Panorama

SEK-Einsatz ohne Erfolg Wer schoss auf Manuel Charr?

Nur dank einer mehrere Stunden dauernden Notoperation lebt Manuel Charr noch. Auf den Profiboxer, der auch schon gegen Vitali Klitschko im Ring stand, wurde geschossen. Ist ein Streit eskaliert, oder handelt es sich um ein abgekartetes Spiel?

Im Fall des angeschossenen Kölner Profiboxers Manuel Charr hat die Polizei bisher niemand festgenommen. Man fahnde weiter nach dem Täter, sagte ein Polizeisprecher. Charr war in der Nacht zum Mittwoch von einem Unbekannten in einem Essener Imbiss in den Bauch geschossen worden. Nach einer mehrere Stunden dauernden Notoperation ist er mittlerweile außer Lebensgefahr.

Nach einem Tipp hatte ein Spezialeinsatzkommando Stunden nach der Tat eine Wohnung unweit des Tatorts gestürmt, in der sich der Schütze versteckt halten sollte. Dabei sei eine Frau, die sich in der Wohnung aufhielt, in Ohnmacht gefallen, sagte ein Polizeisprecher. Der Verdächtige sei aber nicht mehr in der Wohnung gewesen.

Ermittler tappen im Dunkeln

Die Hintergründe der Tat sind ebenfalls weiter unklar. Ein namentlich nicht genannter Bekannter Charrs sagte der "Bild", Charr habe Streit mit "einem Mann aus Essen" gehabt, der ihn mit einem verlorenen Kampf aufgezogen habe. Charr sei zur Döner-Bude bestellt worden. "Aber das war eine miese Falle."

Charr hat 32 Profi-Boxkämpfe absolviert. Aus 28 ging er als Sieger hervor. Eine der Niederlagen fügte ihm Vitali Klitschko im Kampf um den WBC-Titel 2012 zu. Vergangenen Sommer scheiterte Charr erneut damit, den Titel zu erringen. Er ging gegen Alexander Povetkin K.o. Charr nahm auch an "Promi Big Brother" teil. Er ist zudem mit dem Ex-Juror von "Deutschland sucht den Superstar", dem Rapper Kay One, befreundet.

Quelle: ntv.de, bad/dpa