph Kony festzunehmen.

(Foto: AP)

Jolie habe vor einigen Jahren dem damaligen Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Luis Moreno Ocampo, angeboten, als Lockvogel für einen gefährlichen afrikanischen Warlord zu agieren, berichtet das Blatt.

Aus geleakten Dokumenten soll folgende Erklärung Ocampos hervorgehen: Jolie sei mit der Idee auf ihn zugekommen, den gesuchten ugandischen Guerilla-Chef Joseph Kony "zum Abendessen einzuladen und ihn festzunehmen". Demnach waren die Planungen schon recht weit vorangeschritten.

"Brad unterstützt mich"

"Offenbar können Sie in die Spezialkräfte eingebunden werden, die Kony verfolgen. Kann Brad Sie begleiten?", zitiert "Sunday Times" aus einer Mail Ocampo Morenos an Jolie. Die Antwort des Stars: "Brad unterstützt mich. Lassen Sie uns die logistischen Fragen diskutieren, alles Liebe, Xxx."

Schlussendlich kam es aber nicht so weit. Moreno Ocampo beendete seine Amtszeit 2012, der christliche Fundamentalist und mutmaßliche Kriegsverbrecher Kony ist bis heute auf freiem Fuß. Mittlerweile wurde die Suche nach ihm eingestellt. Seine "Widerstandsarmee des Herrn" spielt kaum noch eine Rolle. Nichtsdestotrotz: Sollte der Bericht wahr sein, dürfte das Ansehen der 42-jährigen Jolie als mutige Menschenrechtsaktivistin weiter steigen.

Quelle: ntv.de, ame/spot