Coronavirus-Liveticker+++ 19:43 WHO kritisiert Ausfuhrbeschränkungen bei Impfstoff +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert Ausfuhrbeschränkungen für Corona-Impfstoffe. "Das ist ein Besorgnis erregender Trend", sagt Mariangela Simao, zuständig für Medikamente und Impfstoffe. "Das ist weder der öffentlichen Gesundheit noch irgendeinem Land zuträglich." Vielfach kämen Bestandteile von Impfstoffen aus mehreren Ländern. Solche Beschränkungen könnten am Ende für alle Länder Nachteile bringen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 19:27 Impfstoff von Astrazeneca in der EU zugelassen +++
Der Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca darf nun auch in der Europäischen Union genutzt werden. Die EU-Kommission erteilte eine Zulassung, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen mitteilt.
+++ 19:04 In New York dürfen Restaurants zum Valentinstag wieder öffnen +++
In den USA beschließt New York die Wiedereröffnung von Restaurants zum Valentinstag. Allerdings darf nur ein Viertel der Kapazität ausgenutzt werden, teilt Gouverneur Andrew Cuomo mit. Er rechtfertigt die Lockerung mit einer leichten Besserung der Pandemie-Lage. Der Tag der Verliebten ist traditionell einer der umsatzstärksten Tage in der amerikanischen Gastronomie.
+++ 18:48 Neue Version der Corona-Warn-App mit mehr Infos verfügbar +++
Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer neuen Version zum Herunterladen bereit. Die Anwendung enthält nun einen Info-Bereich mit den wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen in Deutschland. Den dort veröffentlichten Zahlen zufolge haben bislang knapp 230.000 Personen, die selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ihre Mitmenschen mithilfe der App vor möglichen gefährlichen Begegnungen gewarnt. Der Tageswert liegt hier bei knapp 1500. Die Nutzerinnen und Nutzer könnten in der App auch auf die aktuellen Zahlen zu den Neuinfektionen, der Sieben-Tage-Inzidenz und den Sieben-Tage-R-Wert zugreifen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 18:29 NRW nimmt Erstimpfungen wieder auf +++
Nordrhein-Westfalen beendet am Samstag die wegen der Lieferschwierigkeiten eingelegte Pause bei den Erstimpfungen. In den Alten- und Pflegeheimen können nach Angaben des Gesundheitsministeriums dann neue Erstimpfungen stattfinden. Die Buchungssysteme seien seit Donnerstagabend wieder freigeschaltet. Die Erstimpfungen waren am 19. Januar unterbrochen worden. Die Impfungen in den Krankenhäusern und Unikliniken sollen in der kommenden Woche wiederaufgenommen werden.
+++ 18:10 Impfkommission empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff bis 64 Jahre +++
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt für Deutschland die Anwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca für Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahre. Diese Empfehlung veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (RKI) im Internet. Laut Stiko liegen für die Beurteilung der Impfeffektivität bei älteren Menschen bisher keine ausreichenden Daten vor.
+++ 17:49 Müller fordert "nationalen Impfplan" +++
Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, hat für den Impfgipfel am Montag eine Einigung auf einen bundesweiten Zeitplan gefordert. "Die Impfstoffe sind aktuell noch ein knappes Gut. Umso wichtiger ist es für die Länder, dass wir genau wissen, wann mit welchen Lieferungen zu rechnen ist, damit wir besser planen können", sagt Müller, der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist. "Wir benötigen daher einen nationalen Impfplan, an dem wir uns - aber auch die Bürger - orientieren können. Ich erwarte vom Impfgipfel, dass wir uns hier auf einen konkreten und verlässlichen Zeitplan einigen können."
