Panorama

Ankunft in Limburg erwartet Geißler empfiehlt Tebartz-van Elst Afrika

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Bei einer Messe in Angola.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Staub statt Marmor, Dusche statt Luxus-Wanne? Tebartz-van Elst könnte durchaus eine Aufgabe fernab seines Limburger Domhügels erhalten. Es gibt genug Raum für Spekulationen und Empfehlungen.

Auch einen Tag nach dem Treffen mit dem Papst die Zukunft des umstrittenen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst weiter offen. Bislang wurden keine Einzelheiten des etwa 20-minütigen Gesprächs bekannt. "Eine Rückkehr in das Bistum Limburg wird sicher ganz schwierig", sagte jedoch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. Dennoch bereitet sich Limburg auf die Ankunft Tebartz-van Elsts vor, obgleich die Gläubigen dort gerne einen neuen Bischof hätten.

"Es ist natürlich inzwischen die ganze Situation so verfahren, dass etwas geschehen muss", sagte Bode. Es gebe "bis in den Grund" wieder eine Vertrauenskrise. Er sehe nicht, wie der Bischof seinen Dienst dort vernünftig ausüben können sollte. Auch der frühere CDU-Generalsekretär und erfahrene Schlichter Heiner Geißler hält es für unwahrscheinlich, dass es für Tebartz-van Elst eine Zukunft in Limburg gibt.

Tebartz-van Elst ist und bleibt Bischof

"Möglicherweise kann man dem Bischof empfehlen, dass er vielleicht mal ein Bistum in Afrika übernimmt, wo er beweisen kann, dass er seine Glaubwürdigkeit wieder zurückbekommt. Er ist und bleibt ja Bischof", sagte der engagierte Katholik in der ARD. Tebartz-van Elst habe die Glaubwürdigkeit verloren. "Deswegen, glaube ich, wird er im Bistum nicht mehr akzeptiert werden." In den Medien war bereits spekuliert worden, der Bischof können auch nach Israel gehen und sich dort um die Pilger kümmern. 

Tebartz-van Elst hatte am Montag eine Audienz bei Papst Franziskus in Rom. Nach dem Gespräch wurden allerdings keine Einzelheiten bekannt. Der katholische Oberhirte kommt seit Wochen wegen seiner umstrittenen Amtsführung und der teuren Bischofsresidenz nicht aus den Schlagzeilen.

Laut "Spiegel Online" schafft die Krise mittlerweile auch Probleme im Bistums-Alltag: Ein Gesangbuch etwa müsse bald gedruckt werden, doch das Vorwort des Bischofs fehle. Zudem fehlten Unterschriften für den Amtsantritt mehrerer Pfarrer, sämtliche Pfarrbesetzungen hingen in der Warteschleife.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa