Panorama

Coronavirus-Liveticker+++ 23:04 Niederländische Experten empfehlen strengen Lockdown +++

17.12.2021, 02:48 Uhr

Vor einem Treffen der niederländischen Regierung mit Gesundheitsexperten empfehlen diese Medienberichten zufolge einen strengen Lockdown. Es sollten demnach alle bis auf die absolut notwendigsten Läden geschlossen werden, berichten der Sender RTL Nieuws und die Zeitung "NRC Handelsblad" unter Berufung auf Gremiums-Kreise. Dessen Empfehlungen werden nicht öffentlich gemacht, bis die Regierung eine Entscheidung getroffen hat. Die nächste Beratungssitzung ist für Samstag geplant. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte am Dienstag an, die bereits bestehenden Maßnahmen über die Feiertage bis ins neue Jahr zu verlängern.

+++ 22:29 Zutritt nur mit Booster - Frankreich will Regeln für Ungeimpfte verschärfen +++

Die französische Regierung will angesichts der hohen Infektionszahlen die Corona-Maßnahmen für Ungeimpfte verschärfen. Der in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens notwendige Gesundheitspass soll in einen Impfpass umgewandelt werden, wie Premierminister Jean Castex nach einer Sitzung des Corona-Krisenstabs erklärt. Der Gesundheitspass, der darüber Auskunft gibt, ob jemand geimpft, genesen oder kürzlich negativ getestet ist, muss in Frankreich im öffentlichen Leben regelmäßig vorgelegt werden. Er wird unter anderem beim Besuch von Restaurants, Einkaufszentren, Veranstaltungsorten und Museen verlangt. Bald soll wegen der drohenden Omikron-Welle ein negativer Test nicht mehr ausreichen, wie Castex sagt. Nur wer eine Auffrischungsimpfung erhalten habe oder genesen sei, werde noch einen gültigen Pass besitzen.

+++ 22:11 Inzidenz in Italien steigt deutlich an +++

In Italien ist die Corona-Inzidenz erneut deutlich gestiegen. Stand Donnerstag registrierten die Experten in den zurückliegenden sieben Tagen landesweit durchschnittlich 241 Corona-Fälle je 100.000 Einwohner, wie das Oberste Gesundheitsinstitut in Rom mitteilt. In der Vorwoche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz 176 betragen. Auch die Belegungen auf den Intensiv- und Krankenstationen stieg demnach weiter. Am heutigen Freitag meldeten die Behörden mehr als 28.600 Neuinfektionen und 120 Tote mit dem Virus binnen eines Tages.

+++ 21:52 Pfizer-Forscher: Pandemie dürfte bis 2024 andauern +++

Ein Forscher des Biontech-Partners Pfizer erwartet, dass die Pandemie bis 2024 andauert. Chefwissenschaftler Mikael Dolsten sagt in einer Präsentation für Investoren, in einigen Regionen werde es in den kommenden zwei Jahren weiter hohe Fallzahlen geben. In anderen würden diese dagegen so weit zurückgehen, dass von einer endemischen Lage gesprochen werden könne. Wann und wie genau dies geschehe, hänge unter anderem davon ab, "wie effektiv die Gesellschaft Impfstoffe und Behandlungen einsetzt". Das Auftreten neuer Varianten könne den Verlauf beeinflussen.

+++ 21:36 Hamburg meldet so viele Neuinfektionen wie nie +++

Hamburg meldet einen Höchstwert an Neuinfektionen seit Beginn der Corona-Pandemie. Binnen eines Tages kamen dort 1210 neue Fälle hinzu.

CoronavirusTäglich gemeldete Neuinfektionen

+++ 21:18 Erste Omikron-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen +++

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen worden. Zwei Erwachsene eines Haushalts aus der Region Rostock hätten sich damit infiziert, teilt das Gesundheitsministerium mit. Beide seien doppelt geimpft und weitgehend symptomfrei. Sie befänden sich seit der ersten Diagnose in strenger häuslicher Quarantäne.

+++ 21:02 Inzidenz in Spanien springt über 500 +++

In Spanien überschreitet die Inzidenzzahl die Schwelle von 500 und erreicht damit den als "sehr hohes Risiko" eingestuften Bereich. Die Zahl liegt bei 511 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Sie hat sich damit seit Anfang Dezember mehr als verdoppelt.

+++ 20:47 Gericht setzt 2G-Regel an Hochschulen außer Vollzug +++

Der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hat die 2G-Regelung an Hochschulen in dem Bundesland vorläufig außer Vollzug gesetzt. Er gab dem entsprechenden Eilantrag eines Studenten statt, der nicht geimpft ist und laut Studienordnung an Präsenzveranstaltungen teilnehmen muss. Aus der Vorschrift ergebe sich nämlich nicht, zu welchen Vorkehrungen Hochschulen im Hinblick auf ungeimpfte Studierende verpflichtet seien, um die Studierbarkeit zu gewährleisten, erklärt das Gericht. Laut Grundgesetz dürften alle Deutschen ihre Ausbildungsstätte frei wählen. Die 2G-Pflicht in der Corona-Verordnung des Landes greife in dieses Recht ein, weil ungeimpfte Studierende an den meisten Präsenzveranstaltungen nicht teilnehmen könnten.

+++ 20:28 Frankreich verbietet Feuerwerke und große Feiern zu Silvester +++

Angesichts von Omikron kündigt Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex ein Verbot von Feuerwerken und großen Feiern zu Silvester an. Wer auf eine Fete gehe, solle sich selbst als Geimpfter zuvor testen lassen, sagt er. Die Armee werde eingesetzt, um bei Impfungen zu helfen.

+++ 20:12 Irland warnt vor Infektionsraten in noch nie dagewesener Höhe +++

Die irische Regierung warnt vor Neuinfektionsraten in noch nie dagewesener Höhe und führt zusätzliche Maßnahmen ein. Von Sonntag an bis Ende Januar müssen alle Gaststätten und Bars um 20 Uhr schließen, gibt Ministerpräsident Micheal Martin bekannt. Bei Veranstaltungen im Freien wie auch in geschlossenen Räumen darf zudem die Teilnehmerzahl die Hälfte des normalen Wertes nicht mehr überschreiten. Kontakte müssten sofort und deutlich reduziert werden, sagt Martin.

+++ 19:53 Überall sinkt die Inzidenz - nur im Norden nicht +++

In den meisten Bundesländer ist die Sieben-Tage-Inzidenz rückläufig. Im Norden Deutschlands steigt sie jedoch an. So verzeichnet Schleswig-Holstein eine Zunahme von 1,70 auf 166,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In Bremen steigt der Wert um 9,73 auf 263,5 und in Hamburg sogar um 18,60 auf 300,7. Auch Berlin meldet einen Anstieg von 8,60 auf 296,7.

+++ 19:25 Bundesländer melden 49.137 neue Fälle +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.737.369 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 49.137 neue Fälle hinzu. Damit liegt der heutige Wert um 17,1 Prozent unter dem der Vorwoche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 459 auf 107.789. Am vergangenen Freitag waren es 525. Als aktuell infiziert gelten rund 886.340 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,90 angegeben (Vortag: 0,86). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4677 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2641 davon werden invasiv beatmet. 3236 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 19:12 Frankreich, Dänemark und Norwegen ab Sonntag Hochrisikogebiete +++

Die Bundesregierung stuft Frankreich, Dänemark und Norwegen wegen hoher Infektionszahlen von Sonntag an als Hochrisikogebiete ein. Das gilt auch den Libanon und Andorra, wie das Robert Koch-Institut bekannt gibt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

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+++ 19:01 Irland: Omikron bei gut einem Drittel der Neuinfektionen +++

Irischen Behörden zufolge gehen inzwischen 35 Prozent der neu nachgewiesenen Fälle auf die Omikron-Variante zurück. Am Donnerstag habe der Anteil noch bei 27 Prozent gelegen.

+++ 18:43 Kretschmer fordert hartes Durchgreifen gegen Telegram +++

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat laut einem Medienbericht ein hartes Durchgreifen gegen den Kommunikationsdienst Telegram gefordert. "Wer dort über Monate oder sogar Jahre nur Lügen hört, wird die Wahrheit nicht mehr erkennen", sagt Kretschmer dem "Spiegel". Im Gegensatz zu Twitter und Facebook sehe man bei Telegram kein Bemühen, Grundregeln einzuhalten. "Dort übernimmt niemand Verantwortung. Das geht nicht. Im Internet darf es keine rechtsfreien Räume geben." Die Lügen nähmen ein für die Demokratie gefährliches Ausmaß ein. Kretschmer war zuletzt Opfer von Morddrohungen bei Telegram und bei realen Treffen geworden.

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+++ 18:27 Großbritannien meldet Höchstwert bei Neuinfektionen +++

In Großbritannien sind 93.045 Neuinfektionen nachgewiesen worden und damit so viele wie noch nie seit dem Beginn der Pandemie. Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle fiel dagegen auf 111 von 146. Britische Experten haben angesichts von Omikron gewarnt, dass in den kommenden Wochen Rekordwerte bei Neuinfektionen zu erwarten seien.

+++ 18:10 New York verteilt Masken und Selbsttests gegen Omikron +++

Angesichts von steigender Corona-Infektionszahlen will die Millionenmetropole New York in den kommenden Tagen Hunderttausende Masken und Selbsttests verteilen. Rund eine Million Masken und rund 500.000 Selbsttests würden ausgegeben, teilt Bürgermeister Bill de Blasio mit. Die steigenden Infektionszahlen seien vor allem auf die Omikron-Variante zurückzuführen. "Es ist offensichtlich, dass die Omikron-Variante mit voller Kraft hier in New York angekommen ist."

+++ 17:58 Gericht: Tattoo- und Kosmetikstudio dürfen mit 3G-Regel öffnen +++

Ein Kosmetikstudio und ein Tattoostudio in Mecklenburg-Vorpommern dürfen vorläufig wieder unter 3G-Regeln - statt nur für Geimpfte und Genesene - öffnen. Das Verwaltungsgericht Schwerin gab ihren Eilanträgen weitgehend statt, wie es mitteilt. Allerdings müssten qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden, Gesichtsbehandlungen seien nicht zulässig. Da Friseursalons laut Corona-Landesverordnung mit 3G-Regelung öffnen dürften, verletze eine 2G- oder 2G-Plus-Regel für Tattoo- und Kosmetikstudios den Gleichbehandlungsgrundsatz.

+++ 17:35 Portugal: 80 Prozent der Infektionen am Jahresende durch Omikron +++

Portugal erwartet, dass die Omikron-Variante des Coronavirus bis Ende des Jahres 80 Prozent der Neuerkrankungen ausmachen wird. Die Infektionen mit Omikron würden sich alle zwei Tage verdoppeln, schätzt die Gesundheitsministerin Marta Temido. Das Land verzeichnet trotz einer der weltweit höchsten Impfquoten 5800 neue Ansteckungen.

Tägliche Coronavirus-Neuinfektionen + 7-Tage-Schnitt in Portugal

+++ 17:19 Schweiz deckt sich mit Impfstoff für 2022 ein +++

Die Schweiz bestellt für das zweite Halbjahr 2022 je sieben Millionen Impfdosen von Moderna und Pfizer/Biontech. Im Jahr 2022 stehen dem Land mit gut acht Millionen Einwohner damit insgesamt rund 34 Millionen Dosen zur Verfügung, wie die Regierung mitteilt. In der Schweiz seien somit ausreichend Impfstoff vorhanden, um im kommenden Jahr alle Impfwilligen zu impfen. Für das erste Halbjahr 2022 hatte sich die Regierung bereits zu einem früheren Zeitpunkt je sieben Millionen Impfdosen gesichert. Gemäß den geltenden Verträgen erhalte das Land stets die neuste verfügbare Impfstoffvariante der jeweiligen Hersteller.

+++ 17:00 Omikron-Fälle in NRW in vier Tagen verdreifacht +++

Das Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen meldet innerhalb von vier Tagen eine Verdreifachung der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus. Wie die "Rheinische Post" berichtet, hat das Ministerium am heutigen Freitag 607 neue Omikron-Fälle registriert. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um PCR-Tests mit Hinweisen auf die Virusvariante und/oder sequenzierte Proben. Am Montag seien nur 203 Omikron-Fälle verzeichnet worden, am Mittwoch der Vorwoche 23.

+++ 16:44 In Schottland dominiert Omikron bereits +++

Mehr als die Hälfte der Corona-Infektionen in Schottland ist nach Regierungsangaben inzwischen auf die Omikron-Variante zurückzuführen. Das Land werde von einem "Tsunami" an Infektionen getroffen, sagt die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon bei einer Pressekonferenz in Edinburgh. Anfang der Woche hatte Sturgeon die Menschen in ihrem Landesteil bereits dazu aufgerufen, ihre Kontakte auf drei Haushalte zu beschränken. Auch Geschäfte und Gaststätten wurden angehalten, wieder Maßnahmen zur Eindämmung des Virus einzuführen.

+++ 16:27 Pfizer und Biontech wollen dritte Impfdosis bei unter Fünfjährigen testen +++

Pfizer und Biontech wollen eine dritte Dosis des Covid-19-Impfstoffs im Rahmen einer bereits laufenden Studie von Kindern im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren testen. Die Immunreaktion nach zwei Dosen des Impfstoffs sei nämlich in der Gruppe der Zwei- bis Fünfjährigen geringer ausgefallen als in der Vergleichsgruppe im Alter von 16 bis 25 Jahren, teilen die Unternehmen mit.

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+++ 16:12 NRW-Vize rechnet ab: Datenlage "wie in einer Bananenrepublik" +++

Der nordrhein-westfälische Vizepräsident Joachim Stamp zeigt sich angesichts der vermeintlichen Impfstoff-Mängel fassungslos. Um dem gestiegenen Impf-Interesse zu begegnen, müsse die neue Regierung für genug Impfdosen sorgen, fordert der FDP-Politiker. Auch die teils lückenhafte Datenlange bemängelt er.

+++ 15:54 Reisende müssen für Rückholaktion aus Ausland zahlen +++

Die Bundesregierung durfte von Touristen eine Kostenbeteiligung für ihre Charter-Rückflüge am Anfang der Corona-Pandemie verlangen. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin. Es wies zwei Klagen von Familien ab, die diese Kostenbeteiligung nicht zahlen wollten. Die Pandemie sei ein Katastrophenfall, so das Gericht. Die Rückholung der Deutschen sei als Hilfeleistung erforderlich gewesen. Die von den zurückgeholten Reisenden verlangten Pauschalsummen für die Flüge seien zulässig und auch in der Höhe rechtens gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Berufung wurde zugelassen.

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+++ 15:37 Dänemark plant schärfere Einschränkungen wegen Omikron +++

Dänemark will neue Kontakteinschränkungen einführen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Möglich seien Theater- und Kinoschließungen, teilt Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mit. Omikron sei bereits jetzt für ein Fünftel der Infektionen verantwortlich.

+++ 15:11 Omikron breitet sich auch in Spanien schnell aus +++

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich auch in Spanien schnell aus. In der Hauptstadtregion Madrid mache sie bereits mehr als 30 Prozent aller Neuinfektionen aus, berichtet die Zeitung "El País" unter Berufung auf Ärzte. In der Touristenmetropole Barcelona seien es 25 Prozent, sagt der regionale Gesundheitsminister Josep Maria Argimon der Zeitung "La Vanguardia". Omikron werde dort voraussichtlich schon zu Weihnachten dominant sein. Auch aus anderen Gegenden Spaniens wird von einer ähnlichen Entwicklung berichtet.

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+++ 14:59 Bundesrat billigt weitere Hilfen für Unternehmen +++

Der in der Corona-Krise eingerichtete Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) läuft bis Mitte kommenden Jahres weiter. Der Bundesrat billigt das vom Bundestag am Donnerstag beschlossene Gesetz. Es kann nun vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden und zum Jahreswechsel in Kraft treten. Der Fonds soll gezielt Unternehmen unterstützen, "deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt hätte", wie es in der Regelung heißt.

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+++ 14:31 Zahl der Todesfälle stagniert nach wochenlangem Anstieg +++

Blickt man auf den Sieben-Tage-Schnitt, steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus kontinuierlich an. Nun stagniert sie erstmals seit Wochen.

+++ 13:57 Pandemie lässt Besucherzahlen in Museen einbrechen - Rückgang um 70 Prozent +++

Die Corona-Pandemie lässt die Besucherzahlen in deutschen Museen einbrechen. Im vergangenen Jahr geht die Zahl der verkauften Tickets um knapp 70 Prozent auf knapp 33,6 Millionen zurück. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen für 2020 des Instituts für Museumsforschung in Berlin hervor. Nach Jahrzehnten stetig steigender Besuchszahlen mit zuletzt 111,6 Millionen Tickets in 2019 sieht das Institut nun "eine historische Zäsur" für den Museums- und Ausstellungssektor.

+++ 13:39 Slowakei lockert Ausgangsbeschränkungen +++

In der Slowakei dürfen sich die Menschen wieder frei in der Öffentlichkeit bewegen, ohne einen triftigen Grund dafür angeben zu müssen. Anstelle der bisher über Tag geltenden Ausgangsbeschränkungen trat nun ein nächtliches Ausgehverbot von 20 Uhr abends bis 5 Uhr morgens in Kraft. In dieser Zeit sind nur bestimmte dringende Besorgungen sowie der Weg zur Arbeit oder nach Hause erlaubt. Zuvor waren die Nachtstunden von 1 bis 5 Uhr noch von den Beschränkungen ausgenommen. Weiterhin gilt ein Verbot von Versammlungen von mehr als sechs Personen aus verschiedenen Haushalten.

+++ 13:16 Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland geht weiter zurück +++

Die Zahl der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten geht weiter zurück, wie aus dem DIVI-Intensivregister hervorgeht. Demnach werden aktuell 4677 Intensivbetten als belegt gemeldet, ein Rückgang um 88 zum Vortag. Zudem werden 2641 Covid-19-Patienten gemeldet, die invasiv beatmet werden müssen, was 20 weniger sind als am Vortag. Insgesamt sind noch 3236 Intensivbetten in Deutschland frei.

+++ 13:01 Lauterbach rechnet mit "massiver fünfter Welle" +++

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach äußert sich besorgt über den weiteren Verlauf der Pandemie in Deutschland. Mit Blick auf die neue Coronavirus-Variante Omikron sagt der SPD-Politiker in Hannover, er gehe von einer "massiven fünften Welle aus".

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+++ 12:54 Hohes Impftempo hält an - mehr als 1,2 Millionen Impfdosen verabreicht +++

Das hohe Impftempo hält an: Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden am Donnerstag 1.244.916 Menschen geimpft. Darunter waren 1.045.909 Booster-Impfungen. Erstmals geimpft wurden 91.611 Menschen. Mittlerweile sind 70,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

+++ 12:39 Regierung hält trotz Urteils an 2G-Konzept im Handel fest +++

Die Bundesregierung hält trotz des Urteils des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg gegen die 2G-Regelung im Handel an dem Konzept fest. Das betont Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Er weißt darauf hin, dass parallel zu dem Urteil in Niedersachsen ein Gericht in Schleswig-Holstein eine entgegengesetzte Entscheidung zu einer dortigen Klage getroffen habe.

+++ 12:25 NRW-Minister Laumann: Omikron "aller Wahrscheinlichkeit nach" nicht aufzuhalten +++

Die neue Corona-Variante Omikron tritt auch in Nordrhein-Westfalen verstärkt auf. "Wir haben zurzeit in Nordrhein-Westfalen (...) 370 gemeldete Omikron-Infektionen", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Die Zahl sei in der vergangenen Woche sprunghaft angestiegen. "Eine neue Variante hält man aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf", fügt er hinzu. Die Ausbreitung könne nur verzögert werden.

+++ 12:01 Lauterbach betont Bedeutung von Impfungen zum Schutz von Kindern +++

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach betont die Bedeutung von Impfungen für den Schutz von Kindern in der Corona-Pandemie. Alle Daten deuteten darauf hin, "dass Impfung dabei der beste Weg ist", erklärte Lauterbach beim Besuch eines Impfzentrums am Zoo von Hannover. Deshalb müsse auch für Kinder "unkompliziert" ein Impfangebot gemacht werden.

+++ 11:28 Zu Weihnachten und Silvester lockert Österreich Regeln für Ungeimpfte +++

Österreich lockert zu Weihnachten und Silvester die Corona-Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Sie dürfen ihr Zuhause an diesen Tagen ausnahmsweise zum Besuch von Familienfeiern mit höchstens zehn Personen verlassen, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Für Feste mit mehr als zehn Teilnehmern gelte dagegen weiter die 2G-Regel. Grundsätzlich wurde der seit 15. November geltende Lockdown für Ungeimpfte um zunächst weitere zehn Tage verlängert. Ein Ende der Ausgangsbeschränkungen für diese Gruppe ist nach Regierungsangaben nicht absehbar.

+++ 10:57 Frankreichs Einreisesperre - Züge durch Ärmelkanal-Tunnel ausgebucht +++

Kurz vor Beginn einer französischen Einreisesperre versuchen Tausende Menschen aus Großbritannien, noch ins Land zu kommen. Die meisten Zugverbindungen mit dem Eurostar durch den Ärmelkanal-Tunnel seien ausgebucht, meldet die britische Nachrichtenagentur PA. Auch auf Fähren und Flügen gebe es kaum noch freie Plätze. Zahlreiche Menschen hatten Pläne für den Weihnachtsurlaub vorgezogen, nachdem Frankreich am Donnerstag wegen der rasanten Ausbreitung der Corona-Variante Omikron in Großbritannien neue Reisebeschränkungen eingeführt hatte.

+++ 10:28 Südafrika: Omikron-Welle verliert im bisherigen Epizentrum an Dynamik +++

Die neue Omikron-Variante verbreitet sich in Südafrika rasch landesweit, scheint aber im bisherigen Epizentrum an Dynamik zu verlieren. "Es gibt erste Anzeichen dafür, dass wir in der Gauteng-Provinz den Höhepunkt überschritten haben", sagt Gesundheitsminister Joe Phaahla. Der Großraum um die Metropole Johannesburg und die Hauptstadt Pretoria habe bis Donnerstag bei den täglichen Neuinfektionen landesweit einen Anteil von 25 Prozent gehabt. Phaahla: "Zum Vergleich: Vor zehn Tagen stellte Gauteng noch 70 bis 80 Prozent der Neuinfektionen dar." Die von Omikron getriebene vierte Infektionswelle habe landesweit nun bei der Zahl der Neuinfektionen aber deutlich die Höchstwerte der vorangegangenen Wellen überschritten. Allerdings liegt die Zahl der Krankenhauseinweisungen deutlich unter denen vorangegangener Infektionswellen.

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+++ 10:02 US-Behörde: Geringe Zahl an Herzerkrankungen bei geimpften Kindern +++

Die US-Seuchenbehörde CDC hat erklärt, dass sie acht Fälle einer Herzentzündung bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren festgestellt haben, die den Corona-Impfstoff Biontech/Pfizer bekommen haben. Ob ein Zusammenhang zur Impfung besteht, teilt die CDC nicht mit. Zum Zeitpunkt der Untersuchung waren bereits mehr als sieben Millionen Impfungen bei Fünf- bis Elf-Jährigen in den USA vorgenommen worden. Die Fälle hatten zudem einen milden klinischen Verlauf, so die CDC.

+++ 09:47 WHO: Kein Problem bei Erst- und Zweitimpfung mit zwei Impfstoffen +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht kein Problem darin, Patienten bei der Erst- und Zweitimpfung gegen das Coronavirus unterschiedliche Impfstoffe zu verabreichen. Sie veröffentlichte dazu spezifische Empfehlungen. Über Vor- und Nachteile einer Auffrischimpfung mit einem unterschiedlichen Präparat als in der Grundimpfung liegen nach Angaben der WHO noch nicht genügend Studien vor.

+++ 09:20 Regierungschef von Wales: Omikron "bisher gefährlichste Entwicklung in der Pandemie" +++

Als Reaktion auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante verschärft Wales die Corona-Regeln nach Weihnachten wieder deutlich. In Büros und Geschäften gelten vom 27. Dezember an wieder Abstandsregeln, kündigt die Regierung in Cardiff an. Discos und Nachtclubs müssen wieder schließen. Omikron bedeute eine neue Gefahr für Gesundheit und Sicherheit, sagte Regierungschef Mark Drakeford. "Es handelt sich um die bisher gefährlichste Entwicklung in der Pandemie."

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in UK gesamt sowie in Regionaleinheiten

+++ 09:08 Holetschek: "Großbritannien als Virus-Variantengebiet einstufen" +++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert vom Bund eine schnelle Entscheidung, Großbritannien wegen der sich dort rasant ausbreitenden Omikron-Variante als Virusvariantengebiet einzustufen. Der CSU-Politiker verwies im "ntv Frühstart" darauf, dass die Zahlen in Großbritannien "vehement" anstiegen. Deshalb sollte bei der Einreise ein PCR-Test verpflichtend vorgelegt werden.

+++ 08:51 Wieler: "Die fünfte Welle wird kommen" - Chance, sie flach zu halten +++

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat keine Zweifel, dass Deutschland vor einer fünften Welle steht, die durch die Omikron-Variante verursacht wird: "Diese Variante wird sich sehr schnell verbreiten, die fünfte Welle wird kommen", sagte er dem "Spiegel". Allerdings gebe es eine Chance, die Welle flach zu halten. Dies sei möglich durch "impfen, impfen, impfen, konsequent Masken tragen, Kontakte beschränken, Großveranstaltungen absagen, Hotspots wie Klubs schließen, kontrollieren, ob die 2G-Regeln eingehalten werden, zum Beispiel in Restaurants". Auch müsste in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen der Schutz so hoch wie möglich gefahren werden - durch 2G plus, um noch Kontakte zu ermöglichen. "Allerdings sorge ich mich, dass die Maßnahmen wegen des Rückgangs der Zahlen wieder gelockert werden", so Wieler. Das wäre jedoch falsch.

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+++ 08:32 Inzidenz in Sachsen erstmals seit vier Wochen unter 800 +++

Die Inzidenz in Sachsen ist das erste Mal seit knapp vier Wochen wieder unter 800 gefallen, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Zwischenzeitlich hatte sie bei über 1200 gelegen. Seit etwas mehr als einer Woche sinkt die Inzidenz in Sachsen jedoch rapide. Nur noch Thüringen weist als einziges Bundesland eine Inzidenz von über 800 auf und ist mit 870,7 bundesweit trauriger Spitzenreiter. Doch auch dort ist der Trend rückläufig. Am niedrigsten ist die Inzidenz in Schleswig-Holstein, allerdings legte sie dort zuletzt leicht zu auf 165,2, von 163,3 am Vortag.

+++ 08:06 Südafrika spendet afrikanischen Ländern zwei Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson +++

Südafrika will anderen afrikanischen Ländern rund zwei Millionen Impfdosen des US-Herstellers Johnson & Johnson spenden. Die Maßnahme sei ein Zeichen der Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen die beispiellose Bedrohung der Gesundheit und der wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Kontinent, erklärt die Regierung. Die Impfdosen sollen nun so schnell wie möglich an die ärmsten Länder verteilt werden, kündigt die Afrikanische Union an. In Südafrika sind rund 38 Prozent aller Erwachsenen geimpft. Das ist deutlich mehr als in vielen anderen afrikanischen Ländern, aber weit von Südafrikas Ziel bis Jahresende entfernt. Zuletzt verlangsamte sich die Immunisierungskampagne, es kam zu einem Überangebot an Impfdosen.

+++ 07:47 Scholz und Macron gegen Testpflicht bei Reisen innerhalb der EU +++

Deutschland und Frankreich halten verpflichtende PCR-Tests auf das Coronavirus bei Reisen innerhalb der EU derzeit für nicht sinnvoll. "Wir haben nicht vor, innerhalb der Europäischen Union diese Tests einzuführen, weil wir viel Wert auf das reibungslose Funktionieren unseres gemeinsamen Raums legen", sagte der französische Präsident Emmanuel Macron nach dem EU-Gipfel in Brüssel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Zudem wäre die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme sehr reduziert, weil in der Regel Grenzpendler von ihnen ausgenommen würden. Scholz sagte: "Freizügigkeit innerhalb Europas ist wichtig, deshalb haben wir auch entsprechend unsere bisherigen Maßnahmen ausgerichtet." Die Lage werde beobachtet werden müssen. Aber erst einmal sei man "so unterwegs wie Frankreich".

+++ 07:23 Bremens Bürgermeister: Impfkritiker nicht pauschal verurteilen +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte warnt im Umgang mit Kritikern der Corona-Impfstrategie vor einer pauschalen Verurteilung. Es sei zwar eine Radikalisierung bei den Protesten zu beobachten. Allerdings dürfe nicht jeder, der sich kritisch zur Impfstrategie äußere, mit Rechtsradikalen und sogenannten Querdenkern in einen Topf geworfen werden. So viel Differenzierung müsse auf jeden Fall sein. "Völlig inakzeptabel für einen Rechtsstaat ist es natürlich, wenn man in organisierter Form und in SA-Manier mit Fackeln vor Häusern von Politikern aufmarschiert oder gar schwere Straftaten ankündigt und Morddrohungen ausstößt", betonte Bovenschulte. Etwas ganz anderes sei es aber, grundsätzlich von seinem Recht auf Meinungsäußerung Gebrauch zu machen, eine gewisse Impfstrategie zu kritisieren oder sich gegen eine Impfpflicht zu positionieren, auch wenn er das inhaltlich nicht für überzeugend halte.

+++ 06:59 China und EU mit Abstand größte Hersteller von Corona-Impfstoffen +++

China und Europa sind weltweit die größten Produzenten von Impfstoffen gegen das Coronavirus, gefolgt von Indien und den USA. Das geht aus Analysen hervor, die der Datenverarbeiter Airfinity vorstellte. Seit Beginn des Jahres seien insgesamt elf Milliarden Dosen produziert worden. Davon wurden laut der Analyse rund 4,5 Milliarden Dosen in China hergestellt und knapp 2,3 Milliarden im europäischen Wirtschaftsraum. Bei gleichbleibender Produktion würden bis Ende Juni 2022 weitere 8,7 Milliarden Dosen produziert, sagt Airfinity voraus.

+++ 06:38 Saarlands Ministerpräsident: "Brauchen Impfstoff, keine Panikmache" +++

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans spricht sich wegen möglicher Impfstoff-Engpässe beim Boostern gegen eine Priorisierung nach Bevölkerungsgruppen aus. "Wir brauchen jetzt keine Priorisierung der Impfgruppen, wir brauchen rasch Klarheit über die Menge des verfügbaren Impfstoffs", sagte Hans der "Rheinischen Post". Bund und Länder sollten besser gemeinsam Licht ins Dunkel der vorhandenen oder nicht vorhandenen Impfstoffmengen bringen - ein "Schwarzer-Peter-Spiel" helfe nicht weiter, sondern verunsichere die Menschen. "Deutschland braucht ausreichend Impfstoff und keine Panikmache", so der CDU-Politiker.

+++ 06:14 Weitere Lieferungen von Kinder-Impfstoff Anfang Januar +++

Für die angelaufenen Corona-Impfungen von Kindern zwischen fünf und elf Jahren in Deutschland soll zu Beginn des neuen Jahres weiterer Impfstoff kommen. In den beiden Wochen vom 3. Januar und vom 10. Januar sind jeweils Lieferungen von 1,25 Millionen Dosen des Kinder-Präparats von Biontech an das Zentrallager des Bundes geplant, wie eine neue Übersicht des Gesundheitsministeriums zeigt. Weitere 1,25 Millionen Dosen sollen im Januar folgen. Für den Auftakt der Kinderimpfungen in dieser Woche war eine erste Lieferung von 2,4 Millionen Dosen vorgesehen. Verwendet wird ein niedriger dosierter Biontech-Impfstoff. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfungen für Kinder, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Es können nach individueller Entscheidung und ärztlicher Aufklärung aber auch alle Kinder geimpft werden. Für Kinder ab zwölf Jahren laufen Impfungen bereits seit mehreren Wochen.

+++ 05:52 Grünen-Gesundheitsexperte bringt Impfpflicht für bestimmte Beamte ins Gespräch +++

Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Janosch Dahmen, bringt eine Impfpflicht für bestimmte Beamtengruppen ins Gespräch. "Was für das Gesundheitspersonal schon beschlossen wurde, kann grundsätzlich auch für Beamte mit Verantwortung für andere Menschen richtig sein", sagt Dahmen der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Polizisten, Lehrer oder Feuerwehrleute könnten berufsbedingt oftmals keinen Schutzabstand halten. Diese Berufsgruppen hätten aber eine besondere Schutzverantwortung. "Wenn man mit Vernunft und Einsicht nicht weiterkommt, sollte der Staat als Ultima Ratio diese Schutzverantwortung meines Erachtens mit einer Pflicht durchsetzen", so der Grünen-Politiker.

+++ 04:58 RKI: Inzidenz sinkt deutlich auf 331,8 +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 50.968 Neuinfektionen. Das sind 10.320 Fälle weniger als am Freitag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 331,8. Am Vortag hatte er noch bei 340,1 gelegen, vor einer Woche bei 413,7. Außerdem starben 437 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Von Anfang November an war der Wert rasant angestiegen. In der Folge wurden täglich neue Höchststände registriert. Seit mehr als einer Woche sinkt die Zahl jedoch wieder.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:30 Studie bestätigt: Leicht erhöhtes Herz-Risiko bei Moderna-Impfung +++

Eine breit angelegte Studie bestätigt, dass der Impfstoff von Moderna ein geringes Risiko für meist nicht schwerwiegende Herzprobleme birgt. Die im "British Medical Journal" veröffentlichte Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass eine Moderna-Impfung "mit einem höheren Risiko für Myokarditis oder Perikarditis verbunden" sei. Die Studie bestätigt somit frühere Erkenntnisse - allerdings basiert sie auf Bevölkerungsdaten für ganz Dänemark und ist somit deutlich belastbarer als andere Untersuchungen. Der Studie zufolge ist das Risiko einer Entzündung besonders bei Menschen im Alter von 12 bis 39 Jahren erhöht. Die Forscher betonen, dass diese Herzprobleme selten auftreten. Auch bei den unter 40-Jährigen, die mit Moderna geimpft wurden, waren nur etwa 0,005 Prozent davon betroffen.

+++ 03:58 Merz lehnt Impfpflicht derzeit ab +++

CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz sieht eine allgemeine Impfpflicht skeptisch. "Wir sollten erst klären, ob es einfachere, bessere, verhältnismäßigere Mittel gibt, um eine wesentlich höhere Impfquote zu bekommen", sagt Merz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Mit einer konsequenten Anwendung der 2G-Regel könne dieses Ziel "möglicherweise" auch erreicht werden. Zudem habe er große Zweifel am Vollzug. "Wir haben kein nationales Impfregister." Damit wisse der Staat gar nicht, wer geimpft sei und wer nicht. "Bevor diese Fragen nicht beantwortet sind, kann und werde ich mich nicht auf eine Impfpflicht festlegen", so Merz.

+++ 03:04 Keine einheitlichen Regeln für katholische Weihnachtsgottestdienste +++

In den katholischen Gemeinden gibt es in diesem Jahr keine einheitlichen Corona-Schutzregeln für die Weihnachtsgottesdienste: "Die Kirche reagiert auf die landesspezifisch und regional verschiedenen Erfordernisse angesichts der Corona-Situation", sagt der Sprecher der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz (DKB), Matthias Kopp, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es gebe Gottesdienste unter 2G, unter 3G, zum Teil aber auch ganz ohne Impf- oder Testnachweis. In den Kirchengemeinden gebe es inzwischen gut eingeübte Hygienekonzepte. "Zugleich ermutigt die Kirche die Menschen und ihre Gläubigen ausdrücklich, sich impfen zu lassen, damit wir alle gemeinsam diese Pandemie bekämpfen", betont Kopp.

+++ 02:23 EU-Länder wollen 180 Millionen Dosen angepassten Impfstoff anschaffen +++

Die EU-Staaten wollen sich 180 Millionen Dosen an Omikron angepassten Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer liefern lassen. Ein bestehender Vertrag sehe vor, dass die Unternehmen die Impfstoffe - falls gewünscht - innerhalb von 100 Tagen an neue Varianten anpassen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Die EU-Staaten nutzen ihr zufolge nun diese Möglichkeit. Insgesamt sieht der Vertrag mit Biontech/Pfizer die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen bis Ende 2023 vor.

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+++ 01:42 Fahrgastverband: "Ansteckungsrisiko in Zügen nicht größer als im öffentlichen Leben" +++

Der Fahrgastverband Pro Bahn hält Bahnfahren rund um Weihnachten trotz hoher Corona-Inzidenzen für vertretbar. "Es gibt keinen Grund, die Bahn nicht zu nutzen. Das Ansteckungsrisiko in Zügen ist nicht größer als im öffentlichen Leben", sagt der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, den Zeitungen Funke Mediengruppe. In allen Zügen gelte die Masken- und 3G-Pflicht. Auf dem Buchungsportal der Deutschen Bahn könne man sich zudem darüber informieren, wie stark einzelne Züge besetzt seien.

+++ 01:09 Politologe Merkel sieht Unterdrückung von Corona-Protesten skeptisch +++

Der Politik-Wissenschaftler Wolfgang Merkel sieht die Demokratie durch radikale Corona-Proteste nicht gefährdet und warnt vor deren Unterdrückung. "Diese ekelhaften und an den Nationalsozialismus erinnernden Fackelaufzüge sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Demokratie. Das sind nicht 50 Prozent, die protestieren, sondern höchstens fünf bis zehn Prozent", sagt der Demokratieforscher vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung den "Badischen Neuesten Nachrichten". Es sei für einen demokratischen Staat "möglicherweise gefährlicher, wenn wir Liberale ihn selbst illiberalisieren, als wenn dies eine kleine radikale Gruppe von zehn Prozent versucht." Stattdessen plädiert Merkel für sogenannte Bürgerräte mit zufällig ausgewählten Menschen, die etwa die Impffrage zu lösen versuchen.

+++ 00:23 Biden warnt Ungeimpfte vor Omikron +++

US-Präsident Biden ruft angesichts der beginnenden Ausbreitung der Omikron-Variante zum Impfen auf. Schon ab Januar werde sich die neue Variane "viel schneller" in den USA verbreiten. "Aber es gibt gute Nachrichten: Wenn Sie geimpft sind und Ihren Booster bekommen haben, sind Sie gegen schwere Krankheitsverläufe und Tod geschützt", sagt Biden im Weißen Haus. Ungeimpfte brächten sich selbst und ihre Familien in Gefahr und drohten die Krankenhäuser an Kapazitätsgrenzen zu bringen, so Biden.

