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So spektakulär wie bei seinen vier Mitinsassen war die Flucht des 30-Jährigen nicht.
So spektakulär wie bei seinen vier Mitinsassen war die Flucht des 30-Jährigen nicht.(Foto: Senatsverwaltung für Justiz Berlin/dpa)
Freitag, 29. Dezember 2017

Vier Ausbrüche und eine Flucht: Weiterer Häftling verschwindet aus Gefängnis

Am Donnerstagmorgen brechen vier Gefangene der JVA Berlin-Plötzensee auf spektakuläre Weise aus dem Gefängnis aus. Noch bevor die Polizei die Ausbrecher aufspürt, ist bereits ein weiterer Gefangener verschwunden.

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Berlin-Plötzensee vermisst nach der spektakulären Flucht von vier Insassen schon wieder einen Gefangenen. Der 30-Jährige aus dem offenen Vollzug meldete sich am Donnerstagabend nicht zurück, sagte ein Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Justiz n-tv.de. Der Mann verbüßte demnach eine sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe wegen Ordnungswidrigkeiten und des Erschleichens von Leistungen. Solche Strafen werden verhängt, wenn der Betreffende Forderungen wie Bußgelder nicht begleichen kann. Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Fall aber nichts mit dem Gefängnisausbruch am Donnerstagmorgen zu tun.

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Die vier Häftlinge, die sich am Donnerstag mit einem Trennschleifer und einem schweren Hammer den Weg in die Freiheit gebahnt hatten, sind derweil weiter auf der Flucht. Sie hatten während ihrer Arbeit in einer Autowerkstatt auf dem Gefängnisgelände durch eine Lüftungsöffnung in einer Außenmauer der Anstalt entkommen können. Trotz der eingeleiteten Großfahndung nach den 27 bis 38 Jahre alten Männern gab es am Freitagmorgen nach Angaben einer Sprecherin der Berliner Polizei "noch keine Festnahmen und keinen neuen Stand".

Justizsenator Dirk Behrendt von den Grünen kündigte eine Überprüfung aller Sicherheitsmaßnahmen in der Vollzugsanstalt an. "Zudem werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, bis alles aufgeklärt ist." Der Fall wirft unter anderem die Frage auf, wie sich die Männer Zutritt in den laut Anstaltsleitung üblicherweise verschlossenen Heizungsraum verschaffen konnten - an der Tür ist ein Sicherheitsschloss angebracht, das offenbar mit einem Schlüssel geöffnet wurde.

Unklar ist auch, warum der Ausbruch so lange unbemerkt bliebt. Denn eine Kamera, die eine Eingangspforte überwacht, filmte die Aktion um 8.49 Uhr zufällig, weil das Bild auch die Lüftungsöffnung erfasst. Alarm wurde aber erst gegen 9.30 Uhr ausgelöst. In der Alarmzentrale des Gefängnisses, in der Aufnahmen von Dutzenden Kameras auf zahlreichen Bildschirmen zusammenlaufen, bemerkte niemand den Coup des Quartetts.

Quelle: n-tv.de