Panorama

Coronavirus-Liveticker+++ 23:51 Twitter-Gründer spendet eine Milliarde Dollar +++

08.04.2020, 00:09 Uhr

Twitter-Gründer Jack Dorsey spendet eine Milliarde Dollar für den Kampf gegen das Coronavirus. Die Summe entspreche 28 Prozent seines Vermögens, so Dorsey. Konkret wolle er Anteile des ebenfalls von ihm gegründeten Online-Bezahldienstes Square im Wert von einer Milliarde Dollar (rund 926 Millionen Euro) an sein stiftungsähnliches Unternehmen Start Small übertragen.

+++ 23:20 Zehntausende Menschen wollen Wuhan verlassen +++

Nach der Aufhebung eines mehr als zwei Monate dauernden Ausreiseverbots wegen der Corona-Pandemie machen sich tausende Menschen auf den Weg aus der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan. Menschenmassen strömen am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) zum Bahnhof Wuchang, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachten. Es wird damit gerechnet, dass zehntausende Einwohner die Stadt im Laufe des Tages per Zug verlassen.

+++ 22:53 Niederlande wollen am 19. Juni Ligabetrieb wieder aufnehmen +++

Der niederländische Fußballverband (KNVB) hofft, den Ligabetrieb in den höchsten beiden Profiligen am 19. Juni wieder aufnehmen zu können. Dies teilt der KNVB nach einer Videokonferenz mit den Profiklubs und weiteren bedeutenden Vertretern mit. Zuletzt haben unter anderem die Topklubs Ajax Amsterdam, PSV Eindhoven oder AZ Alkmaar den Saisonabbruch in der Eredivisie gefordert. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat allerdings nach dem Abbruch der belgischen Super League ihren Mitgliedsverbänden mit dem Europapokalausschluss gedroht, falls die nationalen Wettbewerbe vorzeitig beendet werden.

+++ 22:29 Lindner: "Schutzmasken sind sinnvoll, Maulkörbe nicht" +++

FDP-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung aufgefordert, ein Konzept zur Lockerung der wegen der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen zu entwickeln. "Am Anfang war die Strategie des kompletten Runterfahrens des Landes besser als alle Alternativen. Das muss aber stets geprüft werden", sagte Lindner auf Nachfrage in Berlin. "Die Regieanweisungen aus der Regierung, darüber öffentlich nicht zu sprechen, überzeugen uns schon einige Zeit nicht mehr. Schutzmasken sind sinnvoll, Maulkörbe nicht."

Der FDP-Chef schließt sich damit der Empfehlung des Deutschen Ethikrates an. "Es ist zu früh, Öffnungen jetzt vorzunehmen. Aber es ist nie zu früh, über Kriterien für Öffnungen nachzudenken", sagte der Vorsitzende des beratenden Gremiums, der Theologe Peter Dabrock.

+++ 21:59 US-Experten erwarten weniger Tote als prognostiziert +++

Mehrere Vertreter von US-Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Toten im Land durch die Coronavirus-Pandemie unter den Höchstwerten liegen wird, die das Weiße Haus prognostiziert hatte. Generalstabsarzt Jerome Adams sagte dem Sender ABC, er stimme mit dem Chef der Seuchenschutzbehörde CDC, Robert Redfield, überein, dass manche Prognosen sich wahrscheinlich als zu hoch herausstellen würden. Beide vermieden allerdings eigene Vorhersagen. Das Weiße Haus geht davon aus, dass in den USA schlimmstenfalls 100.000 bis 240.000 Menschen durch das Coronavirus sterben werden. Bisher liegt die Todeszahl bei knapp 11.000 Menschen.

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+++ 21:38 Zustand von Johnson weiter "stabil" +++

Der britische Premierminister Boris Johnson befindet sich nach wie vor in einem "stabilen" Zustand auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses. Das teilt der Regierungssitz Downing Street am Abend mit. Das nächste Mal soll am Mittwoch über den Zustand des britischen Regierungschefs informiert werden.

Bereits am Nachmittag hatte ein Regierungssprecher mitgeteilt, dass Johnson "selbstständig und ohne jegliche Unterstützung" atme. Dem Premier werde zwar Sauerstoff zugeführt, er sei aber nicht an eine Beatmungsmaschine angeschlossen, hieß es. Johnson habe auch keine Lungenentzündung.

+++ 21:17 Flugzeug mit acht Millionen Schutzmasken aus China gelandet +++

In München ist am Abend ein Flugzeug mit acht Millionen Schutzmasken an Bord gelandet. Es war am Morgen in Shanghai gestartet. Nach einer Zwischenlandung in Seoul kam die Lufthansa-Maschine mit der Fracht in München an, wo sie vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Lufthansa-Chef Carsten Spohr empfangen wurde. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind Schutzmasken Mangelware.

+++ 21:07 EU-Finanzminister diskutieren virtuell über Corona-Bonds +++

Die EU-Finanzminister haben sich erneut zu einer virtuellen Diskussionsrunde getroffen, um ein Rettungspaket für die Corona-Wirtschaftskrise zu schnüren. In den vergangenen Tagen wurde weitgehende Einigkeit bei drei Instrumenten erzielt, die einen Umfang von gut 500 Milliarden Euro haben sollen: Eurorettungsschirm ESM, die Europäische Investitionsbank und Kurzarbeiter-Hilfen. Streit gab es dagegen beim Thema Gemeinschaftsanleihen, auch bekannt als Eurobonds, Corona-Bonds oder auch Recovery Bonds. Italien pocht auf die gemeinsamen Anleihen, die Bundesregierung lehnt sie ab.

+++ 20:54 Serbien schickt alle Infizierten ins Massenlazarett +++

In Serbien werden alle Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, ab sofort in ein Massenlazarett eingewiesen. Das hat das serbische Gesundheitsministerium angeordnet. Bisher durften Infizierte, die nur leichte oder gar keine Symptome aufweisen, in Heimquarantäne bleiben. Menschen mit schwereren Krankheitsverläufen kommen wie bisher in reguläre Krankenhäuser.

Das erste Massenlazarett mit 3000 Betten hatte am 29. März auf dem Gelände der Belgrader Messe seine Pforten geöffnet. Am Dienstagnachmittag befanden sich dort 104 Patienten. Die Zahl der Toten gibt Serbien mit 61 an.

+++ 20:31 Infektionszahl in Deutschland steigt wieder leicht +++

In Deutschland ist die Zahl der insgesamt bestätigten Coronavirus-Infektionen nach aktuellen Berechnungen von ntv auf 103.036 gestiegen. Das ist ein Zuwachs von 4091 Fällen binnen 24 Stunden und im Vergleich zu den letzten Tagen eine Trendumkehr: Von Sonntag zu Montag war die Zahl der täglichen Neuinfektion bereits auf 2995 Fälle gesunken. Auch in den Tagen zuvor war sie jeweils zurückgegangen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich in den letzten 24 Stunden um 236 auf 1814.

Allerdings hatte Nordrhein-Westfalen am Montag auffällig weniger neue Infektionen und Todesfälle gemeldet. Mutmaßlich verbirgt sich hinter den Zahlen also ein Sondereffekt, der mit dem Wochenende zusammenhängt.

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+++ 20:08 Frankreich beklagt mehr als 10.000 Tote +++

In Frankreich sind inzwischen 10.328 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Seit Anfang März habe es 7091 Todesfälle in Krankenhäusern und 3237 in sozialen Einrichtungen wie Altersheimen gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jerome Salomon. Zuletzt habe man innerhalb von 24 Stunden 607 Todesfälle verzeichnet. "Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt", sagte Salomon mit Blick auf die Pandemie. Eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen ergebe derzeit daher keinen Sinn.