+++ 23:19 Slowakischer Ex-Regierungschef Fico vor Corona-Protest festgenommen +++

Der frühere Regierungschef der Slowakei, Robert Fico, ist vor laufenden Kameras festgenommen worden. Der Chef der linkspopulistischen Oppositionspartei Richtung-Sozialdemokratie hatte zu einer Protestveranstaltung gegen die Corona-Politik der Regierung aufgerufen. Unmittelbar zuvor führten Polizisten den 57-Jährigen jedoch ab. Wegen der Corona-Pandemie gilt in der Slowakei seit 25. November ein landesweites Versammlungsverbot.

+++ 22:26 US-Experten: Lieber mRNA-Vakzine als J&J-Impfstoff +++

Externe Berater der US-Seuchenbehörde CDC stimmen für eine Empfehlung an US-Bürger, die mRNA-Impfstoffe von Firmen wie Biontech, Pfizer und Moderna gegenüber dem Vakzin von Johnson & Johnson (J&J) vorziehen. Die Entscheidung der Experten des Beratungskomitees für Immunisierung fällt einstimmig, eine Zustimmung der CDC steht noch aus. Hintergrund sind seltene Blutgerinnsel bei dem J&J-Impfstoff. Deren Auftreten ist der CDC zufolge offenbar höher als zunächst angenommen. In den USA sollen nach Angaben der Behörde mindestens neun Menschen daran gestorben sein.

+++ 22:03 Steinmeier besucht Impfzentrum und dankt für Solidarität +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat allen Menschen in Deutschland gedankt, die sich gegen das Coronavirus haben impfen lassen. "Danke an die große Mehrheit in unserem Land, die seit vielen Monaten umsichtig und solidarisch handelt", sagte er bei einem Besuch des Impfzentrums in Berlin-Tegel. Dort sprach Steinmeier mit Menschen, die auf die Impfung warteten, sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Impfzentrums. Die Menschen wüssten, dass man der Pandemie nicht ohne Impfung entkommen könne. Das sei in der Warteschlange zu spüren gewesen, sagte Steinmeier. Sie unterstützten die Impfkampagne, auch wenn mal Geduld gefragt sei. Viele seien dankbar für ihre dritte Impfung. "Es ist gut, dass die Boosterkampagne jetzt richtig Fahrt aufgenommen hat", sagte der Bundespräsident.

+++ 21:27 Valneva verhandelt mit mehreren Ländern über Impfstoff-Lieferungen +++

Der französisch-östereichische Impfstoffhersteller Valneva verhandelt derzeit mit mehreren Ländern über Liefervereinbarungen für seinen Corona-Totimpfstoff. "Wir sind mit einigen anderen Ländern in Kontakt zu ähnlichen Vereinbarungen, die wir bereits abgeschlossen haben", sagt Konzernchef Thomas Lingelbach. Nach dem Scheitern des Lieferabkommens mit Großbritannien hatte das Unternehmen Vorabkaufverträge mit der EU von bis zu 60 Millionen Dosen sowie einer kleineren Menge mit Bahrain vereinbart. Mit der Impfstoffzulassung rechnet der Konzern wie bereits angekündigt im ersten Quartal 2022.

+++ 20:53 Experten: Masken und Tests wichtigster Schutz für Schulen +++

Das korrekte Tragen von Mund-Nase-Masken und regelmäßiges Testen sind nach Expertenansicht die wirksamsten Corona-Schutzmaßnahmen für Schulen. Das werde durch aktuelle Studien belegt, sagt Eberhard Bodenschatz vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. "Nur durch Kombination von Masken, Lüften und Testen kann eine wirksame Prävention gelingen", erklärt Ulrich Pöschl vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Andere Mittel wie Lüften oder Luftreiniger ersetzen demzufolge das Tragen von Masken in der Pandemie nicht. Sie seien allerdings flankierend zum Schutz vor indirekten Infektionen sinnvoll, teilen die beiden Max-Planck-Institute mit.

+++ 20:13 RKI: Zahlen sinken nicht schnell genug +++

Nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) sinkt die Zahl der Neuinfektionen im Hinblick auf die hohe Belastung der Intensivstationen und die bevorstehende Omikron-Welle nicht stark und nicht schnell genug. Das schreibt das RKI in seinem Wochenbericht. Alle Maßnahmen - etwa die Reduktion von Kontakten, das Tragen von Masken oder das Einhalten der Hygieneregeln - müssten aus diesem Grund aufrechterhalten oder sogar intensiviert werden. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen sei zwischen dem 6. und 12. Dezember um 13 Prozent im Vergleich zur Vorwoche gesunken, heißt es. Auch der Anteil positiv getesteter Proben habe sich nicht weiter erhöht und liege nun bei 19,8 Prozent (Vorwoche: 20,6 Prozent). Trotz dieser Entwicklung würden nach wie vor sehr hohe Fallzahlen verzeichnet, die Belastung der Intensivstationen bleibe hoch. Einen Zuwachs registrierte das RKI bei der Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit der Omikron-Variante. Bis zum 14. Dezember wurden demnach 112 Fälle der Variante nachgewiesen. Bis zum 7. Dezember hatte es 28 sicher nachgewiesene Infektionen gegeben. Bezogen auf die Gesamtzahl der Infektionen spielt die Variante allerdings in Deutschland noch kaum eine Rolle.

+++ 19:53 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 53.642 neue Fälle gemeldet +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.688.232 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 53.642 neue Fälle hinzu. Das bedeutet eine Abnahme um 19,7 Prozent im Vergleich zum Donnerstag der vergangenen Woche (damals wurden 66.834 neue Ansteckungen registriert). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 420 auf 107.330 (Vorwoche: 485 neue Fälle). Als aktuell infiziert gelten rund 899.200 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,86 angegeben (Vortag: 0,84).

Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4765 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2661 davon werden invasiv beatmet. 3172 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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