Panorama

Darunter auch zwei Muslime Papst Franziskus wäscht Häftlingen die Füße

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Für den Papst ist das Ritual auch eine Übung in Demut.

(Foto: dpa)

Anders als manche seiner Vorgänger sucht Papst Franziskus die Nähe zu den Außenseitern der Gesellschaft – nun besucht er wieder eine Haftanstalt und vollzieht ein Ritual, das ihm bereits in den vergangenen Jahren Respekt eintrug.

Papst Franziskus hat wieder Gefängnishäftlingen die Füße gewaschen. Zum Auftakt der Osterfeierlichkeiten am Gründonnerstag feierte er eine Messe in der römischen Haftanstalt Regina Coeli. Die Gefangenen - unter ihnen zwei Muslime, ein orthodoxer Christ und ein Buddhist - stammten aus sieben verschiedenen Ländern. Der Ritus beruht auf der Überlieferung, derzufolge Jesus beim letzten Abendmahl vor der Kreuzigung seinen Aposteln die Füße wusch.

"Jeder hat stets die Möglichkeit, sein Leben zu ändern - und darf nicht verurteilt werden", sagte der Papst den Gefangenen aus Italien, Kolumbien, Marokko, Moldau, Nigeria, den Philippinen und Sierra Leone. "Ich bin ein Sünder wie ihr, aber heute vertrete ich Jesus", fügte er hinzu. "Gott lässt uns nie im Stich, wird nie müde, uns zu vergeben."

Am Morgen weihte der Papst bei der Chrisammesse im Petersdom die "Heiligen Öle", die bei Taufe, Firmung und bei Priesterweihen verwendet werden. Am Karfreitag steht für Franziskus dann der Gottesdienst zur Feier vom Leiden und Sterben Christi an.

Am Abend folgt die Kreuzweg-Zeremonie am Kolosseum in Rom. Höhepunkt der Osterfeiertage ist die Messe auf dem Petersplatz in Rom am Sonntag, bei der Franziskus den Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis") spenden wird.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP