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Der "Tatort" im Schnellcheck Alle lieben Lukas! Oder?

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Kriminalhauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Kriminalhauptkommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) ermitteln.

(Foto: BR/Hager Moss Film GmbH/Hagen Keller)

Ein junger IT-Spezialist wird ermordet aufgefunden, für die Eltern und seine Freundin bricht eine Welt zusammen. Die Tat, ein einziges Rätsel: Lukas Keller war allseits beliebt. "Warum", so lautet der Titel des Franken-"Tatorts". Eine Frage, die sich möglicherweise auch die Zuschauer stellen.

Was passiert?

Seine Mutter hat das gemeinsame Essen vorbereitet, ein gutes Glas Wein dazu, die Freude auf das Wiedersehen mit dem geliebten Sohn ist wie immer riesig. Doch der Braten verschmort, es wird später Abend und Lukas ist einfach nicht erschienen. Kein Anruf, keine Erklärung, völlig untypisch für den sonst so zuverlässigen jungen Mann. Der Grund ist überaus tragisch: Lukas Keller (Caspar Schuchman) ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. In der Nähe des Sportvereins hat man seine Leiche gefunden, mit durchgeschnittener Kehle und übelst zugerichtet. So tragisch der Mord für die Eltern, Marie (Valentina Sauca) und Fritz Keller (Karl Markovics), und Lukas' Freundin Mia (Julia Engelbrecht) ist, so rätselhaft ist er für das Team um Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel). Wer könnte etwas gegen Lukas gehabt haben, einen überall beliebten jungen Mann, ohne Feinde oder Leichen im Keller? "Tatort"-Fans ahnen es natürlich: Irgendwo lauert auch auf den tollsten Typen das Böse - und das oftmals in nächster Nähe.

Worum geht es wirklich?

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Das Ex-Paar kommt sich wieder näher: Fritz Keller (Karl Markovics) und Marie Keller (Valentina Sauca).

(Foto: BR/Hager Moss Film GmbH/Hagen Keller)

Der Titel deutet es mehr als nur an: Vieles in diesem sogenannten Franken-"Tatort", dem achten seit dem Start vor fast genau sieben Jahren, dreht sich um die Frage nach dem Motiv. Wer, warum, wieso hat den Eltern, der Freundin, den Kollegen den geliebten Sohn, Lebenspartner, Kumpel genommen. Wie schon beim Auftakt vor ziemlich genau sieben Jahren - und bei zwei weiteren Fällen - hat Max Färberböck ("Aimée und Jaguar") Regie geführt, ihm zur Seite stand das "Gründungsteam" mit Catharina Schuchmann und Stephanie Heckner. "Der 'Tatort: Warum' erzählt, wie ein Leben von einer Sekunde zur anderen den Boden verliert und wir feststellen müssen, dass nichts, aber auch gar nichts sicher ist", so Heckner. "Er erzählt auch, dass Menschen selbst in der Bodenlosigkeit einer solchen Situation einander noch Halt geben können. Darin liegt die Menschlichkeit dieser Geschichte."

Wegzapp-Moment?

Der Volume-Schalter hat hier zwei Einstellungen: laut und leise. Dazwischen geht diesmal wenig. Besonders die leisen Szenen fordern Geduld ein, stehen sie doch für einen "Tatort", der mehr am seelischen Zustand seiner Figuren als am kurzweiligen Entertainment seiner Zuschauer interessiert ist.

Wow-Faktor?

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Überschaubar. Kein "Tatort" fürs große "Wow" oder den Kantinentalk am Tag danach, vielmehr ein ruhiges, trauervolles Dahingleiten mit einem Showdown, der … nun ja … am besten selbst anschauen.

Wie war's?

5 von 10 Punkten - zähe Trauerarbeit, subtile Bedrohung, das alles stimmungsvoll, aber nur mäßig spannend

Quelle: ntv.de

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