Frankreich ist erst das vierte Land, das mehr als 10.000 Todesopfer verzeichnet. Auch Italien, Spanien und die USA gehören dazu.

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+++ 19:53 Großbritannien meldet weitere 786 Todesopfer +++

Die Zahl der Infizierten in Großbritannien ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf 55.242 gestiegen von 51.608 am Montag. Die Zahl der Toten legte um 786 auf 6159 im Vergleich zum Sonntag zu.

+++ 19:39 New York erlebt bisher tödlichsten Tag +++

Die Zahl der Todesfälle im Bundesstaat New York steigt stärker. Gouverneur Andrew Cuomo gab einen Anstieg um 731 auf 5489 Tote bekannt, der größte Anstieg binnen eines Tages. Zuvor hatte die höchste Zahl der Todesopfer an einem Tag bei 630 gelegen. Cuomo wies zudem darauf hin, dass die Epidemie in der Stadt bisher seit "nur 37 Tagen" grassiert. Die Influenza-Pandemie von 1918 habe sechs Monate in New York gewütet, mahnte der Gouverneur.

+++ 19:36 Spanische Todeszahlen steigen wieder +++

In Spanien ist die Zahl der Corona-Toten wieder deutlich angestiegen. Binnen eines Tages wurden 743 neue Todesfälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Zuvor hatten rückläufige Todeszahlen vier Tage in Folge die Hoffnung geweckt, dass Spanien das Schlimmste hinter sich habe. Insgesamt sind in Spanien bereits 13.798 Menschen an dem neuartigen Coronavirus gestorben.

+++ 19:24 Italien meldet geringsten Infektions-Anstieg seit 25 Tagen +++

In Italien kann der Zivilschutz bei den Neuinfektionen ein Signal der Hoffnung vermelden: Die Zahl aller bestätigten Infizierten stieg in den letzten 24 Stunden nur noch um 3039. Das ist der geringste Wert seit dem 13. März. Die Zuwachsrate der Neuinfektionen sinkt auf nur noch 2,3 Prozent.

Die Experten sehen darin einen Erfolg der strikten Maßnahmen im Kampf gegen das Virus. Die Zahl der offiziellen Corona-Toten kletterte dennoch im Vergleich zum Vortag um 604 auf 17.127. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen nahm dagegen weiter leicht ab.

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+++ 19:11 Ökonom fordert Belohnungen fürs Abstandhalten +++

Social Distancing - und dafür Geld aufs Handy: Das schlägt Dominik Rehse vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in einem Beitrag für den Berliner "Tagesspiegel" vor. Demnach könnten die Bewegungsdaten der Smartphones beweisen, dass Bürger während der Corona-Krise Abstand zu anderen Handynutzern halten und Menschengruppen meiden. Als Belohnung könnten Mobilfunkanbieter Prämien auszahlen, schreibt Rehse. Solche Anreize seien insbesondere dann sinnvoll, "wenn Polizei, Ordnungsämter und andere staatliche Organe an ihre Leistungsgrenzen kommen".

+++ 18:54 Volle Züge nach Ende von Ausreiseverbot in Wuhan +++

In der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan ist das Ausreiseverbot ausgelaufen, das wegen der Coronavirus-Pandemie mehr als zwei Monate lang galt. Mit dem Ende der Maßnahme strömten in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) Tausende Menschen zu den Zügen am Bahnhof, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP melden. Es ist das erste Mal seit dem 23. Januar, dass die Bewohner Wuhan verlassen dürfen.

Aus der Millionenstadt waren Ende Dezember die weltweit ersten Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Hauptstadt der Provinz Hubei wurde wegen der Ausbreitung des Erregers als erste chinesische Stadt komplett abgeriegelt, später folgte fast die gesamte Provinz.

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+++ 18:26 CNN: Zwölf New Yorker Polizisten gestorben +++

Die New Yorker Polizei ist schwer von der Corona-Pandemie betroffen. Mindestens zwölf Mitarbeiter seien bereits durch eine Infektion gestorben, berichtet der Nachrichtensender CNN. Mehr als 2000 weitere Mitarbeiter seien infiziert. Fast 7000 Polizeibeamte hätten sich aus den unterschiedlichsten Gründen krank gemeldet und könnten derzeit nicht zum Dienst erscheinen, das seien rund 20 Prozent der uniformierten Einsatzkräfte des NYPD.

Die New Yorker Polizeibehörde ist mit rund 50.000 Mitarbeitern die größte des Landes. Der Großraum New York City mit rund neun Millionen Einwohnern ist derzeit das Epizentrum der Corona-Krise in den USA.

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+++ 18:01 Medikamente für europäische Intensivpatienten knapp +++

Vielen europäischen Krankenhäusern könnten womöglich in wenigen Tagen Medikamente ausgehen, die für die Behandlung schwerkranker Corona-Patienten nötig sind. Davor warnt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in einem auf den 3. April datierten Brief an mehrere Verbände der Arzneimittelindustrie. Um die Versorgung zu sichern, rufe sie die europäische Pharmaindustrie auf, ihre Produktion der benötigten Medikamente hochzufahren, schreibt Kyriakides. "Wir verlassen uns auf Sie und Ihren Sinn für Verantwortung und Solidarität, um sicherzustellen, dass Patienten in Europa Zugang zu den Medikamenten haben, die sie benötigen."

Der Journalismus-Verbund "The Bureau of Investigative Journalism" hat den Brief in englischer Originalfassung auf seiner Webseite hochgeladen.

+++ 17:42 Norwegen öffnet Kindergärten und geliebte Hütten +++

Nach einer Reihe anderer Länder lockert auch Norwegen seine ersten Corona-Maßnahmen. Kindergärten werden am 20. April wieder geöffnet, sieben Tage später sollen die ersten bis vierten Klassenstufen von Schulen folgen, wie Ministerpräsidentin Erna Solberg sagte. Ziel sei es, alle Schüler noch vor dem Sommer zurück in die Schulen zu bringen. Auch in ihren geliebten Hütten sollen die Norweger ab dem 20. April wieder übernachten dürfen.

Neue Zahlen belegen, dass Infizierte in Norwegen derzeit im Durchschnitt nur noch 0,7 andere Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Gesundheitsminister Bent Hoie hatte deshalb am Montag gesagt, die Epidemie sei unter Kontrolle gebracht.

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+++ 17:18 Schutzmasken-Betrug: NRW erhält 12 Millionen Euro zurück +++

Die Staatsanwaltschaft im bayerischen Traunstein hat einen Millionenbetrug mit einem fingierten Verkauf von Schutzmasken aufgedeckt. Dadurch konnten dem Land Nordrhein-Westfalen 12,3 Millionen Euro von bereits bezahlten 14,7 Millionen Euro zurückerstattet werden, teilt die Ermittlungsbehörde mit. Ob der Restbetrag ebenfalls gesichert und die Betrüger ermittelt werden könnten, sei unklar. Die Betrüger stammen demnach aus dem asiatischen Raum. Nordrhein-Westfalen hatte laut Staatsanwaltschaft über zwei Vertriebsfirmen zehn Millionen Masken bei ihnen bestellt.

