"Die Verräter"Im Fokus der Genervten

Ein Loyaler fällt dem "Kartenspiel des Todes" zum Opfer. Cathy und Nina drehen langsam durch. Und Marijke und Max treffen sich nach der Verbannungszeremonie zum Duell der angekratzten Eitelkeiten.
Für die mittlerweile völlig aufgelöste Gemeinschaft entwickelt sich das anfangs noch spaßige Detektivabenteuer mehr und mehr zu einer nicht enden wollenden Geisterbahnfahrt. Alle Loyalen tappen im Dunkeln. Und die Verräter lehnen sich entspannt zurück und lachen sich ins Fäustchen. Obwohl: Ganz so entspannt geht es im Intrigantenstadl auch nicht mehr zu. Strategische Irrfahrten und wachsende Egos sorgten für ein mittelschweres Beben unter den Verrätern. Im Mittelpunkt stehen Strippenzieher Max und Schlossmutti Marijke. Spätestens nach der letzten Verbannungszeremonie stehen die beiden Kuttenkrieger auf Kriegsfuß. Am Frühstückstisch gießt Max diesbezüglich weiter Öl ins Feuer. Während Verräter-Kollege Ralph zwischen den Streitparteien pendelnd die Augenbrauen zusammenzieht, runzelt manch Loyaler die Stirn.
Spielleiterin Sonja unterbricht die wirren Gedankenfahrten mit der Info, dass drei "Kartenspiel des Todes"-Überlebende ausgelaugt und voller Hoffnung auf ihre Rettung warten. Das aufgescheuchte Team macht sich sofort auf die Suche. Inmitten der belgischen Idylle läuft das Rätselraten auf Hochtouren. Ein See, ein Boot, eine mannshohe Kiste und viele, viele Särge: Die Rettungsgemeinschaft hat beim richtigen Zusammensetzen des Puzzles viel zu tun. Dann aber liegen sich alle jubelnd in den Armen – naja, fast alle. Während Cathy, Philipp und Nina zurück zur Gruppe stoßen, muss "Kartenspiel des Todes"-Opfer Papis vorzeitig seine Koffer packen. Ein letzter Gruß in die Kamera, dann ist das Spiel für das 49-jährige Topmodel vorbei: "Mein Herz ist zerbrochen!", schluchzt Papis.
"Ich hatte einen Nervenzusammenbruch!"
Manch einer hätte statt Papis lieber einen anderen Mitstreiter verabschiedet. Im Nachgang der aufregenden Rettungsmission rückt die etwas überdreht leidende Cathy in den Fokus der Genervten. "Es war so schlimm, ich hatte einen Nervenzusammenbruch!", stottert die ehemalige Spielerfrau mit glasigem Blick. Alle Anwesenden rollen mit den Augen. Peyman reicht es irgendwann: "Das tut jetzt aber doch nichts zur Sache", raunt der gebürtige Iraner mit der Glatze. Cathy steht mittlerweile auch bei Nina und Urs auf der Liste der Verdächtigen: "Entweder ist sie eine Verräterin, oder aber eine unfassbar naive Loyale", faucht die verbliebene "Twin Sister".
Eine weitere Mission verspricht Schutz und Silber. Beim Turmbauen hauen alle voll rein. Nur die drei Rätsel-Experten Cathy, Philipp und Marijke kommen nicht in die Gänge. So gerät Philipp plötzlich wieder ins Visier der leidenden Turmbauer-Gemeinde. Drei ergatterte Schutzschilde (Philipp, Nina, Ralph) sorgen für weitere Unruhe im Lager der Loyalen. Wer geschützt ist, der kann schließlich nicht ermordet werden. Die Angst geht um. Kurz vor der mit Spannung erwarteten Verbannungszeremonie präsentiert sich Sonja als hoffnungsvolle Daumendrückerin: "Loyale, ich glaube an euch, weil ich eine unverbesserliche Optimistin bin", so die Moderatorin.
Unerträgliche Spannung am Runden Tisch
Nach dem Ende der ersten emotional aufgeheizten Auszählung steht fest: Philipp und Ann-Kathrin müssen ins Stechen. Wenige Minuten später kann Ann-Kathrin erleichtert durchatmen. Philipp hat es erwischt. Er muss das Schloss verlassen. So verabschiedet sich bereits der neunte Loyale aus dem Spiel – ein Umstand, der Nina (mal wieder) verbal aus der Haut fahren lässt. Außer ihr sind alle "doof" und was Peyman sagt ist "nur Bullshit", so die Blondine, die mit ihrer aufgebrachten Art nur allgemeines Kopfschütteln erntet.
Beim anschließenden Treffen der Verräter geht es ebenfalls hoch her. "Du bist ein Nestbeschmutzer!", keift Marijke in Richtung Max. Der schießt zurück und erinnert seine Kollegin daran, dass sie bei der vorletzten Verbannungszeremonie schließlich "angefangen" habe. Ralph steht mal wieder zwischen den Stühlen. Die Frage, wer denn in der Nacht ermordet werden soll, gerät in den Hintergrund. Zu groß scheint die Kluft zwischen Max und Marijke zu sein, die sich nur mit viel Mühe auf das Wesentliche konzentrieren können. Max macht den etwas gelasseneren Eindruck. Der Maestro der Täuschung fängt sich schnell wieder und schließt den Tag mit einer selbstbewussten Vorhersage: "Wenn am Ende die Verräter gewinnen, werde ich dabei sein", grinst Max.