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"Der böse König" Die legendärsten "Tatort"-Killer

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Einer der verrücktesten "Tartort"-Killer aller Zeiten: Christopher Schärf als Anton/Antoine Maler in "Der böse König"

(Foto: SWR/Benoit Linder)

Mit dem Titelhelden des Ludwigshafener "Tatort" hat sich ein besonders perfider Psychopath in die Historie des ARD-Krimiklassikers eingetragen. Allein ist er da nicht, es gab bereits so einiges an schaurigen Schurken - hier sind sind sieben der verrücktesten "Tatort"-Mörder.

1. Christopher Schärf als Anton/Antoine Maler, "Der böse König" (2021)

Wie hat Ihnen der Ludwigshafener "Tatort" am Sonntagabend gefallen? Drei Punkte, mehr war im n-tv.de-Schnellcheck nicht drin, zu zäh, zu plakativ und aus Kommissarinnen-Sicht auch ein wenig zu verschlafen ging man hier zu Werke. Aber er war ein, nun ja, Lichtblick: Der Österreicher Christopher Schärf als verstörender Killer, der mal im Affekt den Baseballschläger zückt, dann wieder auf Langzeitwirkung setzt und seine Ex nach und nach mit regelmäßig verabreichten Prisen Pestizid um die Ecke bringen will. Das hatte schauspielerische Klasse, war von finsterem Format - schick wie Johnny Depp, böse wie Bardem in "No Country For Old Men".

2. Dominic Raacke als Benjamin Broder, "Der schwarze Engel" (1994)

Anton Maler ist nicht der erste Irre, mit dem sich Lena Odenthal, im aktuellen Fall mehr noch die Kollegin Stern, messen musste. Mitte der 90er, die Ludwigshafener Kommissarin war gerade zum sechsten Mal im Einsatz, musste sie sich mit Benjamin Broder auseinandersetzen. Der mutierte vom Kollegen über den Charmeur zum eiskalten Killer - den Odenthal am Ende höchstpersönlich unschädlich machte.

3. Jorma Tommila als Kalevi Pohjanmies, "Tango für Borowski" (2010)

Dass Kommissar Borowski (Axel Milberg) - und damit auch das Publikum - in diesem Fall kaum etwas von Kiel zu sehen bekam, war schade. Aber der finnische Meuchelmörder, den er hier auftat, entschädigte für so einiges. Allein sein Berufsbild ließ im Krimi-Kontext schon erschaudern: Der Mann war der Chef eines Sägewerks.

4. Kai Wiesinger als Peter Lausch, "Der Herr des Waldes" (2021)

Zugegeben, Kai Wiesinger hat einen leichten Vorteil, weil der Fall noch so frisch ist. Aber das muss man ihm lassen: Den Pfeil- und Bogenmörder, im wahren Leben als Lehrer Lausch im Einsatz für die Bildung, spielte Wiesinger im zweiten Fall des neuen Teams aus Saarbrücken, insbesondere gen Showdown, mit prächtigem Kolorit und unübersehbarem Spaß am Wahnsinn.

5. Curd Jürgens als Konrad Pfandler, "Rot-rot-tot" (1978)

Hauptkommissar Eugen Lutz (Werner Schumacher) und sein Assistent Richard Wagner (Frank Strecker) ermittelten dereinst in Stuttgart und bekamen es in dem distinguierten Versicherungsmathematiker Pfandler mit einem besonders perfiden Killer zu tun. Unvergessen: der große Curd Jürgens in seinem einzigen "Tatort"-Gastspiel, vier Jahre vor seinem Tod.

6. Benjamin Sadler als Christian Mertens, "Das Nest" (2019)

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Lars Eidinger (r.) als Kai Korthals schlug brutal und unversöhnlich zu.

(Foto: NDR/ARD Degeto/Thorsten Jander)

Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt - und ein total zerschossener Psychopath: Dr. Mertens gab den Familienvater und kompetenten Mediziner, tatsächlich aber war der blutrünstige Gesell vor allem ein Bruder im Geiste von Hannibal Lecter, Ed Gein und Dr. Frankenstein.

7. Lars Eidinger als Kai Korthals, "Borowski und der stille Gast" (2012)

Im normalen Leben ist er Kurierfahrer, nachts aber dringt er heimlich in die Wohnungen alleinstehender Frauen ein und macht es sich dort auf perfide Art bequem. Als würde er durch Wände gehen, agierte Korthals, von Lars Eidinger kongenial mit brutalem Leben erfüllt, wie ein stiller Parasit - bis er schließlich brutal und unversöhnlich zuschlug. Besonders verwirrend auch, wie leidenschaftlich er an Brezeln lutschte. Und 2015 sogar noch einmal zurückkehrte.

Quelle: ntv.de

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