Politik

Mehr als 60 Leichen in Banias Aktivisten melden Massaker

32854600ABAE27D6.jpg5440000087159654816.jpg

Auf Videoaufnahmen sollen Assad-Soldaten und getötete Bewohner von Baida bei Banias zu sehen sein.

(Foto: AP)

Im Westen Syriens werden zahlreiche Leichen gefunden. Die den Aufständischen nahestehende Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht von einem Massaker an den Einwohnern eines sunnitischen Stadtviertels. Bisher werden über 60 Tote gezählt, Dutzende weitere werden noch vermisst.

Die Leichen von mehr als 60 ermordeten Zivilisten sind nach Angaben von Aktivisten in einem sunnitischen Viertel der westsyrischen Stadt Banias gefunden worden. 62 Leichen seien mit ihren Namen, durch Fotos oder Videos identifiziert worden, teilte die den Aufständischen nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Unter den Todesopfern seien 14 Kinder. Die Opferzahl könne allerdings weiter steigen, da Dutzende weitere Einwohner noch vermisst würden. Laut der Beobachtungsstelle wurden die Leichen nach einem Einsatz der syrischen Armee und alawitischen Kämpfern im Viertel Ras al-Nabaa entdeckt.

Den Angaben zufolge waren am Donnerstag in dem sunnitischen Dorf Baida am südlichen Rand von Banias mindestens 51 Menschen, überwiegend Zivilisten, getötet worden. Die Einwohner von Banias sind mehrheitlich alawitisch wie der syrische Staatschef Baschar al-Assad, die umliegenden Dörfer sind jedoch größtenteils von Sunniten bewohnt.

Die Alawiten, eine Abspaltung der schiitischen Glaubensrichtung des Islam, sind in Syrien ebenso wie die Christen eine Minderheit. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein breites Netzwerk von Aktivisten und Medizinern in Syrien. Ihre Angaben können jedoch nicht unabhängig überprüft werden.

Quelle: n-tv.de, AFP

Mehr zum Thema