Panorama

Corona-Regeln massiv ignoriert Mehr als 170 Gäste bei Gottesdienst in Berlin

Das Wappen der Berliner Polizei prangt an einer Jacke. Foto: Tim Brakemeier/dpa/Symbolbild

Die Polizei löste die Veranstaltung auf.

(Foto: Tim Brakemeier/dpa/Symbolbild)

Mehr als 170 Menschen trifft die Berliner Polizei am Samstagabend in einer Kirche im Stadtteil Gesundbrunnen an. Offenkundig sollte ein Gottesdienst abgehalten werden. Für die Veranstaltung lag kein Hygienekonzept vor, auch Anwesenheitslisten wurden nicht geführt.

Ein Gottesdienst einer kleinen Berliner Gemeinde mit weit mehr als 170 Menschen ist in der Hauptstadt wegen massiver Verstöße gegen die Corona-Regeln aufgelöst worden. In einem Saal der Kirchengemeinde im Stadtteil Gesundbrunnen seien am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr 170 Erwachsene sowie weitere Kinder von der Polizei angetroffen worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Menschen hätten weder Masken getragen noch die Abstände eingehalten. Ein Hygienekonzept und Anwesenheitslisten hätten ebenfalls gefehlt. Der Pfarrer habe angegeben, eigentlich sei ein Gottesdienst im kleinen Kreis geplant gewesen, die Zahl der Besucher sei dann aber gestiegen.

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Zuvor hatte die "B.Z." berichtet, dass es sich bei der Veranstaltung auch um einen Kindergeburtstag gehandelt haben könnte. Die Einsatzkräfte hätten demnach ein Banner mit der Aufschrift "Happy Birthday" vorgefunden. Als Erklärung der Anwesenden dafür wurde laut dem "B.Z."-Bericht angeführt, dass es zu einem anderen Zeitpunkt eine solche Feier gegeben habe.

Die Polizei stellte schließlich Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gegen mehr als 100 Menschen. Laut der Sprecherin nahm der Veranstalter die Hilfe der Beamten bei der Auflösung der Veranstaltung an.

Erst am Samstag hatte die Berliner Polizei eine Hochzeitsfeier mit 60 Menschen ganz in der Nähe beendet. Laut Mitteilung der Polizei seien 56 Verstöße gegen den Infektionsschutz notiert worden. Kaum jemand habe einen Mund-Nase-Schutz getragen. "Hier haben sich deutlich mehr Menschen getroffen als nur aus einem fremden Haushalt", hieß es von einem Beamten.

Quelle: ntv.de, tno/dpa