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+++ 16:52 Forensiker: "In Hamburg niemand ohne Vorerkrankung gestorben" +++

Der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel, der mit seinem Team die Corona-Opfer der Hansestadt obduziert, hält die Angst vor dem Virus für überzogen. In Hamburg sei bisher kein einziger nicht vorerkrankter Mensch an dem Virus gestorben, sagte er der "Hamburger Morgenpost". "Alle, die wir bisher untersucht haben, hatten Krebs, eine chronische Lungenerkrankung, waren starke Raucher oder schwer fettleibig, litten an Diabetes oder hatten eine Herz-Kreislauf-Erkrankung." Das Virus sei in diesen Fällen der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe. In Hamburg sind bisher 20 Menschen an dem Coronavirus gestorben.

+++ 16:26 Ebola-Mittel für schwerkranke Corona-Patienten freigegeben +++

Besonders schwer erkrankte Corona-Patienten dürfen künftig mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff Remdesivir behandelt werden - aber nur, wenn alle anderen Mittel versagt haben, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn entschieden. Ein US-Pharmaunternehmen hat den Wirkstoff ursprünglich für Ebola-Infektionen entwickelt. Vergangene Woche hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA bestätigt, dass erste Anzeichen für eine Wirksamkeit auch gegen das Coronavirus vorliegen. Genauere Angaben sind den Behörden zufolge zurzeit nicht möglich: "Die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen bleiben abzuwarten."

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+++ 16:10 Schweden meldet 114 neue Todesfälle +++

In Schweden ist die Zahl der Corona-Toten binnen eines Tages um 114 gestiegen. Nach Angaben der schwedischen Gesundheitsbehörde steigt die Zahl der Todesopfer damit insgesamt auf 591. Bei insgesamt 7693 bestätigten Infektionen macht das eine Sterblichkeitsrate von 7,7 Prozent.

Die schwedische Regierung verfolgt in der Pandemie bisher eine weniger strenge Strategie als andere europäischen Staaten wie Deutschland: Es gibt keine Ausgangsbeschränkungen, Grundschulen, Restaurants und Bars sind geöffnet. Teile der Bevölkerung werfen der Regierung deshalb vor, der Wirtschaft zuliebe Menschenleben zu opfern.

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+++ 15:42 Drosten: Meiste Infektionen in Privathaushalten +++

Zu den meisten Infektionen mit dem Coronavirus kommt es nach Aussage des Berliner Virologen Christian Drosten in den eigenen vier Wänden. "Das wissen wir ganz genau aus Wuhan", sagt er in der neuen Folge des NDR-Podcasts "Coronavirus-Update". Die chinesische Millionenstadt gilt als Epizentrum der aktuellen Pandemie.

Im Kampf gegen das Virus bringt uns diese Information nach Aussage des Experten aber nicht sonderlich viel, sondern sei aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen "fast selbstverständlich". "Das sagt nichts darüber aus, wie Übertragungen in Alltagssituationen stattfinden, denn diese Alltagssituationen sind ja im Moment ausgeschaltet", erklärt der Virologe. "Das ist das Problem. Wir können im Moment nicht sagen, wir gucken uns irgendeine bestimmte Situation exemplarisch an und haben die Lösung gefunden, sondern wir müssen uns klarmachen: Im Moment ist das gesamte Infektionsgeschehen zufällig verteilt."

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+++ 15:25 Baden-Württemberger missachten Besuchsverbot in Pflegeheimen +++

Im Kampf gegen das Coronavirus hat die baden-württembergische Landesregierung Ausgangsbeschränkungen für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen beschlossen. Die Einrichtungen dürfen nur noch aus triftigen Gründen wie etwa zu Arztbesuchen verlassen werden, erklärte Sozialminister Manfred Lucha nach einer Kabinettssitzung. Auch Spaziergänge sollten möglichst auf dem Gelände der Einrichtungen stattfinden oder nur noch unter strengen Auflagen im öffentlichen Raum möglich sein.

Die Ursache für die Verschärfung ist ärgerlich: Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte, dass die bisher geltenden Besuchsverbote immer wieder umgangen worden sind - häufig ohne geeignete Schutzmaßnahmen. "Das ist zwar menschlich nachvollziehbar, aber in der Sache natürlich brandgefährlich."

+++ 14:57 Downing Street: Johnson hat keine Lungenentzündung +++

Der Zustand des britischen Premierministers Boris Johnson ist nach Angaben der Downing Street "stabil". Der Regierungssitz in London hat außerdem erstmals klargestellt, dass Johnson nicht an einer Lungenentzündung leidet. "Das ist nicht der Fall, nein", sagte ein Regierungsprecher darauf angesprochen in einer Fragerunde mit Journalisten. Demnach musste Johnson bisher auch noch nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden.

Johnson hat die vergangene Nacht wegen anhaltender Corona-Beschwerden wie Fieber und Husten auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses verbracht. Eine schwere Lungenentzündung gehört zu den häufigsten Todesursachen einer Covid-19-Erkrankung.

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+++ 14:35 Spahn: Partys und Volkfeste kommen als Letztes zurück +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat einer vollständigen Rückkehr in die Normalität nach Ostern eine Absage erteilt. "Es wird nicht sofort wieder alles so sein wie vorher", sagte er in Stuttgart nach Gesprächen mit der baden-württembergischen Landesregierung. Er finde deshalb den Begriff "Exit" auch nicht passend, weil er suggeriere, dass bald alles wieder sein werde wie vor der Corona-Krise.

"Wenn, dann geht es um eine schrittweise Rückkehr in den Alltag", sagte Spahn. "Das, was sicherlich als letztes wieder möglich ist, das ist im Zweifel die Party und das Volksfest."

+++ 14:18 Ministerin warnt vor unseriösen Schutzausrüstung-Angeboten +++

Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping warnt vor unseriösen Angeboten im Zusammenhang mit Schutzausrüstungen. "Leider versuchen Glücksritter, mit falschen Angeboten und der Hoffnung auf Vorkasse, schnelles Geld auf dem Rücken des Steuerzahlers zu verdienen", sagt Köpping der "Sächsischen Zeitung". Laut Ministerium trafen in den ersten zwei Wochen der Corona-Pandemie täglich etwa 40 bis 50 Angebote von sogenannten Vermittlern und Zwischenhändlern ein. Meist habe sich jedoch schnell herausgestellt, dass die Ware weder in Deutschland noch im Ausland vorrätig war. Die Anbieter hätten dabei beteuert, Ware gegen Vorkasse beschaffen zu können - und das mitunter bis zu 100 Prozent. Die Preise seien bis zu zehn Mal so hoch wie vorher, hieß es. "Bei den bisher rund 500 Angeboten hat sich etwa nur jede 20. Offerte als seriös herausgestellt", sagt Ministeriumssprecher Andreas Friedrich.

+++ 14:03 WWF: Zerstörung der Umwelt kann Krankheitserregern nutzen +++

Die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheitserreger wie Viren von Wild- und Haustieren auf den Menschen übertragen werden, kann durch die Zerstörung und Veränderung natürlicher Ökosysteme, den illegalen oder unkontrollierten Handel mit Wildarten und die unhygienischen Bedingungen auf Tiermärkten steigen. Das geht aus einer Analyse der Umweltstiftung WWF hervor. Die Organisation fordert daher, die Gesundheit von Menschen, Wildtieren und Umwelt gemeinsam zu denken. Intakte Natur sei "ein Bollwerk gegen neue Krankheitserreger und Pandemien". Deutschland müsse sich dafür einsetzen, dass Entwaldung weltweit gestoppt und Lebensräume erhalten werden. Nach WWF-Angaben sind etwa 60 Prozent aller heute bekannten Infektionskrankheiten Zoonosen, die irgendwann von Tieren auf den Mensch übersprangen. Der neue Erreger Sars-CoV-2 ist erstmals im Zusammenhang mit einem Wildtiermarkt in China bemerkt worden.

