Panorama

Aus Vogelfutter wird Rauschgift 74-Jähriger sät Cannabis aus

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Cannabispflanzen sehen sicher gut aus in einem Blumenfeld.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Unterfranken will ein betagter Bauer ein Feld mit Blumen einfassen. Weil es ihm an passenden Blumensamen mangelt, greift er kurzerhand zur Vogelfuttertüte. Inmitten herrlicher Sonnenblumen geht aber auch die Hanfsaat auf und schon hat er ein Cannabisfeld. Die Staatsanwaltschaft muss nun klären, ob sie gegen den 74-Jährigen ermitteln will.

Ein Landwirt in Unterfranken hat versehentlich mehr als 1000 Cannabispflanzen gezüchtet. Der 74-Jährige habe Sonnenblumen anpflanzen wollen, aber keine passenden Samen gehabt, teilte die Polizei mit. Kurzerhand säte der Landwirt auf seinem Feld in Mömbris (Landkreis Aschaffenburg) Vogelfutter aus. In diesem waren aber neben Sonnenblumenkernen auch Hanfsamen. Und die gingen prächtig neben den anderen Blumen auf.

Während der Landwirt keine Ahnung hatte, was auf seinem Acker wächst, alarmierten besorgte Bürger die Polizei wegen der "Hanfplantage". Drei Tage lang observierten Zivilfahnder die Anbaufläche, ehe der Bauer ermittelt wurde.

"Er war sich keiner Schuld bewusst und hatte bestimmt keine bösen Absichten", sagte ein Polizeisprecher. Unter den Augen der Rauschgiftfahnder vernichtete der Mann umgehend die Pflanzen und pflügte das Feld um. Die Staatsanwaltschaft muss nun klären, ob gegen den 74-Jährigen ermittelt wird.

Quelle: ntv.de, dpa