+++ 17:31 EU-Behörde rechnet in Kürze mit Zulassungsantrag von J&J +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) erwartet in Kürze einen Zulassungsantrag des US-Konzerns Johnson & Johnson für dessen Corona-Impfstoffkandidaten. Dies teilt die EU-Behörde in Amsterdam mit. Das Unternehmen hat zuvor erklärt, sein Vakzin erreiche eine durchschnittliche Wirksamkeit von 66 Prozent. Schwere Erkrankungen vermeide der Impfstoff zu 85 Prozent. Johnson & Johnson hat bereits angekündigt, Anfang Februar einen Antrag auf eine Notfallzulassung in den USA zu stellen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 17:02 Einreise aus Großbritannien, Portugal und Irland ab Samstag verboten +++
Die Bundesregierung beschränkt ab Samstag die Einreise aus den europäischen Ländern Großbritannien, Portugal und Irland drastisch. Aus der Verordnung, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, geht hervor, dass ein weitgehendes Beförderungsverbot für Personen aus diesen drei Staaten sowie Brasilien und Südafrika zunächst bis zum 17. Februar gilt. Ausnahmen gibt es nur für Personen mit Wohnsitz oder Aufenthaltsrecht in Deutschland, die aus diesen Ländern zurückkehren, Transitpassagiere sowie einige andere Fälle wie reinen Frachtverkehr oder etwa medizinisch notwendige Flüge. Solche Fälle müssten der Bundespolizei mindestens drei Tage vorher angezeigt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 16:33 Österreich will Einreiseregeln auch für Pendler verschärfen +++
Wegen der Ausbreitung verschiedener Mutationen des Coronavirus will auch Österreich die Einreiseregeln verschärfen. Für Pendler sind nun verpflichtende Tests bei der Einreise vorgesehen, wie aus dem der österreichischen Nachrichtenagentur APA vorliegenden Entwurf des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Sie müssten demnach ein ärztliches Zeugnis oder einen Testnachweis, der nicht älter als 72 Stunden ist, an der Grenze vorlegen. Dem Vernehmen nach ist der Rhythmus der Nachweispflicht noch unklar. Eine tägliche Attest-Vorlage gilt als unwahrscheinlich. Die Maßnahme soll in frühestens einer Woche in Kraft treten.
+++ 16:20 EU-Behörde macht Weg für Astrazeneca-Impfstoff frei +++
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat die bedingte Marktzulassung für den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Konzerns Astrazeneca in der EU empfohlen. Sie gelte für Personen ab 18 Jahren, teilt die EMA in Amsterdam mit. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen - das gilt als Formsache. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 16:10 EU beschließt Exportkontrollen für Impfstoffe +++
Die EU kann künftig die Exporte von Corona-Impfstoffen überwachen und gegebenenfalls beschränken. Die EU-Kommission habe eine entsprechende "Ausfuhrgenehmigungspflicht" beschlossen, sagt der für Außenhandel zuständige Kommissionsvize Valdis Dombrovskis in Brüssel. Alle Pharmakonzerne, die mit der EU Lieferverträge über Corona-Impfstoffe abgeschlossen haben, müssen demnach künftig Lieferungen an Drittstaaten in Brüssel anmelden. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 16:06 Regierung verteidigt Pläne für Einreisebeschränkungen wegen Mutationen +++
Die Bundesregierung hat Pläne für nationale Einreisebeschränkungen zum Schutz vor mutierten Coronavirus-Varianten verteidigt. Neben der gesamteuropäischen Vorgehensweise müsse auch geprüft werden, "inwieweit nationale Maßnahmen ergriffen werden können", sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Im Gespräch ist, die Einreise aus Ländern mit einem starken Vorkommen der mutierten Varianten grundsätzlich zu untersagen. Eine Verordnung befinde sich in der Ressortabstimmung, sagt eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums. Innenminister Horst Seehofer hat am Donnerstag auf eine rasche Regelung gedrängt.
+++ 15:37 Kanzleramt erwartet 20,3 Millionen Impfdosen bis Ende März +++
Kanzleramtschef Helge Braun rechnet bis Ende März mit bis zu 20,3 Millionen Impfdosen. Dies sei abhängig von der Zulassung von weiteren Impfstoffen, sagt Braun "t-online". "Wenn diese erfolgreich verlaufen, können wir auf bis zu neun Millionen Dosen von den weiteren Herstellern hoffen." Im vergangenen Jahr habe Deutschland bereits 1,3 Millionen Dosen von Biontech bekommen, bis Ende März kämen zehn Millionen von Biontech und Moderna hinzu. Er rief die Bevölkerung auf, sich impfen zu lassen, sobald sie ein Angebot erhielten. Angesichts der aktuellen Lage sei es sinnvoll, dies schnell zu tun.
+++ 15:09 Studie: Covid-19-Erkrankung könnte Spermienqualität beeinflussen +++
Bei Männern, die an Covid-19 erkranken, könnte sich die Qualität ihres Spermas verändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachmagazin "Reproduction" veröffentlichte Studie zweier Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Ob das Virus damit aber tatsächlich die Zeugungsfähigkeit der Betroffenen gefährdet, muss nach Einschätzung unabhängiger Experten durch weitere Studien untersucht werden. Behzad Hajizadeh Maleki und Bakhtyar Tartibian analysierten zwei Monate lang die Spermien von 84 Männern unter 40 Jahren, die mit dem Coronavirus infiziert waren und von denen die meisten an einer schweren Form von Covid-19 litten. Diese verglichen die Wissenschaftler mit den Daten von 105 gesunden Männern. Bei den erkrankten Männern waren die Marker für Entzündungen und oxidativen Stress in Spermien deutlich höher - ein chemisches Ungleichgewicht, das die DNA und Proteine im Körper schädigen kann. Die Autoren entdeckten zudem eine "deutlich niedrigere" Konzentration und Mobilität der Spermien sowie deutlich mehr veränderte Spermien. Laut Maleki weist dies auf eine "geringere Qualität der Spermien" bei den Covid-Patienten sowie auf ein "reduziertes Fruchtbarkeitspotenzial" hin. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 14:33 Johnson & Johnson meldet 66 Prozent Wirksamkeit von Impfstoff +++
Der Covid-19-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson hat einer weltweiten Studie zufolge eine Wirksamkeit von 66 Prozent. In einer Studie in den USA habe das Vakzin aber eine höhere Wirksamkeit von 72 Prozent gezeigt, teilt das Unternehmen mit. Die Studie umfasste rund 44.000 Teilnehmer auf drei Kontinenten. Der Impfstoff soll den Vorteil bieten, dass von ihm nur eine Dosis verabreicht werden muss und nicht wie üblich zwei. Johnson & Johnson kündigt an, Anfang Februar eine Notfallzulassung in den USA beantragen zu wollen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 14:04 Novartis stellt Fertigungskapazität für Biontech-Impfstoff bereit +++
Der Pharmakonzern Novartis greift Biontech und Pfizer bei der Fertigung ihres Impfstoffs unter die Arme. Wie die Novartis AG mitteilte, hat sie eine vorläufige Vereinbarung mit Biontech für die Bereitstellung von Fertigungskapazitäten unterzeichnet. Gemäß der Vereinbarung wird Novartis die mRNA-Bestandteile des Impfstoffs von Biontech erhalten, diese abfüllen und an das Mainzer Unternehmen für die Verteilung zurückschicken. Novartis will dafür seinen Fertigungsstandort im schweizerischen Stein nutzen. Die Produktion soll im zweiten Quartal beginnen, die Auslieferung des fertigen Produkts ist für das dritte Quartal geplant. Eine endgültige Vereinbarung steht noch nicht. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 13:34 Bundesregierung weist zwei neue Mutationsgebiete in Afrika aus +++
Wegen besonders hoher Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag zehn weitere Länder in Afrika, Südamerika und Asien als Hochrisikogebiete eingestuft. Zudem wurden Eswatini und Lesotho im südlichen Afrika zu Gebieten mit besonders gefährlichen Virusmutationen erklärt, wie das Robert-Koch-Institut im Internet bekannt gab. Für die Mutationsgebiete plant die Bundesregierung eine weitreichende Einreisesperre. Dazu zählen bisher schon Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien. Bereits jetzt müssen Einreisende aus Mutationsgebieten bei Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen, sich dann für zehn Tage in Quarantäne begeben, von der sie sich nach fünf Tagen befreien können. Das gilt auch für die Hochrisikogebiete, von denen es jetzt schon mehr als 20 gibt. Bei der Einreise aus "normalen" Risikogebieten - weitere rund 130 Länder - kann man sich auch erst bis zu 48 Stunden nach Ankunft in Deutschland testen lassen. Die neuen Hochrisikogebiete ab Sonntag sind: Afghanistan, Botsuana, Ecuador, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Sudan und Syrien.
+++ 13:06 Frühchen übersteht Blutvergiftung und Corona-Infektion +++
Kolibakterien-Infektion, Blutvergiftung, Corona: Die außergewöhnliche Krankheitsgeschichte eines kämpferischen Frühchens aus England sorgt im Königreich für Aufsehen. Der kleine Archie kam Medienberichten zufolge 15 Wochen zu früh auf die Welt und wog bei seiner Geburt Anfang Dezember lediglich 765 Gramm. Mit fünf Wochen infizierte er sich mit dem Darmkeim Escherichia coli und die Infektion führte zu einer Blutvergiftung, wie der Sender BBC online schrieb. Eine Woche später erfuhren seine Eltern demnach, dass ihr Sohn positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Er sei zehn Tage lang isoliert worden. Seine Mutter beschreibt ihn als "unseren kleinen Kämpfer". Inzwischen wiege der Junge 1,3 Kilogramm und es gehe ihm besser als jemals zuvor.
+++ 12:35 Düsseldorfer Ordnungsamt löst illegale Party in Apotheke auf +++
Eine Party in einer Apotheke hat das Ordnungsamt in Düsseldorf aufgelöst. Acht Menschen feierten dort am Donnerstagabend im Stadtteil Friedrichstadt, ohne einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wie die Stadt mitteilte. Die Party wurde aufgelöst. Gegen die Beteiligten wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Insgesamt rückte der Ordnungs- und Servicedienst der Stadt demnach am Donnerstagabend zu 23 Einsätzen aus, um die Corona-Maßnahmen zu überwachen.
+++ 12:03 Russland will EU mit Impfstoff aushelfen +++
Im Streit um knappen Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca für die Europäische Union will Russland mit seinem Vakzin aushelfen. Im zweiten Quartal könnten 100 Millionen Dosen des Impfstoffes Sputnik V geliefert werden, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet. Damit könnten 50 Millionen Menschen geimpft werden. Voraussetzung sei, dass die Europäische Arzneimittelagentur EMA den Wirkstoff zulasse. Eine Lieferung an die EU wäre dem Fonds zufolge dann möglich, wenn ein Großteil der Massenimpfung in Russland abgeschlossen ist. Nach jüngsten Zahlen haben mehr als 1,5 Millionen Menschen das aus zwei Komponenten bestehende Vakzin erhalten. Sputnik V ist den Angaben zufolge mittlerweile in 15 Ländern registriert. Ungarn hatte vergangene Woche als erstes EU-Land zwei Millionen Dosen des russischen Präparats bestellt. Der Wirkstoff war Mitte August als weltweit erster für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden, obwohl bis dahin wichtige Tests ausgestanden hatten. Das löste international Kritik aus. Unabhängige Studien sind bisher nicht bekannt. Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca hat mit Produktionsproblemen zu kämpfen. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 11:28 EMA: Biontech/Pfizer-Impfstoff löste in der EU keine Todesfälle aus +++
Gut einen Monat nach Start für den Impfstoff von Pfizer/Biontech hat die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) keine Sicherheitsprobleme festgestellt. Die gemeldeten allergischen Reaktionen und Nebenwirkungen zeigten keine Auffälligkeiten, teilte die EMA mit. Gemeldete Todesfälle hätten nichts mit dem Impfstoff zu tun. Die Daten entsprächen dem zuvor bekannten Sicherheitsprofil, so die Behörde. "Neue Nebenwirkungen wurden nicht identifiziert." Allergische Reaktionen und mögliche Nebenwirkungen werden aber weiterhin in der EU überprüft. Auch Verdachtsfälle würden weiterhin gemeldet und bewertet, wie die EMA mitteilte. Sicherheitsberichte sollen monatlich veröffentlicht werden. Der Sicherheitsausschuss der Behörde PRAC hatte den Angaben zufolge auch Todesfälle überprüft, die nach der Impfung aufgetreten waren. Dabei seien Vorerkrankungen der Personen sowie das Alter berücksichtigt worden. "PRAC stellte fest, dass die Daten keine Verbindung zeigten zur Impfung mit Comirnaty und dass die Fälle keine Sicherheitsbedenken auslösten." Comirnaty ist der offizielle Name des Präparates.
+++ 11:17 RKI-Präsident warnt vor zu schneller Lockerung des Lockdowns +++
Lothar Wieler hat eindringlich vor zu frühen Lockerungen der staatlichen Beschränkungen gewarnt. "Wir sind auf einem guten Weg, und wir müssen diesen Weg weiter konsequent bestreiten", sagte er. Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner habe am Donnerstag in Deutschland erstmals seit Ende Oktober unter 100 gelegen. Aber sie sei nur in den am stärksten betroffenen Ländern Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen gesunken. In den anderen zwölf Ländern sei die Inzidenz nahezu gleich - in manchen Landkreisen sogar gestiegen.
+++ 10:57 RKI in Sorge: Eigenschaften der Mutanten nicht vollständig bekannt +++
Das Robert-Koch-Institut ist weiterhin in Sorge wegen der auch in Deutschland auftretenden Coronavirus-Varianten. "Es werden immer mehr Fälle und Ausbrüche gemeldet", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Die Eigenschaften der Mutanten seien noch nicht vollständig bekannt. So sei unklar, ob sich bereits zuvor infizierte Menschen oder Geimpfte durch die neuen, in Großbritannien, Südafrika und Brasilien aufgetretenen Varianten anstecken können. Es sei davon auszugehen, dass es in kurzer Zeit zu mehr Fällen führen würde, wenn sich die noch ansteckenderen Varianten ausbreiten würden. "Das müssen wir verhindern", sagte Wieler. Einen neuen starken Anstieg der Fallzahlen würde die Kliniken an die Grenze bringen. Bisher wurden die Mutanten laut Gesundheitsministerium 150 Mal in Deutschland nachgewiesen.