+++ 13:46 Zehn Babys in rumänischer Klinik infiziert +++

In einem rumänischen Kinderkrankenhaus sind zehn Neugeborene positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Babys seien wahrscheinlich durch das medizinische Personal der Klinik in Temeswar angesteckt worden, erklärt Gesundheitsminister Nelu Tataru. Die Mütter seien nicht infiziert, die Neugeborenen aber schon. Das Ministerium leitete Ermittlungen ein. Den Neugeborenen geht es den Angaben zufolge gut, sie haben bisher keine Symptome der Lungenkrankheit Covid-19. Neun von ihnen konnten das Krankenhaus bereits mit ihren Müttern verlassen und befinden sich nun zu Hause in Quarantäne.

+++ 13:24 Söder erwartet Maskenpflicht +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder rechnet mit einer Pflicht zum Tragen von Schutzmasken. "Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben", sagt der CSU-Chef in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung. Dies sehe er als hochwahrscheinlich an. Er bereitet die Bevölkerung zudem auf eine Fortdauer der öffentlichen Beschränkungen bis Juni und darüber hinaus vor. Bayern habe Sympathie für das am Montag von der österreichischen Regierung verkündete Modell. Die Entwicklung in Österreich sei derjenigen in Bayern jedoch um drei Wochen voraus.

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+++ 13:08 Gauland: Bundesregierung muss Exit-Strategie jetzt vorlegen +++

Die Bundesregierung sollte nach Auffassung der AfD jetzt schon einen Fahrplan für einen Ausstieg aus den harten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorlegen. "Es versteht sich von selbst, dass all diese Maßnahmen unter dem Vorbehalt stehen, dass sich der Anstieg der Infektionszahlen weiter verlangsamt", sagt der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland. "Aber die Bundesregierung darf die Bürger nicht länger mit der Ungewissheit über die Zukunft alleine lassen." Als Vorbild sieht Gauland das Vorgehen des österreichischen Kanzlers Sebastian Kurz. "Es ist gut und richtig, dass Sebastian Kurz die Corona-Maßnahmen in Österreich nach Ostern wieder lockern will." Kurz habe erkannt, dass die Bürger in diesen schweren Zeiten eine Perspektive bräuchten, wie es weitergeht.

+++ 12:47 Paris verbietet tagsüber Sport vor der Tür +++

Die Stadt Paris verschärft die ohnehin strengen Ausgangsbeschränkungen weiter und verbietet Sport an der frischen Luft zwischen 10 und 19 Uhr. Die neue Regelung gelte ab Mittwoch, teilen Bürgermeisterin Anne Hidalgo und die Polizeipräfektur mit. Sport sei weiterhin zwischen 19 Uhr und 10 Uhr erlaubt, wenn der Andrang auf den Straßen am geringsten sei. Paris hatte bereits vor drei Wochen alle Parks und Grünflächen geschlossen und Sportlerinnen und Sportler so auf die Fußgängerwege gedrängt. Außerdem sind Spaziergänge und Sport im ganzen Land auch nur noch im Radius von einem Kilometer zur Wohnung und eine Stunde am Tag erlaubt.

+++ 12:31 Kritischer Tweet: Erdogan zeigt Moderator an +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zeigt den prominenten Moderator Fatih Portakal wegen Kritik am Umgang der Regierung mit der Corona-Krise an. Erdogans Anwalt Ahmet Özel habe wegen "völlig falscher und manipulativer Aussagen" in den sozialen Medien die Eröffnung eines Verfahrens gegen Portakal beantragt, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Erdogan werfe dem Moderator Präsidentenbeleidigung vor. Hintergrund der Anzeige ist demnach ein Tweet des Moderators, in dem er ironisch eine zuvor von Erdogan gehaltene Rede kommentiert. Portakal deutete mit dem Tweet an, dass Erdogan bald auch noch an die Ersparnisse der Bürger auf den Banken wolle, nachdem er sie schon zu Spenden aufgerufen hatte. Die Bankenaufsichtsbehörde BDDK erklärt, sie habe ebenfalls eine Beschwerde gegen Portakal eingereicht, weil dieser mit seinen Aussagen das Ansehen der Bank beschädige.

+++ 12:17 Britischer Kabinettsminister Gove in Selbstisolation +++

Der britische Kabinettsminister Michael Gove begibt sich einem Medienbericht zufolge in Selbstisolation. Ein Mitglied seiner Familie zeige Symptome der Lungenkrankheit Covid-19, berichtet der Sender ITV. Gove, der eines der führenden Mitglieder im Kabinett des im Krankenhaus liegenden Premierministers Boris Johnson ist, werde von zu Hause aus weiter arbeiten.

+++ 11:53 Ministerpräsident Günther erwartet Lockerung nach Ostern +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther rechnet mit einer schrittweisen Lockerung der Einschränkungen nach Ostern. "Wir beginnen also demnächst eine Phase, wo wir aller Voraussicht nach gewisse gesellschaftliche Dinge wieder ermöglichen", sagt der CDU-Politiker der Wochenzeitung "Die Zeit". Die Schließung von Lokalen sei auch nötig gewesen, weil der Abstand nicht eingehalten wurde. Anfangs habe das Bewusstsein für die notwendigen Verhaltensregeln gefehlt. "Das ist jetzt anders. Da, wo es räumlich möglich ist, den Abstand zu wahren, kann man Regelungen auch wieder lockern." Am 14. April wollen die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Angela Merkel über mögliche Aufhebungen reden.

+++ 11:38 AKK: Bundeswehr-Einsatz in Gesundheitsämtern möglich +++

"Die Bundeswehr steht da zur Verfügung, wo sie gerufen wird." Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellt die Unterstützung der Bundeswehr in Gesundheitsämtern und Pflegeheimen in Aussicht. Dazu gehöre es, zivile Strukturen zu unterstützen, wenn sie so unter Stress seien, dass sie ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen könnten, sagt sie im Deutschlandfunk. Die Kernaufgaben der Bundeswehr - Landes- und Bündnisverteidigung sowie die internationalen Auslandeinsätze - müssten aber weiterhin gewährleistet sein. Wegen der Corona-Krise sind bei der Bundeswehr aus Ländern und Kommunen bisher schon mehr als 300 Anträge auf Amtshilfe eingegangen. Knapp 100 Projekte seien bereits bewilligt oder in der Durchführung.

+++ 11:17 Frankreich startet große Testaktion in Altenheimen +++

Frankreich will die Bewohner von Altenheimen flächendeckend auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Grund ist die hohe Todesrate: In französischen Altenheimen und Pflegeeinrichtungen starben nach offiziellen Angaben schon mehr als 2400 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Das ist knapp ein Viertel der insgesamt 8911 Toten im Land. Gesundheitsminister Olivier Véran sagt, alle Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen sollten "ab dem Auftreten des ersten bestätigten Falls" von Covid-19 in ihrer Einrichtung getestet werden. Damit könnten Kranke isoliert und eine Ansteckung weiterer Bewohner verhindert werden.

