TV

"Wer wird Millionär?"Thermomix-Kripo-Beamter zockt bei Jauch

23.03.2026, 23:15 Uhr
imageVon Nina Jerzy
00:00 / 06:45
S54-E11-1
Hat keinen Thermomix: Günther Jauch. (Foto: RTL)

Tagsüber jagt Christian Evangelou Drogendealer. Abends hat er im Nebenjob Geld mit dem Thermomix verdient. KI drehte diesen Geldhahn zwar zu. "Wer wird Millionär?" schafft aber Abhilfe. Ein Lehrer fällt unterdessen brutal auf Mallorca rein und wäre gern offiziell ein Loser.

"Ich habe keinen Thermomix zu Hause. Bitte schicken Sie mir auch keinen", musste Günther Jauch klarstellen. Ausgerechnet ein Beamter vom Rauschgiftdezernat sorgte bei "Wer wird Millionär?" (WWM) am Montagabend bei RTL (auch auf RTL+ abrufbar) für ein kleines Infosegment zu dem Kult-Küchengerät. Wobei: Mit Produkten mit großer Sogwirkung kennt sich Christian Evangelou ja generell bestens aus.

Der Beamte von der Kriminalpolizei hatte sich exzellent auf die schnelle Auswahlrunde bei "Wer wird Millionär?" vorbereitet und schaffte es als Erster auf den heißen Stuhl. Es dauerte nicht lange, da kam Jauch auf den kuriosen (und genehmigten!) Nebenjob des Polizisten zu sprechen. Der Kandidat aus Solms bei Gießen hat nämlich jahrelang den Thermomix verkauft.

Jauch und der Thermomix

"Ich dachte, das machen nur Frauen", wunderte sich Jauch. Tatsächlich war Evangelou 2018 einer von nur drei Männern, als er seine erste Verkaufsveranstaltung besuchte. Nachdem er sich trotz anfänglicher Zweifel von der Verkäuferin von den Vorzügen des Geräts hatte überzeugen lassen, dachte sich der Kripo-Beamte: "Was die Frau da kann, das kann ich schon lange."

Evangelou veranstaltete Thermomix-Verkaufsabende, während der Pandemie von daheim aus. 25 Geräte habe er verkauft, schilderte der 43-Jährige bei Jauch. "Meine Damen und Herren, die letzten fünf Minuten wurden freundlich unterstützt von der Firma Vorwerk - und nächste Woche berichten wir über den Kobold", schmunzelte Jauch unter Verweis auf den Staubsauger der Marke.

Am Ende hatte Evangelou aber die Zeit gefehlt, bei den neuen KI-Funktionen auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Ein Comeback in den Nebenjob schloss er zwar nicht aus - das war aber, ehe er bei "Wer wird Millionär?" 32.000 Euro gewann. "Ihr Plan geht bislang auf", lobte Jauch.

Evangelou hatte die Sicherheitsvariante gewählt, um anschließend beherzt zocken zu können. Er bewies aber schon bei der entscheidenden 16.000-Euro-Frage Mut zum Risiko. Ohne es abzusichern, loggte der Kriminalbeamte ein, dass Jakarta und nicht Tokio (und schon gar nicht Kairo oder Buenos Aires) die bevölkerungsreichste Stadt der Welt ist.

Das richtige Bauchgefühl

"Mutig", kommentierte Jauch. Mithilfe seiner letzten beiden Joker kam Evangelou anschließend zur richtigen Antwort, dass Sonnenblumen im 16. Jahrhundert durch spanische Seefahrer nach Europa gebracht wurden. Die Sicherheitsvariante ermöglichte auch den höchsten Gewinn in dieser Ausgabe von "Wer wird Millionär?". Private-Banking-Beraterin Nicole Schlüter aus Soest holte strahlend 64.000 Euro.

Sie setzte bei der kritischen 16.000-Euro-Frage noch stärker als Evangelou auf ihr Bauchgefühl. Jauch wollte wissen, was "HYROX" ist. Die Kandidatin wusste nicht, dass es sich um einen Fitnesswettkampf handelt. Sie schloss aber die übrigen Antwortmöglichkeiten "Krypto-Tauschbörse", "Dating-App für Promis" sowie "Kochtrend unter Senioren" aus.

Rein nach dem Wortgefühl ging die Bankerin auch bei 64.000 Euro. "Die Käufer einer Matratze unterscheidet man in: DREAM-Körper, BUBU-Personen, HEIA-Typen oder RATZ-Charaktere?", wollte Jauch wissen. Schlüter hatte keine Ahnung. Aber "HEIA" erschien ihr am logischsten und sie loggte, ohne lange zu zögern, die korrekte Antwort ein, mit der verschiedene Körpertypen beschrieben werden.

Richtig Pech hatte anschließend Philipp Elsner aus Berlin. Der freiberufliche Musiklehrer war anfangs souverän durch die Runden gekommen. Bei der Frage für 32.000 Euro musste er dann seine letzten drei Joker setzen - und stürzte dennoch auf 500 Euro ab. Jauch wollte von ihm wissen, welches Land in Europa 2024 unter deutschen Auswanderern am beliebtesten war.

Auswandern: Spanien oder Schweiz?

Zur Auswahl standen am Ende noch Spanien und die Schweiz. Elsner tendierte zu dem südeuropäischen Land. Sein Zusatzjoker bestätigte die Vermutung und verwies auf die vielen Deutschen auf Mallorca. Tatsächlich zählte Spanien laut Jauch aber nur 128.000 deutsche Auswanderer, die Schweiz dagegen mehr als 320.000.

"Wahnsinn. Tja, so ist es", sagte Elsner geknickt, aber gefasst. Er nutzte sogleich die Chance, um sich für ein Comeback in Stellung zu bringen: "Es gibt ein Loser-Special?" "Vielleicht sehen wir uns nochmal wieder", machte ihm Jauch ein wenig Hoffnung.

Überhangkandidat Philip Kern aus Bühl holte zu Beginn der Ausgabe vom Montagabend 16.000 Euro. Der Vater eines drei Monate alten Sohnes hatte sich sichtlich etwas mehr versprochen. Und sein Telefonjoker hatte sogar auf die korrekte Antwort "Dandy" getippt, wenn auch nicht völlig überzeugt. Gesucht wurde der erste Anglizismus, der im ersten Duden von 1880 zu finden war.

Annabelle Robbins war zum Schluss gleich die dritte Kandidatin, die sich für drei Joker entschied. "Heute ist aber interessant", kommentierte Jauch. Die Kölnerin kam bis zur 1000-Euro-Frage. Bevor sie zurückkehrt, schiebt Jauch ein großes Oster-Special ein. RTL sendet am Ostersonntag und -montag jeweils knapp vierstündige Ausgaben von "Wer wird Millionär?".

Quelle: ntv.de

RTLWer wird MillionärGünther JauchTV