+++ 10:33 Spahn sieht Impfkampagne "auf einem guten Weg" +++
Angesichts der anhaltenden Knappheit bei den Impfstoffen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Bevölkerung weiter auf "harte Wochen" eingestimmt. Gleichwohl sei die Impfkampagne aber "auf einem guten Weg", betonte er in Berlin. Er bekräftigte das Ziel, dass bis Mitte Februar alle Bewohner von Pflegeheimen ein Impfangebot erhalten sollten, bis Ende März auch alle über 80-Jährigen. Der Minister begrüßte, dass die neue Produktionsstätte des Impfstoffherstellers Biontech in Marburg am Donnerstag genehmigt wurde. Positiv wertete er auch die Zusage von Astrazeneca, der EU jetzt doch mehr Impfdosen liefern zu wollen als zwischenzeitlich angekündigt. "Das schafft Vertrauen", betonte Spahn. Er bekräftigte die Erwartung, dass die Zulassung des Impfstoffs durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA mit einer Einschränkung für ältere Menschen versehen werden dürfte. Um diese einzubeziehen, "reicht die Datenlage nicht aus", sagte der Minister. Die Zulassungsempfehlung der EMA für das Astrazeneca-Produkt wird noch heute erwartet. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 10:14 Berliner Wohnung zu Club umgebaut - Polizei löst Karaoke-Party auf +++
Trotz der Pandemie haben mehr als 30 Menschen in Berlin eine Party mit Bar und Karaoke-Anlage gefeiert. Als die von einer Nachbarin alarmierte Polizei in der Nacht in der Herzbergstraße im Bezirk Lichtenberg erschien, versuchten Gäste vergeblich über ein Dach zu fliehen. Das erste und zweite Stockwerk des Hauses war demnach zu einer Bar und einem Clubbereich umgebaut worden. Dazu gehörte auch der Karaoke-Bereich. Die Polizei traf 31 Menschen, die weder Masken trugen, noch Abstände einhielten. Außerdem fanden die Polizisten eine kleine Menge Rauschgift. Immer wieder hat die Berliner Polizei in der zweiten harten Lockdownphase in den vergangenen Monaten größere private Treffen und Partys beendet. Darunter waren Hochzeitsfeiern, große Pokerrunden und weitere Feste.
+++ 09:43 Linksfraktionschef fordert breite Beteiligung bei Impfgipfel +++
Der Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch, hat eine Beteiligung der Fraktionschefs im Bundestag und von Vertretern der Kommunen am Impfgipfel gefordert. Eingeladen sollten demnach etwa Landräte und Oberbürgermeister. "Wir brauchen eine breite politische Beteiligung beim Impfgipfel", sagte Bartsch der Deutschen Presse-Agentur. Das Parlament dürfe nicht außen vor bleiben und die Kommunen seien beispielsweise mit den Impfzentren direkt betroffen. "Es muss um die Lösung des Impfdebakels gehen - und nicht um Ausreden, warum etwas nicht geht." Er erneuerte die Forderung seiner Partei, die Lizenzen der zugelassenen Impfstoffe freizugeben. "Alle europäischen Hersteller, die dazu in der Lage sind, müssen produzieren dürfen." Angesichts der Probleme bei den Impfstofflieferungen hatten Bund und Länder für Montag ein Spitzentreffen vereinbart. Mehr dazu lesen Sie hier!
+++ 09:19 Bilic: Impfreihenfolge ändert sich bei Nichtzulassung +++
Die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) trifft heute eine Vorentscheidung über die Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs. Die Empfehlung für eine bedingte Marktzulassung gilt als sicher. Allerdings wird damit gerechnet, dass es Einschränkungen geben wird. Tamara Bilic erläutert die Hintergründe.