+++ 11:01 Japans Regierungschef ruft Notstand für Tokio aus +++

Japans Regierungschef Shinzo Abe erklärt den Notstand für Tokio und sechs andere Provinzen. Die Maßnahme tritt am Mittwoch in Kraft und gilt bis zum 6. Mai für Tokio, die drei Nachbarprovinzen Chiba, Kanagawa und Saitma sowie Osaka, Hyogo und Fukuoka. Damit dürfen die Behörden die Bürger anweisen, in ihren Häusern zu bleiben, sowie die Schließung von Schulen und anderen Einrichtungen verordnen. Eine harte Abschottung wie in Italien oder Frankreich ist das aber nicht. Bürger können bei Missachtung weder belangt werden, noch können Firmen gezwungen werden, zu schließen. Doch dürften die Aufrufe der Behörden psychologischen Druck auf das Volk ausüben, sie zu befolgen.

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+++ 10:45 Gegen Fake News: Whatsapp erschwert Weiterleiten von Nachrichten +++

Der Chatdienst Whatsapp macht es in der Corona-Krise noch etwas umständlicher, Nachrichten weiterzuleiten. Das soll die Verbreitung falscher Informationen über das Coronavirus bremsen. Whatsapp-Nachrichten, die bereits häufig verteilt wurden, können nur noch einzeln an einen Chat weitergeschickt werden. Bisher war das in bis zu fünf Chats gleichzeitig möglich. Die Nachrichten bei Whatsapp haben eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung - deshalb ist ihr Inhalt nur für die Nutzer im Klartext sichtbar, aber nicht für den Dienst selbst. Damit kann Whatsapp nicht direkt gegen Falschinformationen oder Hetzkampagnen vorgehen. Im Zuge der Coronavirus-Krise wurde von Whatsapp-Nutzern unter anderem die falsche Behauptung über einen Zusammenhang mit dem 5G-Datenfunk verbreitet.

+++ 10:26 RKI stellt App gegen Corona-Pandemie vor +++

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat eine neue App vorgestellt, die ergänzende Informationen zur Ausbreitung des Coronavirus liefern soll. Nutzer können der App namens "Corona-Datenspende" freiwillig ihre pseudonymisierten Daten zur Verfügung stellen. Das RKI erhofft sich davon eine Übersicht darüber, wo und wie schnell sich Covid-19 ausbreitet. Die App stehe kostenlos zum Download zur Verfügung, Nutzer benötigten dafür allerdings eine Smartwatch oder ein Fitnessarmband. Die Applikation könne Symptome erkennen, so Wieler, ersetze aber nicht einen Test. Sie warne Anwender nicht, dass sie krank sein könnten. Mit Daten wie der Postleitzahl, Angaben zum Geschlecht, Alter, Gewicht, Größe sowie Pulsschlag, Körpertemperatur und Schlafgewohnheiten könnten die offiziellen Meldedaten zu Infizierten ergänzt werden. Auf deren Grundlage soll dann eine interaktive, online einsehbare Karte aufzeigen, wo das Coronavirus regional verbreitet ist. Wenn die Bürger sich beteiligten, werde dem RKI so eine Chance gegeben, Covid-19 besser zu verstehen, betont Wieler.

+++ 10:13 Trump-Beraterin Birx: Nur alle zwei Wochen einkaufen gehen +++

Die Beraterin von US-Präsident Donald Trump, die Ärztin Deborah Birx, appelliert an die Amerikaner, alles zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen. Dazu gehöre es auch, Einkäufe auf ein Minimum zu reduzieren. "Wir können vielleicht einmal alle zwei Wochen einen Supermarkt- und Apotheken-Einkauf für die ganze Familie machen", sagt Birx. Dies müsse allein aus Respekt vor den Beschäftigten im Gesundheitssektor geschehen. Jeder müsse wissen, dass das eigene Verhalten einen Unterschied mache. "Wir müssen alles machen, was wir können", so Birx. "Wir müssen uns jetzt umeinander kümmern."

+++ 10:01 Deutsche Flughäfen verzeichneten 3,6 Prozent weniger Fluggäste im Februar +++

Die Zahl der Flugpassagiere auf deutschen Airports hat im Februar abgenommen. Die 24 Hauptverkehrsflughäfen hierzulande verzeichneten insgesamt rund 15,1 Millionen Fluggäste, das waren 3,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Demnach ging vor allem der Flugverkehr mit Regionen zurück, die damals schon besonders vom neuen Coronavirus betroffen waren. So brach die Zahl der Reisenden von und nach China um etwa 68 Prozent ein, der Flugverkehr mit dem Iran um etwa 60 Prozent. Doch auch auf innerdeutschen Verbindungen waren mit 1,5 Millionen Fluggästen laut dem Statistikamt 15,1 Prozent weniger Passagiere unterwegs als im Februar des Vorjahres.

+++ 09:50 Britischer Premierminister Johnson erhält Sauerstoff +++

Der am Coronavirus leidende und auf der Intensivstation liegende britische Premierminister Boris Johnson bekommt eine Sauerstoffzufuhr, wurde bislang aber nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Dieses stehe aber bereit, sollte es notwendig werden, sagt der Staatssekretär für Kabinettsangelegenheiten, Michael Gove, im Radiosender LBC. Der Premier wurde am Sonntagabend in ein Krankenhaus eingeliefert, da er hartnäckige Symptome von Covid-19 zeigt. Am Montagnachmittag verschlechterte sich Johnsons Zustand, woraufhin er auf die Intensivstation verlegt wurde. In Johnsons Umfeld waren zuvor Befürchtungen geäußert worden, dessen Erkrankung könnte sich unter seiner hohen Arbeitsbelastung verschlimmert haben.

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+++ 09:28 Bayerischer Landkreis am stärksten betroffen +++

Das deutschlandweit mit Abstand höchste Fallaufkommen gibt es derzeit im Landkreis Tirschenreuth. Die Inzidenz steigt dort auf über 1000. Das bedeutet, es kommen rein rechnerisch 1039,9 Fälle auf je 100.000 Einwohner (tatsächlich leben nur rund 72.000 Menschen in dem Landkreis). Anders ausgedrückt: 1,04 Prozent der Bevölkerung vor Ort sind oder waren mit dem Coronavirus infiziert - mehr als irgendwo sonst in Deutschland (und relativ betrachtet auch mehr als im Bundesstaat New York). Die 6500-Einwohner-Stadt Mitterteich gilt als einer der Hotspots in dem Gebiet. Mitte März war die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten und der dadurch erkrankten Menschen plötzlich besonders gestiegen. Als eine wesentliche Ursache wird ein Starkbierfest vermutet.

+++ 09:11 Altmaier mahnt: "Die Nerven behalten" +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier warnt davor, sich in der Debatte um eine mögliche Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen nach Ostern unter Druck setzen zu lassen. Im ZDF-"Morgenmagazin" sagt Altmaier, "dass wir jetzt, so kurz vor dem Schluss, nicht schwach werden dürfen". Die Bundesregierung werde "die Nerven behalten" und dann über eine Lockerung der Maßnahmen entscheiden, wenn die Datengrundlage eine Entscheidung zulasse. "Das ist jetzt nicht der Fall." Der Minister mahnt zudem die Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal durch deutsche Firmen an. "Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass hier in Deutschland Unternehmen anfangen zu produzieren, und zwar nicht irgendwann, sondern schon sehr bald."

+++ 08:49 Zahl der gemeldeten Infektionen in Deutschland übertrifft 100.000er Marke +++

In Deutschland ist die Gesamtzahl aller bisher erfassten Coronavirus-Fälle auf mehr als 100.000 gestiegen. In der ntv.de-Auswertung der Daten aus den Bundesländern und des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind aktuell 100.168 bestätigte Infektionen verzeichnet. 1646 Menschen sind in Deutschland im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung bisher gestorben.

