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Der "Tatort" im Schnellcheck Im Wald, da sind die Killer

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Die Kommissare rätseln über den brutalen Mord an der 18-jährigen Jessi.

(Foto: SR/Manuela Meyer)

Aus einem Date im Grünen wird ein brutaler Mord, statt Amor schießt ein hinterhältiger Killer Pfeile durchs Dickicht. Im zweiten Fall der Saarbrücker Rookies treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander - und die Kommissare Schürk und Hölzer stecken mitten drin.

Was passiert?

Die 18-jährige Jessi (Caroline Pohlmann) ist bester Dinge, sie freut sich auf ein Date mit ihrem Liebsten. Doch aus dem romantischen Stelldichein im stadtnahen Wald wird nichts. Am nächsten Tag wird Jessis brutal zugerichtete Leiche gefunden, im Mund trägt sie einen Tannenzweig, wie es die Jäger abgeschossenem Wild traditionell als ewige Äsung, als letzten Bissen, in der Schnauze drapieren. Auftritt Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer), die zusammen mit ihren Kolleginnen Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) Licht ins Dunkel bringen sollen.

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Unter Jessis Bekannten finden sich so einige Verdächtige.

(Foto: SR/Manuela Meyer)

Vor allem unter Jessis Klassenkameraden bietet sich einiges an Verdachtsmomenten, seien es verschmähte Verehrer, vehemente Veganer oder verwirrte Väter. Apropos Väter: Da kommt es für Kommissar Schürk ganz dicke, denn sein verhasster alter Herr, der nach einem mysteriösen Unfall in der heimischen Garage die letzten 15 Jahre im Koma verbracht hat, erwacht plötzlich und ist flugs auf dem Weg zu gewohnter Dominanz.

Worum geht es wirklich?

Ein großer Teil dieser Antworten würde das Publikum verwirren, oder anders gesagt: Alles ist ineinander verzahnt, alle Erzählebenen haben direkte Verbindungsstücke, die aber - und deswegen bleiben wir an dieser Stelle im Nebulösen - werden erst auf der Zielgeraden vollends enthüllt.

Wegzapp-Moment?

Im klassischen Sinne zum Wegzappen ist in "Der Herr des Waldes" gar nichts, der Spannungspegel ist unglaublich hoch, selbst die stillsten Szenen sind von fiebriger Erwartung unterfüttert. Dezenter Kritikpunkt ist und bleibt jedoch das etwas hochtourige Spiel von Hölzer/Vladimir Burlakov und Schürk/Daniel Sträßer, auch beim Rest des Teams scheinen die Backenknochen unentwegt zu knirschen. Weniger wäre hier mehr, etwas mehr an Zurückgenommenheit der Story und ihren Charakteren zuträglicher.

Wow-Faktor?

Der Wald in multiplen Einstellungen, im Sonnenlicht wie im Nebel, der Killer und sein linkischer Habit (no Spoiler Alert hier), die vertrackt-verzwickte Geschichte, die völlig aus dem Nichts kommenden Brutalo-Attacken und ein klassischer Cliffhanger: Wow! Wow! Wow! Und nochmals Wow!

Wie war's?

8,5 von 10 Punkten - da und dort etwas over the Top, in Gänze aber ein wirklich schmuckes Crime-Abenteuer, mit dem sich Saarbrücken endgültig auf der "Tatort"-Landkarte zurückmeldet.

Anders als üblich wird der Saarbrücker "Tatort", "Der Herr des Waldes", erst am Ostermontag (5. April 2021) um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen sein.

Quelle: ntv.de

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