+++ 08:53 Söder fordert Offenlegung aller EU-Impfstoffverträge +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine Offenlegung sämtlicher Verträge zwischen der EU und Herstellern von Corona-Impfstoff. Es gebe aktuell viele offene Fragen, sagte er im ZDF. "Deshalb bräuchte es maximale Transparenz." Notwendig sei die "Transparenz aller Verträge". Zur Frage, wer die Schuld für die Probleme trage, sagte Söder, die "operative Verantwortung" für die Impfstoffbeschaffung liege bei der EU. Dort sei unter anderem zu spät und bei zu wenigen Produzenten bestellt worden. "Man hat, glaube ich, die grundlegende Bedeutung dieser Situation völlig unterschätzt."Die Lage sei "mehr als unbefriedigend", sagte Söder mit Blick auf die zahlreichen Lieferverzögerungen. Viele Menschen, die auf eine Impfung hofften, landeten dadurch "in der Warteschleife". Alles wirke unsicher - das "untergräbt die Akzeptanz" der Impfung. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 08:22 Von der Leyen weist Vorwürfe zurück und mahnt Astrazeneca +++
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die Impfstrategie der Europäischen Union verteidigt und Astrazeneca zu klaren Lieferzusagen gedrängt. "Was ich verlange, ist Transparenz und Planungssicherheit", sagte sie im Deutschlandfunk. Der Pharmakonzern habe vor einer Woche sehr überraschend und ohne plausible Erklärung eine Lieferkürzung angekündigt. Dabei seien die Bestellungen der EU verbindlich und nicht mit Einschränkungen versehen. "Der Vertrag ist glasklar", sagte von der Leyen. Um das zu zeigen, wolle man das Dokument an diesem Freitag veröffentlichen. Angesichts der kurzen Entwicklungszeit der Impfstoffe seien Startschwierigkeiten völlig nachvollziehbar. "Das ist in Ordnung", sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission. Doch wolle man eine Erklärung, sodass gemeinsam Lösungen gefunden werden könnten. Vorwürfe an ihre Adresse wies von der Leyen zurück. Die EU-Kommission habe den Vertrag mit Astrazeneca rechtzeitig abgeschlossen. Dass Großbritannien früher bestellt habe, spiele für die Lieferpflichten des Unternehmens keine Rolle. "Das ist nicht wie beim Bäcker, wo man Schlange steht."
+++ 07:55 Vier Corona-Patienten sterben bei Feuer in rumänischem Krankenhaus +++
Bei einem Feuer im zentralen Krankenhaus der rumänischen Hauptstadt Bukarest sind vier Corona-Patienten gestorben. Drei der Patienten seien tot aufgefunden worden, ein vierter Patient sei wenig später gestorben, teilte Gesundheits-Staatssekretär Raed Arafat mit. Alle vier seien an Covid-19 erkrankt gewesen. Nach Angaben eines Sprechers der Katastrophenschutzbehörde wurden rund 120 weitere Patienten aus dem betroffenen Krankenhaustrakt in Sicherheit gebracht. Die Ursache für das Feuer sei noch unklar. Erst Mitte November waren bei einem Brand im Nordosten Rumäniens zehn Covid-19-Patienten ums Leben gekommen. Das Feuer brach auf der Intensivstation der Klinik in Piatra Neamt aus. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 07:28 "Astrazeneca-Impfstoff ist nicht so schlecht, wie er gemacht wird" +++
Kurz vor der erwarteten Zulassung des Astrazeneca-Corona-Impfstoffs zeichnet sich ab, dass das Produkt in Deutschland voraussichtlich nur an Menschen unter 65 Jahren verabreicht werden soll. Über die Hintergründe spricht ntv mit dem Medizinjournalisten Dr. Christoph Specht.
+++ 06:51 Astrazeneca will Impfstoff-Liefervertrag offenlegen +++
Im Streit zwischen der EU und Astrazeneca über Engpässe bei Impfstoff-Lieferungen will der Konzern jetzt den Liefervertrag offenlegen. Das sagte ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings habe das Unternehmen darauf bestanden, sensible Passagen des Vertragswerks zu schwärzen. Astrazeneca hatte vergangene Woche Produktionsengpässe in einem Werk in Belgien eingeräumt und angekündigt, die der EU zugesagte Liefermenge bis Ende März nicht einhalten zu können. Astrazeneca-Chef Pascal Soriot hatte erklärt, sein Unternehmen habe eine "Best-effort"-Vereinbarung mit der EU abgeschlossen. Das heiße, dass man die zugesagten Mengen habe liefern wollen, dazu aber nicht vertraglich verpflichtet sei. Dies sieht die EU anders. Mehr dazu lesen Sie hier.
+++ 06:23 Behörden melden 52 neue Coronafälle in China +++
Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet 52 Coronavirus-Fälle. Die Behörde teilt mit, 36 Fälle seien lokalen Ursprungs. In China, wo die weltweite Seuche zuerst registriert wurde, steigt damit die Zahl der bekannten Infizierten auf 89.378.
