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"The Shallows" ist zum Anbeißen Blake Lively und der weiße Hai

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Es geht um Leben und Tod: Blake Lively als Nancy Adams in "The Shallows".

(Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Haie haben es auch nicht leicht: Von "Supershark" bis "Sharknado" - in Filmen taugen sie zumeist nur noch als Witzfiguren. Bis jetzt. Mit "The Shallows" kehrt der wahre Hai-Horror auf die Leinwand zurück. Echt jetzt.

Als "Der weiße Hai" 1975 in die Kinos kam, mauserte er sich nicht nur ratzfatz zum Blockbuster. Er legte auch den Grundstein für Steven Spielbergs Glanzkarriere als Regisseur. Und obendrein begründete er mal eben ein ganzes Genre, das sich unter dem Etikett "Hai-Horror" subsumieren lässt.

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Doch obwohl "Der weiße Hai" nun schon mehr als 40 Jahre auf seinem Buckel mit Rückenflosse hat, konnte ihm bis dato kein artverwandter Film so wirklich das Wasser reichen. Das gilt für die drei Fortsetzungen des Originals ebenso wie für Streifen à la "Supershark", "Snow Sharks" oder "Bait - Haie im Supermarkt", in denen der Horror zum puren Trash der Marke "Schlechteste Filme aller Zeiten" verkommt. Doch immerhin: Die "Sharknado"-Reihe brachte es damit sogar zu Kultstatus.

Realistisch? Nö!

Zu den wenigstens noch einigermaßen gelungenen Schockern mit Haien in einer Hauptrolle zählen indes "Open Water" oder "The Reef". Zu ihnen gesellt sich nun "The Shallows" vom Spanier Jaume Collet-Serra, auch wenn dessen Regiedebüt in Form des Horrorfilms "House of Wax" (mit Paris Hilton!) 2005 noch ordentlich in die Hose gegangen war. Ja, man könnte sogar sagen, dass "The Shallows" vielleicht sogar der beste Hai-Angriff auf das Nervenkostüm der Zuschauer seit der seligen Spielberg-Zeit ist.

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Der Eindruck täuscht - sie ist nicht allein im Wasser.

(Foto: Sony Pictures Releasing GmbH)

Und das natürlich nicht, weil der Film auch nur irgendwie realistisch wäre. Um zu wissen, dass ein Hai sich niemals so verhalten würde, wie in dem Streifen dargestellt, muss man kein studierter Zoologe, Biologe oder Meereskundler sein. Doch nur indem dem Hai eine schier unermessliche Besessenheit, Boshaftigkeit und Beharrlichkeit angedichtet wird, wird halt auch ein knapp eineinhalbstündiger Film daraus. Das war auch schon bei Spielberg so. Bevor Haischützer also nun in Schnappatmung geraten: Ja, ist klar, es ist nur Fiktion.

Aber eine, die schön anzuschauen ist. Und das zunächst mal im wirklich wörtlichen Sinn. Die Bilder, die Collet-Serra beim Dreh in Australien eingefangen hat, verbreiten ein wahrlich paradiesisches Flair. Und man würde lügen, würde man nicht auch Hauptdarstellerin Blake Lively Augenschmaus-Qualitäten attestieren. Das muss man gar nicht nur plump auf das Aussehen der 28-Jährigen beziehen. Vielmehr mimt die Schauspielerin, die dereinst durch ihre Rolle in der Serie "Gossip Girl" zum Teenie-Schwarm avancierte, die um ihr Leben kämpfende Surferin Nancy Adams ausgesprochen intensiv und überzeugend.

Der Plot? Simpel!

Womit wir auch schon beim Plot wären. Der ist selbstredend - hey, es ist und bleibt ein Hai-Film! - reichlich simpel: US-Studentin Adams lässt sich in Mexiko von einem Einheimischen namens Carlos (Óscar Jaenada) zu einem einsamen Strand kutschieren, von dem ihr ihre wenig zuvor verstorbene Mutter schon immer vorgeschwärmt hatte. Zunächst macht auf Adams alles den Eindruck, als sei es wirklich die Idylle pur. Eine Idylle, in der nur sie und zwei weitere Surfer (Angelo José Lozano Corzo und José Manuel Trujillo Salas) den Ritt auf den Wellen genießen. Doch der Eindruck trügt. Auch ein großer weißer Hai hat sich in die abgelegene Bucht verirrt …

Mehr muss man an dieser Stelle gar nicht preisgeben - was danach kommt, kann sich jeder im Grundsatz vorstellen. Und vom Rest sollte man sich überraschen lassen. In den USA kam "The Shallows" bereits im Juni 2016 in die Kinos - und spielte dort mal locker das Fünffache seiner Produktionskosten von 17 Millionen Dollar ein. Vielleicht ist es ja ganz gut, dass der Streifen hierzulande erst zum Ende der Urlaubszeit anläuft. Ja, ist klar, alles nur Fiktion - trotzdem könnte einem nach dem Film die Lust auf ein Bad im Meer vielleicht erst einmal kurzfristig vergehen.

"The Shallows" läuft ab 25. August in den deutschen Kinos.

Quelle: n-tv.de

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