Panorama

Drogenrazzia im Elsass Über 40 Dealer festgenommen

Ein großes französisch-schweizerisches Drogen- und Geldwäsche-Netzwerk wird in Frankreich zerschlagen. Dabei gehen der Polizei 42 Dealer ins Netz. Die Verdächtigen stammen aus Albanien und dem Kosovo. Sie sollen umgehend von der Staatsanwaltschaft verhört werden.

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Heroin wird meist gestreckt, damit es mehr Rendite abwirft.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei einer großangelegten Razzia nahe der deutsch-französischen Grenze hat die Polizei im Elsass 39 mutmaßliche Drogendealer festgenommen. In Deutschland seien drei weitere Verdächtigte gefasst worden, teilte Staatsanwalt Rémi Coutin in Nancy mit. Nach seinen Angaben waren an der Operation rund 200 Polizisten beteiligt.

Bei den Verdächtigten wurden rund 50 Kilogramm von Produkten beschlagnahmt, die zur Vermischung mit Heroin bestimmt waren. Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Dealerring aus Albanern und Kosovaren hätten bereits im Sommer 2010 im deutsch-französisch-schweizerischen Grenzgebiet begonnen, erläuterte der Staatsanwalt. Federführend sei dabei zunächst die Grenzpolizei im südelsässischen Saint-Louis gewesen.

Anfang dieses Jahres wurde nach Angaben Coutins im Rahmen von Eurojust - der EU-Agentur für Justizzusammenarbeit - eine grenzüberschreitende Ermittlergruppe geschaffen. Nach deren Erkenntnissen betrieben die Dealer im Südelsass, aber auch in den benachbarten deutschen und schweizerischen Grenzregionen, einen schwunghaften Handel mit Heroin. Die Verdächtigen sollen umgehend von der Staatsanwaltschaft verhört werden.

Quelle: n-tv.de, AFP

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