+++ 05:47 Zahl der neuen Fälle sinkt im Wochenvergleich weiter deutlich +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat 14.022 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 839 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Morgen bekannt gab. Vergangenen Freitag hatte das RKI 17.862 Neuinfektionen und 859 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 05:22 DGB warnt vor hoher Durchfallerquote unter Lehrlingen +++
Der DGB warnt davor, dass in diesem Jahr wegen des Corona-Lockdowns deutlich mehr Lehrlinge durch ihre Abschlussprüfung fallen könnten als gewöhnlich. Die Bundesregierung solle deshalb "schnellstens" ein Förderprogramm für die Prüfungsvorbereitungen von Auszubildenden auflegen, forderte die Vizechefin des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Elke Hannack, in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Azubis bräuchten einen Anspruch auf eine kostenfreie zusätzliche Prüfungsvorbereitung, sagte die Gewerkschafterin.
+++ 04:26 AKK untersagt Friseure in Kasernen +++
In den Kasernen der Bundeswehr dürfen Friseure wegen der Pandemie vorerst keine Haare mehr schneiden. "Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat im Laufe des Donnerstag entschieden, dass Friseursalons in Bundeswehrkasernen bis auf Weiteres geschlossen werden", sagte eine Ministeriumssprecherin der "Augsburger Allgemeinen". Entsprechende Angebote seien per Erlass untersagt worden.
+++ 03:17 Montgomery fordert Export-Verbot für Astrazeneca +++
Welt-Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat den Impfstoffhersteller Astrazeneca wegen seiner Liefer-Politik scharf kritisiert und ein Exportverbot des Impfstoffes gefordert. "Das Verhalten von Astrazeneca ist unterirdisch", sagte Montgomery dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND). "Es kann nicht sein, dass das Unternehmen seine Lieferzusagen für Großbritannien genau einhält, für die EU aber nur einen Bruchteil der zugesagten Impfdosen liefert", kritisierte Montgomery und forderte eine "harte" Reaktion der EU. "Wenn der Impfstoff auf kontinentaleuropäischem Boden produziert wird, muss man dem Unternehmen verbieten, ihn außerhalb der EU auszuliefern."
+++ 02:06 Arbeitgeberpräsident kritisiert Impfstoffhersteller +++
Angesichts der schleppenden Versorgung mit Corona-Impfstoffen wächst auch in der Wirtschaft die Kritik an den Herstellern. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Hersteller der Impfstoffe hätten viele Versprechungen nicht gehalten. Da müsse auch mal Druck aufgebaut werden. "Manche Akteure erfüllen in meinen Augen nicht das Bild eines ehrbaren Kaufmanns", sagte Dulger weiter. Der BDA-Präsident forderte zudem, der Staat müsse deutlich besser über die Schutzimpfungen informieren. "Man könnte dafür zum Beispiel fünf Minuten vor den Abendnachrichten im Fernsehen reservieren und darüber informieren, wie wichtig es ist, sich impfen zu lassen."
+++ 01:00 Neun indigene Kinder in Amazonasregion mutmaßlich an Corona gestorben +++
Seit Anfang Januar sollen in der nordbrasilianischen Amazonasregion Roraima mindestens neun Kinder indigener Völker an Covid-19 gestorben sein. Vertreter der Yanomami und Yekuana überreichten den Behörden Unterlagen. Demnach starben in der Gemeinde Waphuta vier Kinder im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, 25 weitere befanden sich in Lebensgefahr. Aus Kataroa wurden fünf tote Kinder gemeldet, die mutmaßlich an Covid-19 gelitten hatten. Die Nichtregierungsorganisation Survival International hatte bereits zuvor von einem drohenden "Völkermord" an den Yanomami durch das Coronavirus gesprochen.
+++ 23:50 Erstmals Infizierte mit zwei verschiedenen Virus-Typen +++
Brasilianische Forscher haben im Süden des Landes bei Infizierten zwei verschiedene Coronavirus-Typen - P.2 und B.1.1.28 - nachgewiesen. Ihren Angaben nach habe sie die ersten Menschen entdeckt, die sich gleichzeitig mit zwei verschiedenen Coronaviren angesteckt haben. Die Infizierten zeigten bislang milde Krankheitsverläufe.
