Panorama

Jäger töten streunendes Tier Bär verletzt vier Menschen in Sapporo

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Ungewöhnlichen Szenen in Sapporo: Jäger suchen den Bären

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Auf der Suche nach Nahrung kommen Braunbären immer häufiger in Wohngebiete. In der japanischen Stadt Sapporo fällt ein Tier mehrere Menschen an, darunter einen Soldaten auf einem Kasernengelände. Dann schreiten mehrere Jäger ein.

In der japanischen Stadt Sapporo hat ein Braunbär vier Menschen zum Teil schwer verletzt. In Fernsehaufnahmen war zu sehen, wie das Tier eine Straße in einem Wohngebiet entlang rannte, eine stark befahrene Straße überquerte und einen Menschen von hinten anfiel. Im weiteren Verlauf krallte sich der Bär an den Toren einer Militärkaserne fest und griff einen Soldaten an.

Wenig später teilte die Stadt im Norden des Landes auf Twitter mit, der Bär sei getötet worden. Laut einem örtlichen Medienbericht wurde er von Jägern erschossen. Eines der Opfer war den Angaben zufolge etwa 40 Jahre alt, ein anderes etwa 70 Jahre und eines etwa 80 Jahre. Details zum vierten Opfer sind nicht bekannt.

In weiten Teilen Japans sind Asiatische Schwarzbären heimisch, Braunbären sind in der Regel im kühlen Norden zu finden. Nach Angaben der Japanischen Bären- und Waldgesellschaft kommen die Tiere auf der Suche nach Nahrung immer häufiger in Wohngebiete, wo sie auf die Anwohner treffen. In Sapporo sollen im August der Marathon und das Gehen der Olympischen Spiele von Tokio stattfinden.

Die Behörden hatten angeordnet, die örtlichen Schulen zu schließen und die Menschen in der Region Hokkaido aufgerufen, wachsam zu sein. Auch mehrere Flüge an einem kleinen Regionalflughafen wurden laut einem Medienbericht gestrichen.

Der Braunbär gehört weltweit zu den größten an Land lebenden Raubtieren. Die schwersten, die Kodiakbären aus Alaska, können ein Gewicht von bis zu 780 Kilogramm erreichen. Ihre asiatischen Verwandten wiegen dagegen nur 140 bis 320 Kilogramm. Ihre weltweite Population beläuft sich auf rund 185.000 bis 200.000 Tiere.

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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