+++ 08:29 Merz äußert sich nach Infektion und lobt Regierung +++

Friedrich Merz hat sich nach seiner Coronavirus-Infektion in der Öffentlichkeit zurückgemeldet. In einem Interview der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland" sagt der Kandidat für den CDU-Vorsitz, er habe durch seine Erkrankung gelernt, dass Demut vor Naturgewalten und auch der Gesundheit das richtige Maß ist. Seine eigene Situation habe ihm vor Augen geführt, wie verletzlich die Welt und er persönlich sei. Merz lobt das Vorgehen des Bundesregierung. Er und andere Bürger könnten dadurch trotz der Krise gut schlafen. Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Aufhebung der Schutzmaßnahmen nicht vor dem 20. April anstrebt, halte er für richtig. "Normalität wird es so schnell in Deutschland und der Welt nicht geben." Merz zeigt sich erleichtert, dass er von keiner seiner 80 Kontaktpersonen gehört habe, dass sie sich bei ihm angesteckt hätte. Es könne aber sein, dass es Infektionen ohne Symptome gab.

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+++ 08:08 China meldet erstmals keinen Corona-Toten seit drei Monaten +++

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie meldet China keine neuen Todesopfer mehr. Schon seit Wochen gab es den offiziellen Angaben zufolge täglich kaum noch neue Infektionen und nur noch wenige neue Tote in der Volksrepublik. Heute führt die Statistik der Pekinger Gesundheitskommission nun zum ersten Mal seit Januar überhaupt keinen neuen Todesfall mehr auf. Erneut gab es laut den Angaben 32 "importierte" Infektionen, die bei Menschen bei der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Insgesamt sind den offiziellen Angaben zufolge in China bislang 3331 Menschen durch die Lungenkrankheit Covid-19 ums Leben gekommen. Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da die Art der Erhebung immer wieder geändert worden ist und viele Fälle nicht in der offiziellen Statistik auftauchen.

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+++ 07:39 Trump-Berater warnte schon Ende Januar vor Pandemie-Gefahr +++

Der Handelsexperte und Regierungsberater Peter Navarro mahnte bereits Ende Januar, dass die USA Vorkehrungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus treffen sollten, um gravierende wirtschaftliche Folgen und Hunderttausende Tote zu verhindern. Wie die "New York Times" berichtet, hieß es in einem Memo von Navarro, dass es noch an einem Heilmittel oder einem Impfstoff fehle. Im schlimmsten Fall könnten 500.000 US-Amerikaner an den Folgen der Erkrankung sterben. Als Vorkehrung sollte es Einreisebeschränkungen für China geben, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Dem Bericht zufolge ist es unklar, ob US-Präsident Donald Trump den Warnhinweis von Navarro zu Gesicht bekam. Klar ist, dass am nächsten Tag - den 30. Januar - erste Beschränkungen für Einreisende aus China und Menschen, die sich zuvor einige Zeit in China aufgehalten hatten, von der Trump-Administration implementiert wurden. Es dauerte allerdings noch Wochen bis Trump zumindest öffentlich eingestand, dass von dem Coronavirus eine Gefahr für US-Amerikaner ausgeht.

+++ 07:16 Umfrage: Deutsche haben relativ wenig Angst vor Erkrankung +++

Das Coronavirus hat die Ängste der Deutschen vor einer schweren Erkrankung laut einer aktuellen Umfrage bisher kaum befeuert. Im Vergleich zu 2019 stieg diese Sorge lediglich moderat um sechs Punkte von 35 auf 41 Prozent, heißt es in einer repräsentativen Sonderumfrage der R+V-Versicherung zu den Ängsten der Deutschen. Das sei in diesem Bereich der zweitniedrigste Wert seit 1992. Den niedrigsten (35 Prozent) gab es im vergangenen Jahr. "Das ist eine sensationelle Nachricht. Das hat mich echt erstaunt", sagt Manfred Schmidt, Politikwissenschaftler an der Universität Heidelberg. Die Bundesbürger wirkten erstaunlich sorglos - oder cool. Für die Studie wurden zwischen dem 31. März und 2. April 1075 Bundesbürger zwischen 16 und 75 Jahren repräsentativ online befragt.

+++ 06:52 Gewerkschaft warnt: Spanische Ärzte am Limit +++

Im von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffenen Spanien sind die Ärzte, Pfleger und Sanitäter nach einer Warnung des Gewerkschaftsdachverbandes CCOO vor allem in der Region Madrid an der Grenze ihrer Belastbarkeit angelangt. Das Personal der Kliniken und auch des auf dem Madrider Messegelände Ifema errichteten riesigen Feldkrankenhauses sei stark dezimiert, heißt es in einer Mitteilung. Mindestens 8700 Ärzte und Pfleger seien in Madrid derzeit entweder isoliert oder aber wegen einer Infektion mit Sars-CoV-2 in Quarantäne und demzufolge nicht im Einsatz. Gleichzeitig sei in der Region um die Hauptstadt allein die Zahl der Intensivbetten von 641 auf circa 1500 erhöht worden.

+++ 06:38 Airbnb besorgt sich Milliarden-Finanzspritze +++

Der Apartment-Vermittler Airbnb deckt sich mit frischem Geld ein. Es handele sich um eine strategische Investition der Beteiligungsgesellschaften Silver Lake und Sixth Street Partners im Wert von 1,0 Milliarden Dollar (0,9 Mrd Euro). Die Finanzspritze erfolge über Aktien und Schuldtitel, heißt es vom Unternehmen. Mithilfe der neuen Mittel wolle man sich für ein Reise- und Tourismus-Comeback nach der Corona-Pandemie stärken, erklärt Mitgründer und Chef Brian Chesky. Airbnb setzt die weltweite Ausbreitung des Virus stark zu. Der Online-Plattform bricht ein Großteil des Geschäfts weg und sie nimmt viel Geld in die Hand, um Vermieter für stornierte Buchungen zu entschädigen. Airbnb hatte für dieses Jahr einen Börsengang angekündigt, doch angesichts der Corona-Krise gibt es Zweifel.

+++ 06:14 Verbraucher decken sich mit Arzneien ein +++

Viele Verbraucher in Deutschland decken sich aus Sorge vor dem Coronavirus mit Arzneien ein. Im März zog die Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten stark an und bescherte Pharmaunternehmen eine Sonderkonjunktur. Das berichteten mehrere Arzneihersteller auf Anfrage.

  • "In den letzten Wochen mussten wir über unser gesamtes Portfolio hinweg die zum Teil dreifache Bestellmenge bewältigen", teilt etwa die Ratiopharm-Konzernmutter Teva mit. Bei rezeptfreien Arzneien sei im März vor allem bei Paracetamol-haltigen Mitteln und Vitaminpräparaten die Nachfrage viel höher gewesen als sonst. In einzelnen Fällen habe es bei der Auslieferung Verzögerungen gegeben.

  • Bayer verzeichnet nach Konzernangaben derzeit ebenfalls eine erhöhte Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten - vor allem nach Präparaten gegen Erkältungen und Allergien sowie Nahrungsergänzungsmitteln.

  • Auch der hessische Arzneihersteller Stada sowie Sanofi berichten von verstärkten Medikamenten-Käufen.

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+++ 05:59 Südkorea zählt 47 Neuinfektionen +++

Südkoreas Gesundheitsbehörden haben den zweiten Tag in Folge weniger als 50 Neuinfektionen erfasst. Am Montag wurden 47 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet, wie die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention nun mitteilen. Schon am Sonntag war die Zahl der Nachweise zum ersten Mal seit dem Höhepunkt Ende Februar mit mehr als 900 Fällen innerhalb von 24 Stunden auf unter 50 zurückgegangen. Südkorea gilt mittlerweile unter anderem dank seines rigiden Testprogramms als Vorbild für die Eindämmung des Virus.