+++ 22:30 Portugal lässt eigene Bürger nicht mehr ausreisen +++
Nach einem neuen Höchststand bei der Zahl der Corona-Toten und Infektionen hat die Regierung in Portugal Reisebeschränkungen verhängt. Ab Sonntag gilt für zwei Wochen ein Ausreiseverbot. Mit wenigen Ausnahmen seien Reisen per Flugzeug, Bahn oder Schiff dann verboten. Innenminister Eduardo Cabrita kündigte im Parlament auch Grenzkontrollen zu Spanien an. Die Gesundheitsbehörden hatten zuvor mitgeteilt, binnen 24 Stunden seien 303 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages lag bei 16.432. In Portugal gilt seit dem 15. Januar ein landesweiter Lockdown. Das Zehn-Millionen-Einwohner-Land zählte seit Beginn der Pandemie mindestens 11.608 Corona-Tote, in den vergangenen beiden Wochen starben alleine über 3000 Menschen. Am Mittwoch hatte Regierungschef António Costa von einem "gigantischen" Druck auf die Krankenhäuser durch den starken Anstieg der Fälle gesprochen.
+++ 22:04 Ungarn winkt Impfstoffe per Notzulassung durch +++
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat per Verordnung die Notzulassung von Corona-Impfstoffen aus Russland und China vereinfacht. Insbesondere ist es künftig möglich, die Vakzine unter bestimmten Bedingungen in Ungarn einzusetzen, ohne dass die eigenen Arzneimittel- und Gesundheitsbehörden eine gesonderte Überprüfung durchführen. Die Verordnung, die am Donnerstag im Ungarischen Amtsblatt erschien, sieht einen Automatismus vor und ist auf russische und chinesische Hersteller zugeschnitten. Ungarn hatte vergangene Woche als erstes EU-Land zwei Millionen Dosen des russischen Präparats Sputnik V bestellt. Bislang hat eine von zwei ungarischen Behörden die Notzulassung erteilt. Wie sich inzwischen herausstellte, äußerten externe Gutachter wegen Mängel in der Dokumentation der klinischen Tests dagegen Bedenken.
+++ 21:34 Ländervergleich: NRW mit den meisten Fällen +++
Die meisten Neuinfektionen im Ländervergleich verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit 3246 gemeldeten Fällen – gefolgt von Bayern (2448) und Baden-Württemberg (1619). Sechs Bundesländer kommen auf vierstellige Zuwachsraten, die anderen zehn auf dreistellige. Die niedrigsten Raten melden Bremen (106 ), Mecklenburg-Vorpommern (238 ) und Hamburg (246).
+++ 21:04 In Deutschland 15.500 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.186.807 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 15.572 neue Fälle hinzu. Damit liegt die Fallzahl um 3300 niedriger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 940 auf 55.459. Hier waren es vor einer Woche 47 weniger. Als aktuell infiziert gelten rund 236.000 Personen.
Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,77 angegeben (Vortag: 0,76). Das bedeutet, dass im Durchschnitt hundert Infizierte 77 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,90 (Vortag: 0,87). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4437 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2485 davon werden beatmet. Rund 4342 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.
Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.
+++ 20:25 New Yorker Staatsanwaltschaft: Doppelt so viele Tote in Altenheimen +++
In den Alten- und Pflegeheimen New Yorks könnten einem Bericht der Generalstaatsanwältin des Bundesstaats bis zu doppelt so viele Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein als bislang bekannt. Die vom Bundesstaat bislang in der Statistik angegebene Zahl von rund 8500 Todesfällen in Alten- und Pflegeheimen sei deutlich zu niedrig, hieß es in dem von Generalstaatsanwältin Letitia James veröffentlichten Bericht, dem eine aufwendige Untersuchung zugrunde liegt. Der Bundesstaat New York und die gleichnamige Millionenmetropole waren im Frühjahr Epizentrum der Pandemie, inzwischen hat sich die Situation etwas abgemildert. Mehr als 42.000 Menschen starben in New York laut offiziellen Statistiken des Bundesstaates bislang nach einer Infektion mit dem Virus.
+++ 19:53 Britische Mutation: Vier Kitas in Köln betroffen +++
Die mutierte britische Coronavirus-Variante ist inzwischen in vier Kölner Kitas nachgewiesen worden. Das teilte die Stadt Köln mit, nachdem sie auf Nachfrage des "Kölner Stadt-Anzeigers" zunächst das Auftreten der Virusmutation in einer Einrichtung bestätigt hatte. Nach Angaben der Stadt ist dies aufgefallen, nachdem ein Elternteil eines Kindes positiv auf die Variante getestet wurde. Nach Angaben der Stadt handelt es sich in allen vier Einrichtungen um von außen hereingetragene Fälle und nicht um Ausbrüche innerhalb der Einrichtung. Die Stadt Köln teilte am Abend mit, das mutierte Virus sei nachträglich bei insgesamt vier Erzieherinnen und Erziehern sowie bei zwei Kindern nachgewiesen worden.
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