Panorama

Streit um die Dusche Flüchtling ersticht Flüchtling in Berlin

Seit über einem Jahr ist die Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin ein Flüchtlingsquartier. Immer wieder gibt es Probleme und Polizeieinsätze. Bei einer Messerstecherei kommt nun ein 29-Jähriger ums Leben. Dabei ging es um etwas ganz Banales.

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Das Gebäude der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg ist zum Flüchtlingsquartier geworden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf dem Gelände der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg ist ein 29-jähriger Flüchtling aus Marokko erstochen worden. Ein Verdächtiger wurde nach der Tat festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Der 40-Jährige aus Gambia habe ein blutiges Messer bei sich gehabt.

Laut Polizei war es in der Dusche eines Flachbaus vor der Schule zum Streit zwischen beiden Bewohnern gekommen. Wie die "Berliner Zeitung" berichtet, hätten sich die beiden Männer darüber gestritten, wer die Dusche zuerst benutzen dürfe. Daraufhin habe der Täter ein Messer gezogen und dies dem Marokkaner mehrfach in den Bauch gerammt. Ein Mitarbeiter der Wachfirma habe die Polizei verständigt. Das Blatt schreibt weiter, der Notarzt habe noch vergeblich versucht, den niedergestochenen Mann zu reanimieren.

Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen, der Leichnam soll obduziert werden. In der Schule leben rund 200 Flüchtlinge und Roma. Auch Obdachlose sind dort untergekommen. Die Zustände dort waren wiederholt als unwürdig kritisiert worden - in den vergangenen Monaten gab es etliche Polizeieinsätze, meist wegen Schlägereien.

Quelle: n-tv.de, fma/dpa

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