Von Bach mitgerissenMann stirbt bei starkem Unwetter in Spanien

Der Klimawandel setzt der Iberischen Halbinsel zu. In Spanien kommt es wieder zu einem heftigen Unwetter, das kleine Bäche in reißende Flüsse verwandelt. In den Fluten stirbt ein Mensch.
Bei heftigen Regenfällen in Spanien ist nahe Barcelona ein Mensch ums Leben gekommen. Die Feuerwehr teilte auf X mit, sie habe in Olivella etwa 40 Kilometer westlich von Barcelona "die Leiche eines Mannes gefunden". Das Auto des Mannes war demnach von Wassermassen eines Baches fortgerissen worden.
Sintflutartiger Starkregen hatte zuvor den Osten Spaniens getroffen und zu massiven Überschwemmungen geführt. Die Regenfälle sorgten für erhebliche Störungen im Straßen- und Zugverkehr.
Die spanische Wetterbehörde Aemet hatte am Mittwoch Starkregenwarnungen für die östlichen Provinzen ausgegeben. Wegen der Gefahr von Sturzfluten wurde für die Touristenmetropole Barcelona kurzzeitig die höchste Alarmstufe Rot ausgerufen. Die Behörden riefen die Bevölkerung in den Provinzen Katalonien und Valencia dazu auf, unnötige Reisen zu vermeiden. Regierungschef Pedro Sánchez warnte auf X vor "sehr schwierigen Situationen".
Über das Mobilfunknetz wurden zudem Benachrichtigungen an die Bewohner von Teilen Kataloniens, Valencias und der südöstlichen Provinz Almería verschickt. In Barcelona wurden einige U-Bahn-Stationen geschlossen und Busse angesichts überschwemmter Straßen umgeleitet.
Auch im Regionalverkehr kam es wegen der Regenfälle zu Störungen. Am Flughafen Barcelona hatten Flüge Verspätung oder wurden gestrichen. In Valencia verzeichnete der Wetterdienst Avamet in mehreren Gemeinden binnen einer halben Stunde mehr als 70 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Selten seien "in 30 Minuten so hohe Niederschlagsmengen verzeichnet" worden, erklärte Avamet bei X.
In der Stadt Valencia wurde der Betrieb aller U-Bahn-Linien eingestellt. Auch der Flugverkehr war beeinträchtigt: Der Flughafen der Stadt war aufgrund von Überschwemmungen stundenlang geschlossen. Zwölf Flüge mussten dem Betreiber Aena zufolge umgeleitet werden.
Spanien litt diesen Sommer wiederholt unter heftigen Hitzewellen. Der fortschreitende Klimawandel führt Experten zufolge zu häufigeren und heftigeren Extremwetterereignissen wie Hitzewellen und Unwettern.