+++ 05:41 Linke fordert "Corona-Abgabe" für Multimillionäre +++

Die Bundesregierung muss nach Ansicht von Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch "damit beginnen, sich um die Finanzierung der Corona-Krise zu kümmern". Bartsch sagt der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Es muss Vorsorge getroffen werden, erst recht wenn die Ausgaben weiter steigen müssen. Zu einem Finanzierungsplan für die Krise gehört auch eine Corona-Abgabe, ein einmaliger Solidarbeitrag der Superreichen, wie es das Grundgesetz ausdrücklich vorsieht." Auf Nachfrage, wen genau er im Blick habe, erklärt Bartsch: "Multimillionäre und Milliardäre."

+++ 05:28 UN-Sicherheitsrat beschäftigt sich erstmals mit Corona-Pandemie +++

Der UN-Sicherheitsrat will sich am Donnerstag erstmals mit der weltweiten Corona-Krise befassen. Die Videokonferenz des Gremiums zu der Pandemie werde unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, sagt ein Diplomat am UN-Hauptquartier in New York der Nachrichtenagentur AFP. Während der Sitzung soll UN-Generalsekretär António Guterres den Angaben zufolge einen Bericht vortragen. Bei der Initiative mehrerer Staaten für die Sitzung zur Corona-Pandemie war nach Angaben aus diplomatischen Kreisen Deutschland federführend. Die 15 Mitgliedstaaten des mächtigsten UN-Gremiums halten wegen des Virus ihre Beratungen schon seit Wochen nur noch per Videoschalten ab.

+++ 05:18 Bewohner Wuhans dürfen ab Mittwoch Stadt wieder verlassen +++

Die Behörden der chinesischen Großstadt Wuhan lockern die zur Eindämmung der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen. Erstmals seit Wuhan am 23. Januar von der Außenwelt abgeriegelt worden war, sollen die Bewohner ab Mittwoch die Stadt wieder verlassen dürfen. Von Wuhan aus hatte sich das Virus weltweit ausgebreitet. In den vergangenen 14 Tagen wurden aus Wuhan aber nur noch zwei bestätigte Neuinfektionen gemeldet.

+++ 05:07 China meldet Rückgang bei Neuinfektionen +++

China meldet einen Rückgang der Neuinfektionen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden am Montag 32 neue Fälle bestätigt nach 39 am Tag zuvor. Bei allen 32 Neuinfektionen handle es sich um Reisende, die aus Übersee nach China gekommen seien. Insgesamt seien nunmehr 81.740 Fälle erfasst. 3331 Menschen seien gestorben.

+++ 04:49 Mexiko verzeichnet bislang stärksten Fall-Anstieg +++

Mexiko verzeichnet seinen bislang höchsten Anstieg an Corona-Fällen binnen eines Tages. Das Land registrierte 296 Neuinfektionen. Insgesamt seien damit bislang 2439 Fälle erfasst. Die Totenzahl liege bei 125. Der stellvertretende Gesundheitsminister Hugo Lopez-Gatell erklärt, die Fälle würden noch erheblich zunehmen. Es sei wichtig, mehr medizinische Fachkräfte einzustellen.

+++ 04:33 Kolumbien verlängert landesweite Quarantäne +++

Kolumbien verlängert die landesweite Quarantäne zur Eindämmung des Coronavirus um zwei Wochen bis zum 27. April. Dies teilt Präsident Ivan Duque mit.

+++ 03:11 DIW-Chef Fratzscher fordert Corona-Bonds +++

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Marcel Fratzscher, fordert sogenannte Corona-Bonds als Teil eines Hilfspakets für besonders krisengebeutelte Länder. "Die deutsche Wirtschaft ist integraler Teil einer europäischen Wirtschaft, die nur so stark sein kann, wie ihr schwächstes Glied - und dies sind im Moment Italien und Spanien", sagte Fratzscher der "Rheinischen Post". Es brauche dringend eine europäische Lösung, die diesen beiden Ländern genau die gleichen Möglichkeiten gebe wie Deutschland, die Krise zu bekämpfen und eine wirtschaftliche Depression zu verhindern.

+++ 02:51 OECD-Generalsekretär plädiert für Corona-Bonds +++

Vor den Beratungen der EU-Finanzminister zur Corona-Krise setzt sich der Generalsekretär der OECD, Angel Gurría, für die gemeinsame europäische Schuldenaufnahme in Form sogenannter Corona-Bonds ein. Er sei "absolut" für den Einsatz dieses Instruments zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Krise, sagt Gurría der "Süddeutschen Zeitung". Die Teilung von Finanzrisiken sei "der nächste notwendige Schritt der europäischen Integration", betont der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit. "Ein Finanzinstrument sollte keine Glaubensfrage sein", sagt der Mexikaner an die Adresse der Bundesregierung, die sich gegen Corona-Bonds sperrt.

+++ 03:34 US-Vorwahlen in Wisconsin sollen doch stattfinden +++

Die für diesen Dienstag geplanten Präsidentschaftsvorwahlen im US-Bundesstaat Wisconsin sollen laut einer Gerichtsentscheidung trotz der Coronavirus-Pandemie stattfinden. Das Oberste Gericht von Wisconsin erklärt ein Dekret des Gouverneurs für ungültig, durch das die Abstimmungen verschoben werden sollten. Gouverneur Tony Evers hat den Erlass erste einige Stunden zuvor unterzeichnet. Als vorläufiger neuer Wahltermin war darin der 9. Juni festgelegt worden. Evers begründet das Dekret mit seiner "Pflicht, für die Sicherheit der Menschen zu sorgen". Er könne die Wahlen nicht "mit gutem Gewissen" zulassen.

+++ 02:53 Saar-Ministerpräsident Hans sieht noch "Keinen Grund zur Entwarnung" +++

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans von der CDU warnt vor einer Lockerung der Corona-Regelungen in Deutschland. "Es gibt derzeit keinen Grund zur Entwarnung", sagt er den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Nach wie vor seien die Infektionszahlen sehr hoch, und mit einem schnellen Rückgang sei nicht zu rechnen. "Deshalb unterstützt das Saarland grundsätzlich die Quarantäne-Empfehlung des Corona-Krisenkabinetts." Es dürfe kein Risiko eingegangen werden.

+++ 02:29 Boeing setzt 787-Produktion in South Carolina aus +++

Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing stoppt aufgrund der Corona-Krise nun auch die Produktion seines Langstreckenjets 787 "Dreamliner" im Bundesstaat South Carolina. "Es ist unsere Verpflichtung, uns auf die Gesundheit und Sicherheit unserer Team-Mitglieder zu konzentrieren", teilt der Airbus-Rivale mit. Der Betrieb im Werk in North Charleston werde deshalb ab Mittwoch bis auf Weiteres ausgesetzt.

+++ 02:05 Argentinien verschiebt Zahlung von Milliarden-Schulden +++

Argentinien will wegen der Corona-Pandemie die Rückzahlung von Milliardenschulden auf 2021 verschieben. Die Regierung veröffentlicht ein Dekret, nach dem in diesem Jahr anstehende Zahlungen auf Dollar-Anleihen, die nach lokalen Gesetzen ausgegeben wurden, auf das kommende Jahr verschoben werden. Die genaue Höhe geht daraus nicht hervor. Aber nach lokalen Medienberichten geht es dabei um bis zu zehn Milliarden US-Dollar. Keine Angaben machte die Regierung auch über im Ausland angehäufte Schulden. Argentinien befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise. Angesichts einer Inflation von fast 54 im vergangenen Jahr und eines wirtschaftlichen Einbruchs von 2,1 Prozent hat das südamerikanische Land versucht, Schulden in Höhe von rund 100 Milliarden Dollar neu zu verhandeln. Etwa die Hälfte davon sind Darlehen des Internationalen Währungsfonds IWF.

