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Geburtenrate hoch wie seit 1990 nicht Deutschland hat wieder Lust auf Kinder

Der Trend hält: Die Frauen in Deutschland bekommen wieder mehr Kinder. Dabei macht diese Entwicklung vor keinem Bundesland halt. Und noch eine Entwicklung hält an - die Mütter sind bei der Erstgeburt immer älter.

Die Frauen in Deutschland bekommen wieder mehr Kinder: Rein rechnerisch brachte jeden Frau im gebärfähigen Alter im vergangenen Jahr 1,47 Kinder auf die Welt. Damit stieg die Geburtenrate zum dritten Mal in Folge. Sie war so hoch wie noch nie seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt berichtete. 2013 hatte sie bei 1,42 gelegen. Damit wurden 56 Kinder pro 1000 Frauen mehr geboren.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Dabei stieg die Geburtenrate in allen Bundesländern: Das Land mit der höchsten Geburtenziffer war Sachsen (1,57 Kinder je Frau). Die niedrigste Geburtenziffer hatte das Saarland (1,35 Kinder je Frau). 

Deutschlandweit erblickten rund 715.000 Mädchen und Jungen das Licht der Welt. Mehr waren des zuletzt vor zwölf Jahren mit rund 719.000. Frauen im Alter zwischen 29 und 38 Jahren hätten jetzt ihre aufgeschobenen Kinderwünsche verwirklicht, führen die Statistiker als einen der Gründe für den Anstieg an.

Zugleich bekamen aber auch jüngere Frauen bis 25 Jahre statistisch gesehen erstmals seit 1997 nicht weniger Kinder als im Vorjahr, sondern etwa gleich viele.

Insgesamt aber stieg das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt weiter: So waren die Mütter der Erstgeborenen 2014 im Schnitt 29,5 Jahre alt und damit gut zwei Monate älter als die Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes im Jahr davor.

Sowohl Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit als auch Frauen mit ausländischem Pass brachten mehr Babys zur Welt. Die Geburtenziffer bei den deutschen Frauen kletterte innerhalb eines Jahres von 1,37 auf 1,42 - bei ausländischen Frauen legte sie von 1,80 auf 1,86 zu.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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