Panorama

"Nicht entschieden, welche Art" Gefährlicher Kartoffelsalat für 40.000 Dollar

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Kartoffelsalat: Gar nicht so einfach?

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein US-Amerikaner will Kartoffelsalat herstellen und fragt dafür auf einer Crowdfunding-Seite nach 10 Dollar. Nach wenigen Tagen sind es bereits 40.000 Dollar. Auf Facebook wird das Projekt über 230.000 Mal geteilt. Gefahrlos ist die kulinarische Expedition nicht.

Als Zack Danger Brown sein Crowdfunding-Projekt startet, ist es so simpel wie die Beschreibung: "Ich mache Kartoffelsalat. Eigentlich mache ich nur Kartoffelsalat. Ich habe noch nicht entschieden, welche Art." Das Finanzierungsziel liegt bei 10 US-Dollar, der Kalender zeigt den 3. Juli. Mehr als 230.000 Mal wurde das leicht unscharfe Bild samt Beschreibung bei Facebook seither geteilt - es vermittelt eine Ahnung davon, was geschehen ist.

Die Zahlen schnellten innerhalb weniger Tage nach oben. Inzwischen hat der Kartoffelsalat des US-Amerikaners mehr als 3600 Unterstützer, deren Einsatz sich auf fast 40.000 US-Dollar summiert. Und es bleiben noch mehr als drei Wochen. Nachdem das ursprüngliche Ziel erreicht war, fügte Brown weitere Bonusstufen hinzu. Bei 35 Dollar versprach er die vierfache Menge herzustellen. Für 75 Dollar kündigte er eine "Pizza Party!" an, bei 100 den Versuch, zwei unterschiedliche Rezepte zu verwenden. Nachdem das Technikmagazin cnet.com über das Projekt berichtet hatte, wurden auch diese Ziele erreicht.

Livestream und Party sind sicher

Es folgten bessere Mayonnaise (250 Dollar), einen Anruf bei einem Koch, um an ein besseres Rezept zu kommen (300), "viel mehr Kartoffelsalat machen und vielleicht ein drittes Rezept ausprobieren" (350) und bei einer vierstelligen Summe einen Livestream davon, wie er ihn zubereitet. Auch das bislang höchste Bonusziel ist mit 3000 Dollar längst erreicht. Brown wird eine Halle mieten und "das ganze Internet zur Kartoffelsalatparty einladen".

Die Crowdfunding-Aktion ist bei der populären Seite kickstarter.com beheimatet. Dass ein solches Projekt dort überhaupt möglich ist, liege auch an dessen veränderten Regeln, schreibt das Technikmagazin "The Verge". Erst vor rund einem Monat lockerte die populäre Seite demnach ihre Regeln und erlaubt nun auch Spaßprojekte. So reichen 300 Wörter Beschreibungstext, zudem gibt es eine Option, die Prüfung durch Kickstarter-Mitarbeiter zu überspringen. Die einzigen Beschränkungen, die nun noch bestehen, sind Dinge, die illegal oder gefährlich sind.

Das heißt jedoch nicht, dass Browns kulinarische Expedition komplett gefahrlos wäre. Unter "Risiken und Herausforderungen" steht die Warnung: "Er könnte nicht besonders gut werden. Es ist mein erster Kartoffelsalat."

Quelle: ntv.de, rpe