+++ 01:33 Dänemark will Pandemie-Beschränkungen schrittweise lockern +++

Das Land Dänemark will seine Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie langsam wieder lockern. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen kündigt eine schrittweise Aufhebung der Beschränkungen an, unter anderem sollen Kindergärten und Grundschulen ab dem 15. April wieder öffnen. Nach Ansicht der Gesundheitsbehörden sei es "angemessen und gerechtfertigt, eine langsame Öffnung zu beginnen. Bedingung sei aber, "dass alle auf Abstand bleiben und sich die Hände waschen", so Frederiksen. Die Rückkehr zur Normalität solle schrittweise erfolgen und sich über mehrere Monate erstrecken.

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+++ 01:12 Scholz: Schuldenquote steigt wohl auf rund 75 Prozent +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz rechnet durch die zahlreichen Hilfspakete mit einer deutlich steigenden Staatsverschuldung. Die Schuldenquote werde durch die jetzt auf den Weg gebrachten Maßnahmen wohl auf rund 75 Prozent der Wirtschaftsleistung klettern, sagt Scholz im ZDF. Momentan liegt das Verhältnis bei knapp 60 Prozent. Hinzu werde noch dieses Jahr ein Konjunkturprogramm kommen, um die Wirtschaft nach der Krise wieder in Schwung zu bringen.

+++ 00:51 Trump: "Amerikaner beten für Johnson" +++

US-Präsident Donald Trump zeigt sich angesichts des Gesundheitszustands des britischen Premierministers Boris Johnson besorgt, der mit dem Coronavirus infiziert ist. "Wir sind sehr betrübt zu hören, dass er (...) auf die Intensivstation gebracht wurde", sagt Trump. Wenn man wegen der Lungenkrankheit Covid-19 auf der Intensivstation behandelt werde, werde es "sehr, sehr ernst", so Trump. Er drückt Johnson seine besten Wünsche aus. Der Regierungschef sei ein "sehr guter Freund von mir und ein Freund unserer Nation". "Die Amerikaner beten alle für seine Genesung", sagt Trump.

+++ 00:34 Trump und Biden telefonieren +++

US-Präsident Donald Trump und sein potenzieller demokratischer Herausforderer bei der Präsidentenwahl, Ex-Vizepräsident Joe Biden, telefonieren wegen der Corona-Krise. Es sei eine "wunderbare" und "sehr freundliche Unterhaltung" gewesen, sagt Trump. Biden habe ihn über seinen Standpunkt unterrichtet, so Trump weiter. Er wisse es zu schätzen, dass Biden ihn angerufen habe. Auf Inhalte des etwa 15-minütigen Gesprächs geht Trump nicht näher ein.

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+++ 00:10 US-Notenbankchef Powell kündigte Konjunkturausblick an +++

Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, will am Donnerstag über die Entwicklung der Konjunktur informieren. Das teilt die Federal Reserve mit. Powells Rede finde im Rahmen eines Webcasts statt, der von der in Washington ansässigen Denkfabrik Brookings Institution organisiert werde.

+++ 23:51 Bulgarien verbietet Ausländern die Einreise +++

Das südosteuropäische EU-Land Bulgarien schließt im Kampf gegen das Coronavirus seine Grenzen für Ausländer. Unabhängig ihrer Staatsangehörigkeit dürfen nun unter anderen Ausländer, die etwa aus Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen, nicht in Bulgarien einreisen. Das ordnet Gesundheitsminister Kiril Ananiew an. Das Verbot gilt auch für Reisende aus weiteren EU- und Schengenstaaten "mit hohem Covid-19-Verbreitungsrisiko". Die Anordnung hat zahlreiche Ausnahmen, die neben Bulgaren auch transitreisende Bürger von EU-Staaten sowie Balkanstaaten betreffen, die in ihre Länder zurückkehren wollen.

+++ 23:35 Merkel wünscht Premier Johnson viel Kraft +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht dem an der Lungenkrankheit Covid-19 leidenden britischen Premierminister Boris Johnson viel Kraft und gute Besserung. Sie hoffe, dass Johnson das Krankenhaus bald wieder verlassen könne, schreibt Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wünschtt Johnson eine schnelle Genesung.

+++ 23:19 Insider: Lufthansa diskutiert über Germanwings-Schließung +++

Der Lufthansa-Vorstand will Insidern zufolge am Dienstag über eine Schließung der Tochtergesellschaft Germanwings beraten. Es sei unklar, ob es dabei zu einem Beschluss kommen werde, sagen zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Lufthansa-Sprecher erklärt, es seien noch keine Entscheidungen gefallen, der Vorstand prüfe alle Optionen. Gewerkschaften und Verbände wie Ufo und Verdi haben in einem gemeinsamen Appell erklärt, eine Stabilisierung der Lufthansa sei nur mit allen Mitarbeitern möglich. Die Gewerkschaften werfen dem Konzern vor, die Airline schließen zu wollen statt Kurzarbeit zu vereinbaren.

+++ 23:01 Macron wünscht Johnson baldige Genesung +++

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wünscht dem mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierminister Boris Johnson eine baldige Genesung. Johnson habe ebenso wie das britische Volk "in diesem schweren Moment meine ganze Unterstützung", erklärt Macron. Er hoffe, dass der britische Regierungschef die Krankheit "schnell übersteht". Auch Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian übermittelt Johnson seine Genesungswünsche. Er sei überzeugt, dass der 55-Jährige diese Krise überwinden werde, so Le Drian dem Sender BFMTV.

+++ 22:31 Kreuzfahrtschiff mit mehr als 80 Infizierten ankert vor Uruguay +++

Mehr als 80 Passagiere und Besatzungsmitglieder eines australischen Kreuzfahrtschiffs sind vor der Küste Uruguays positiv auf das Coronavirus getestet worden. Von den mehr als 200 Menschen an Bord der "Greg Mortimer" hätten sich mindestens 81 nachweislich angesteckt, teilte der australische Reiseveranstalter Aurora Expeditions mit. Sechs "lebensbedrohlich" erkrankte Menschen hätten das Schiff verlassen und seien zur Behandlung in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Montevideo gebracht worden, hieß es von Seiten der Gesundheitsbehörden. Alle weiteren Passagiere sowie Besatzungsmitglieder würden vorerst an Bord des Schiffes bleiben.

+++ 22:07 Gericht: Besuchsverbote in Pflegeheimen rechtmäßig +++

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat einen Eilantrag gegen die Besuchseinschränkungen in Pflegeheimen zurückgewiesen und die Maßnahmen zum Schutz der Bewohner vor einer Coronavirus-Infektion für rechtmäßig erklärt. Es lasse sich derzeit nicht feststellen, dass andere Schutzmaßnahmen die Gefahren "hinreichend sicher vermeiden" könnten, teilte das OVG mit. Eine Frau hatte gegen die Brandenburger Corona-Verordnung geklagt. Diese verbietet Besuche weitgehend, sieht aber eine Ausnahmeregelung zum Besuch Schwerstkranker durch nahestehende Menschen nach ärztlicher Genehmigung vor.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.