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"Dschungelcamp" - Tag 10 Evelyn und der burdeckische Bildungstag

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Evelyn will an die Börse.

(Foto: RTL)

Heimweh, Suff-Sehnsucht und Gladiatoren-Kämpfe: Tag 10 geht an die Substanz, birgt aber auch Freuden: Merken Sie sich unbedingt den 20. Januar - das Datum des burdeckischen Bildungstages! Er wird mit Sicherheit ein Feiertag!

"Ich lebe einen Traum, aber man sollte immer wissen, wo man herkommt." Das ist er, der schönste, weiseste und klügste Satz des zehnten Tages und er ist von keiner Geringeren als unserer liebsten Fachabiturientin Evelyn. 2019, erzählt sie, solle ihr Jahr werden - ein Bildungsjahr, in dem sie studieren und unheimlich viele Bücher lesen will, um dann mit all den ach so gebildeten Menschen schlaue Gespräche führen zu können - aber wollen wir das? Bitte, bitte nicht!

Doch der Reihe nach: Wir müssen jetzt erst einmal versuchen, uns in das Innenleben der Camper, die nach über einer Woche im Lager schweres Heimweh plagt, hineinzuversetzen. Ja, im Camp sind die Bedingungen extrem, aber muss es sich anfühlen wie zehn Jahre im Gulag?

Menschenunwürdig, wenn Kinder 14 Tage ins Ferienlager verreisen oder der Mann drei Wochen auf Montage ist - weit weg von zu Hause. Die Chancen, so ein Martyrium unbeschadet zu überstehen: äußerst gering. Sieht man ja an den Pfadfindern. Die sind einfach zu lange in der Natur gewesen!

Wenig Bildung ist keine Fehlbildung!

Tag 10 aber ist vor allem ein Evi-Tag, an dem der knuffigen Blitzbirne ein Lichtchen aufgeht. Im Dschungel, das sagen alle, die bei dem Format je mitgewirkt haben, habe man jede Menge Zeit zum Nachdenken. Kein Instagram-Account, kein Handy, nur man selbst und seine eigene Rübe. Und da besinnt man sich eben auch wieder darauf, was wirklich wichtig ist im Leben: Menschen, die einen lieb haben, die Familie und natürlich BILDUNG.

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Peter rät Evi zum Bücherlesen.

(Foto: RTL)

Nun ist es ja nicht so, dass das Zuckerschnütchen, wie sie es nennt, eine "Fehlbildung" hat, "so ein bisschen Bildung" hat sie ja schon. Oder wie Orloff sich gepflegt auszudrücken weiß: "Sie hat eine natürliche Intelligenz, die nicht gefüttert wurde." Bücher lesen sei wichtig, denn "Bücher machen schlau". Am besten was von "Goethe", dieser Goethe war ja, wie wir von Leila bereits wissen, nicht einfach nur ein verdammt genialer "Charakterficker" und Frauenheld, sondern auch ein sehr schlauer Mensch.

Wenn die Evi Goethe durchhat, würde sie gern "an die Börse nach New York", direkt an die "Wall Street", "aber bitte mit Helm und Kopfhörer" (gemeint: Headset). Es ist das erste Mal in der gesamten Dschungelhistorie, dass da ein Mensch ist, der uns Grund zur Hoffnung gibt. Evelyn an der Börse! Und niemand darf ihr reinreden, denn sie hat ja dann schließlich "Finance" studiert, womit sie quasi prädestiniert ist, die komplette Wall Street und die Notenbank gleich mit zu übernehmen.

Neun Sterne und eine Flasche Korn

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Gladiatoren im Kampf gegen Ameisen.

(Foto: RTL)

Tag 10 ist aber auch ein Tag, an dem das gesamte Team im Dschungel-Kolosseum zur gemeinsamen Prüfung antanzen muss, wo sie als Gladiatoren zur Belustigung von Kaiserin Sonja und Imperator Daniel gegen wilde Tiere und ihre Ängste kämpfen müssen. Köpfe stecken in Glaskästen, wo sie von angriffslustigen Ameisen gepiesackt werden, Maximus Yotta übt sich, die Gusche randvoll mit Kakerlaken, im Speerwurf und Chris friemelt ein paar Sterne von einem Seil ab, während sich 30 Schlangen um seine Knöchel schlängeln.

Mit neun Sternen werden ALLE antiken Kämpfer aus dem Kolosseum entlassen und hier sieht man eindeutig, wie weichgespült unser RTL inzwischen geworden ist. Kein Löwe, der ein bisschen mit Gisela spielt, stattdessen landet ein dressierter Adler auf ihrer dick behandschuhten Pranke und macht mit ihr - gar nichts!

Dietel ist nach den römischen Kämpfen so angefixt, dass sie sich am liebsten einen "Joint" und "Alkohol" gönnen würde, gern "eine Flasche Korn". Und so wie sie das sagt und wie ihre Augen dabei sehnsuchtsvoll blitzen, hat das etwas sehr Deprimierendes.

Wirklich schlimm wird der Tag aber erst, als es dämmert, nicht der Evi, sondern leider nur am Firmament. Unsere Camper erhalten Briefe von ihren Angehörigen und diese Briefe klingen allesamt, als habe derjenige, an den sie sich richten, gerade entweder den halben Planeten von einer Zombie-Epidemie befreit oder aber einen Impfstoff gegen akute Blödheit entwickelt. Man ist ein bisschen froh, als die ermüdende Rührseligkeit endlich vorbei ist.

Was sonst noch geschah:

Sibylle glaubt nach ihrem Auszug, im Camp "die Zuschauer enttäuscht zu haben". Mit Tränen in den Augen sagt sie: "Jemand, der da war, wo ich war, dem gibt man keine zweite Chance. Ich kann es nicht ändern, ich bin keine 30 mehr." Und dann sieht man, wer ihr Manager ist und ahnt dabei nichts Gutes.

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Schöne Heimreise nach Melmac!

(Foto: RTL)

Übrigens: Bei Yottas Morgenritual machen nur noch drei Leutchen mit, dabei ist die "energy" eigentlich relativ "high". Am burdeckischen Bildungstag, der in Deutschland, sollte es mit Evelyn so hoffnungsvoll weitergehen, bestimmt bald als Feiertag eingeführt werden könnte, erfährt sie auch, was der Name Yotta bedeutet - "die höchste Maßeinheit im metrischen System". "Wie krass ist das denn?" "Mega" ist groß, "Giga und Terrra" auch, aber Yotta ist riesig. Wenn man also sagen will, ich liebe dich sehr, könnte man genauso gut sagen: "Ich liebe dich, Yotta." Cool, da werden sich die Liebsten bestimmt krass freuen.

Zu wenig Liebe wurde indes Tätschler Piper zuteil. Er musste an Tag 10 seine Pritsche räumen. In diesem Sinne: Allen einen "Miracle Monday".

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Quelle: n-tv.de

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